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Forschung
Archiv
- April 2015 - Juni 2015
Förderung
für den Einsteinturm
Der Einsteinturm auf dem Telegrafenberg in Potsdam dürfte
wohl mit zu den markantesten wissenschaftlichen Bauwerken zählen. Er wurde nach
dem Ersten Weltkrieg für Sonnenbeobachtungen gebaut, mit denen Einsteins
Relativitätstheorie überprüft werden sollte. Jetzt erhielt der Turm eine
Förderung der Getty Foundation, mit der eine Studie zum Erhalt des
Gebäudes finanziert werden soll.
30. Juni 2015
Das
Flackern von aktiven Galaxienkernen
Aktive Galaxienkerne sind die hellsten Objekte im Universum.
Es handelt sich dabei um die Zentren von Galaxien, in denen ein supermassereiches Schwarzes
Loch gerade große Mengen an Material verschlingt. Offenbar leuchten die
Galaxienkerne aber nicht permanent, sondern flackern. Diese Erkenntnis
könnte helfen, den Einfluss von Schwarzen Löchern auf ihre Heimatgalaxie
besser zu verstehen.
29. Juni 2015
Auf
der Spur der starken Kernkraft
Atomkerne werden durch die starke Kraft zusammengehalten. Durch die
Untersuchung sogenannter Hyperkerne wollen Physiker mehr über diese Kraft
lernen. Dabei könnten sie auch etwas über den Aufbau von Neutronensternen
erfahren, einem exotischen Endprodukt der Sternentwicklung. Jetzt gelang es,
die Masse eines Hyperkerns sehr genau zu bestimmen.
24. Juni 2015
Herzstück
von LISA Pathfinder fertiggestellt
Nach mehr als zehnjähriger Entwicklungsarbeit ist nun das
Kernstück der hochempfindlichen Nutzlast der LISA Pathfinder-Mission
fertiggestellt worden. LISA Pathfinder soll nach dem für Oktober
vorgesehenen Start im Weltraum wichtige Technologien erproben, die für das für
2034 geplante Gravitationswellen-Observatorium eLISA benötigt werden.
18. Juni 2015
Neutrino-Oszillation
gilt als nachgewiesen
Zum fünften Mal haben Wissenschaftler in den Daten des OPERA-Experiments
die Umwandlung eines Myon-Neutrinos in ein Tau-Neutrino nachweisen können.
Damit gilt das Phänomen der sogenannten Neutrino-Oszillationen als belegt.
Dessen Existenz war lange Zeit vermutet worden und sollte mit dem
OPERA-Experiment nachgewiesen werden.
17. Juni 2015
Sterne
vom Ende des dunklen Zeitalters
Astronomen haben drei rund 13 Milliarden Jahre alte Sterne aufgespürt,
die vermutlich zu den frühesten Sterngenerationen nach Ende des dunklen
Zeitalters des Universums zählen dürften. Von ihrer Untersuchung versprechen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse
über die Entstehung der ersten Sterne überhaupt. Diese waren offenbar oft
masseärmer als gedacht.
12. Juni 2015
Startschuss
für Bau der Beschleunigermodule
Mit einem Treffen aller beteiligten Wissenschaftler hat in Mainz der Bau
der beiden Beschleunigermodule für den neuartigen Elektronenbeschleuniger MESA
begonnen. Ab 2017 sollen sich mit dem Instrument Experimente durchführen
lassen, von denen sich die Forscher unter anderem neue Hinweise auf die Natur
der Dunklen Materie erhoffen.
10. Juni 2015
Large
Hadron Collider liefert wieder Daten
Der Large Hadron Collider, der größte und leistungsfähigste
Teilchenbeschleuniger der Welt, hat wieder seinen wissenschaftlichen Betrieb
aufgenommen. Ab heute werden Daten aufgezeichnet - und dies bei noch nie
erreichten hohen Energien. Die Forscher hoffen auf neue Erkenntnisse über den
Aufbau der Welt und vielleicht auch über die Natur der Dunklen Materie.
3. Juni 2015
Experimente
mit unmöglichen Teilchen
Im Teilchenzoo der Physiker existieren auch Partikel, die es eigentlich
gar nicht geben kann. Zu diesen zählt das Majorana-Teilchen, das gleichzeitig
sein eigenes Antiteilchen ist. Physikalische Experimente sind unter diesen
Bedingungen kaum vorstellbar. Jetzt fanden Forscher aber eine Möglichkeit,
Versuche mit solchen unmöglichen Teilchen zu simulieren.
27. Mai 2015
Bulge
und Balken eine Struktur?
Es ist oft leichter, etwas über die Struktur anderer Galaxien zu
erfahren, als über die unserer Milchstraße. Jetzt haben Astronomen die Daten von
vier verschiedenen Himmelsdurchmusterungen ausgewertet, um neue Hinweise auf das
Aussehen des sogenannten Balkens und des Bulges zu erhalten. Dabei stellten
sie fest, dass Bulge und Balken vermutlich zu einer Struktur gehören.
22. Mai 2015
Das
Signal kollidierender Neutronensterne
Mit immer komplexeren Detektoren bemühen sich Wissenschaftler weltweit
um den ersten direkten Nachweis von Gravitationswellen. Deren Existenz war vor 100 Jahren von Albert
Einstein vorhergesagt worden. Für eine erfolgreiche Suche muss man aber auch
wissen, nach was für
einem Signal man fahnden muss. Jetzt wurde dies für die Kollision zweier
Neutronensterne genau berechnet.
20. Mai 2015
Ein
Raum fast ohne Magnetfeld
Magnetfelder sind überall und spielen im Universum eine entscheidende,
oft sogar eine überlebenswichtige Rolle. Empfindliche Experimente allerdings,
mit denen etwa die Struktur der Materie im Universum erforscht wird, werden
durch Magnetfelder gestört. Physiker haben daher in Garching einen Raum
konstruiert, in dem nur noch ein äußerst schwaches Magnetfeld nachweisbar ist.
19. Mai 2015
Neuer
Detektor aLIGO wird eingeweiht
Im US-amerikanischen Hanford wird morgen mit Advanced
LIGO eine neue Generation von Gravitationswellen-Observatorien eingeweiht.
Entscheidende Komponenten dafür wurden zuvor bei Hannover getestet. Von dem
Detektor erhoffen sich die Wissenschaftler den ersten direkten Nachweis der
von Einstein postulierten Wellen. Die erste Messkampagne soll im Herbst
beginnen.
18. Mai 2015
Zerfall
seltsamer Teilchen im Fokus
Im Teilchenzoo der Physiker gibt es manche seltsame
Vertreter, deren Untersuchung allerdings einiges über die Gültigkeit des
Standardmodells aussagen könnte. Zu diesen seltsamen Teilchen zählt auch das Kaon,
dessen Zerfall im Rahmen eines neuen Experimentes im CERN untersucht werden
soll. Ein entsprechender Detektor ist inzwischen auf dem Weg von Mainz nach
Genf.
12. Mai 2015
Plasma
aus Materie und Antimaterie im Labor
Plasma gilt als vierter Zustand der Materie und kommt im
Universum an den unterschiedlichsten Stellen vor. Bei der Entstehung von
Gammablitzen, den sogenannten Gamma-ray Bursts, können beispielsweise
extrem schnelle Jets aus einem Elektron-Positron-Plasma ins All schießen.
Jetzt ist es gelungen, ein solches Plasma auch im Labor herzustellen.
4. Mai 2015
Scheiben
wachsen von innen nach außen
Mithilfe von Computersimulationen glauben Astronomen ein Rätsel um die
Entwicklung von Scheibengalaxien gelöst zu haben. Danach besteht die
sogenannte dicke Scheibe dieser Galaxien nicht nur aus alten Sternen, sondern
auch aus jüngeren Sonnen. Die Scheibe wird zusätzlich durch Kollisionen mit
Satellitengalaxien gestört, was schließlich zur beobachteten Struktur führt.
29. April 2015
Ist
das Universum ein Hologramm?
Zur Beschreibung des Universums braucht man möglicherweise eine
Dimension weniger, als es den Anschein hat. Dabei, so eine jetzt vorgestellte
Untersuchung eines internationalen Forscherteams, könnte es sich nicht bloß um
einen Rechentrick handeln, sondern um eine grundlegende Eigenschaft des Raums.
Leben wir also alle in einem Hologramm?
27. April 2015
Masse
mithilfe von Sternstrom bestimmt
Unser Sonnensystem ist Teil der Milchstraße. Deswegen sollte
sich diese Galaxie von der Erde aus eigentlich besonders gut erforschen lassen.
Doch leider führt unsere Lage auch zu Problemen: So lässt
sich die Masse der Milchstraße bislang nur sehr ungenau bestimmen. Nun haben
Astronomen es mithilfe eines Sternstroms versucht - mit durchaus
vielversprechendem Ergebnis.
22. April 2015
Die
Masse des Neutrinos im Visier
Die genaue Masse des Neutrinos gehört noch immer zu den unbekannten
Größen der Teilchenphysik, ist jedoch für das Verständnis der Teilchenwelt
außerordentlich wichtig. Eine neue Forschergruppe will daher ein neues
Detektorverfahren entwickeln und anwenden. Die Hoffnung ist, die Neutrinomasse
damit genauer als zuvor bestimmen zu können.
16. April 2015
Missionsdaten
und Theorie besser vergleichbar
Der Vergleich von Messdaten verschiedener Raumfahrtmissionen
zu Planeten, Kometen oder Monden mit Ergebnissen von Simulationen ist nicht
immer einfach. Seit einiger Zeit arbeiten Wissenschaftler im Rahmen des von der
EU geförderten Projekts IMPEx an einer Lösung für dieses Problem. Die ersten,
jetzt vorgestellten Resultate sind vielversprechend.
9. April 2015
Massereiche
Sterne ins All geschleudert
Die massereichsten Sterne einer Galaxie findet man oft weitab von jungen
Sternhaufen, in denen diese stellaren Giganten eigentlich entstehen sollten.
Wie erklärt sich also die beobachtete Verteilung? Durch umfangreiche
Simulationen haben Astrophysiker nun zeigen können, dass sich massereiche
Sterne wie Billardkugeln gegenseitig aus den Sternhaufen hinausschleudern.
8. April 2015
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