Die wissenschaftliche Mission der amerikanischen Raumfähre Endeavour
verläuft weiter ohne größere Probleme. Und das Team auf der Erde ist
von den aus dem Orbit übermittelten Daten sehr angetan. Da fällt es zur
Zeit offenbar kaum ins Gewicht, dass eine Düse am Ende des 60 Meter
langen Auslegers nicht funktioniert, was zu einem vorzeitigen Abbruch der
Mission führen könnte.
Nach einigen Tage im Orbit sind alle beteiligten Wissenschaftler
zutiefst angetan vom Fortschritt der Shuttle Radar Topography Mission
(SRTM). Er sei so aufgeregt, wie ein Kind am Weihnachtstag, meinte
beispielsweise Projektingenieur Ed Caro. Gestern Abend hatten die beiden
Teams auf der Endeavour bereits über die Hälfte der geplanten
Erdoberfläche mit ihren Radargeräten kartiert. 100.000 Quadratkilometer
kommen in jeder Minute der Mission hinzu.
Sorge bereitet den Technikern allerdings eine kleine nicht
funktionierende Düse am Ende des 60 Meter langen Masts, an dem zwei
Radargeräte befestigt sind. Die Düse sollte eigentlich helfen, den Mast
auszurichten. Dieses muss zur Zeit mit Düsen an Bord der Endeavour
gemacht werden, so dass die Funktionsfähigkeit der beiden Radargeräte
nicht beeinträchtigt ist. Allerdings wird auf diese Weise mehr Treibstoff
verbraucht als ursprünglich geplant war.
Von einem vorzeitigen Abbruch der Mission will aber bei der NASA zur
Zeit niemand sprechen: Man arbeite gerade an Treibstoffsparmassnahmen und
hoffe, die gesamte neuntägige Mission wie geplant durchführen zu
können.