Seit etwa einem Monat kreist die kleine Near Earth Asteroid Rendezvous
(NEAR)-Sonde in rund einer Viertel Milliarde Kilometer Entfernung um den
Asteroiden 433 Eros. Aus der Ferne wurde dieser erste künstliche Satellit
eines Asteroiden nun getauft: auf den Namen von Dr. Eugene Shoemaker.
Ab sofort heißt die kleine Sonde NEAR Shoemaker und trägt
damit den Namen des Geologen, der viele Jahrzehnte lang die Rolle der
Asteroiden und Kometen in unserem Sonnensystem untersucht hat. "Gene
Shoemaker war ein inspirierender und charismatischer Pionier auf dem
Gebiet der interplanetaren Wissenschaft", unterstreicht Dr. Carl B.
Pilcher, Direktor für die Erkundung des Sonnensystems im
NASA-Hauptquartier. "Daher ist es nur passend, jenes Raumschiff nach
ihm zu benennen, dessen Mission unser Wissen über Asteroiden, Kometen und
den Ursprung des Sonnensystems deutlich erweitern wird."
Gene Shoemaker, der einer breiten Öffentlichkeit durch die Entdeckung
des Kometen Shoemaker-Levy 9 bekannt wurde, starb 1997 bei einem
Autounfall in Australien, wo er Einschlagkrater von Asteroiden
untersuchte. Er war maßgeblich an der Untersuchung von Einschlagkratern
auf der Erde und anderen Objekten im Sonnensystem beteiligt. Viele
Instrumente, die nun an Bord von NEAR Shoemaker ihren Dienst tun,
wurden von einer Arbeitsgruppe unter Beteiligung Shoemakers vorgeschlagen.
NEAR Shoemaker wurde am 17. Februar 1996 gestartet und erreichte
nach einem vierjährigen Flug den Asteroiden Eros. Auf dem Weg dorthin
untersuchte die Sonde zusätzlich den Asteroiden Mathilde. Bis zum Ende
der Mission im Februar 2001 wird das Raumschiff nun Eros umkreisen und so
wertvolle Daten über den Asteroiden sammeln.