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Kleiner Unisatellit seit einem Jahr im Erdorbit
Redaktion
/ idw / Pressemitteilung der TU Berlin astronews.com
14. Januar 2026
Der Satellit InnoCube der TU Berlin feiert heute
seinen ersten Geburtstag im All. Der 3U-CubeSat wurde am 14. Januar 2025
gestartet und befindet sich seitdem erfolgreich im Erdorbit. Über 5400
Erdumrundungen wurden bereits absolviert und dabei innovative Technologien
getestet. Zum heutigen Jubiläum ist ein großes Amateurfunkevent geplant.

InnoCube ist ein 34 Zentimeter langer Satellit,
auf dem neue Technologien getestet wurden.
Foto: ExoLaunch [Großansicht] |
InnoCube ist der 31. Satellit der TU Berlin und entstand im Rahmen
einer Zusammenarbeit zwischen dem Lehrstuhl für Informationstechnik für Luft-
und Raumfahrt der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und dem Fachgebiet
Raumfahrt der Technischen Universität Berlin (astronews.com berichtete). Das
Projekt vereint universitäre Forschung mit praxisnaher Lehre und bietet
Studierenden die außergewöhnliche Möglichkeit, aktiv an der Entwicklung, dem
Betrieb und der Auswertung einer realen Satellitenmission mitzuwirken.
Zu den Primärnutzlasten von InnoCube zählen zwei technologische
Innovationen: der kabellose Satellitenbus SKITH, der herkömmliche
Kabelverbindungen mit robuster Software ersetzt, sowie die neuartige Batterie
Wall#E, eine neuartige Festkörperbatterie aus kohlenstofffaserverstärktem
Kunststoff. In Zukunft sollen Stromspeicher wie Wall#E zugleich als Baukörper
für Satelliten fungieren und dadurch Gewicht sowie Volumen einsparen. Beide
Systeme wurden im Orbit erfolgreich getestet und lieferten wertvolle Daten für
zukünftige Raumfahrtmissionen. Darüber hinaus leisteten zahlreiche Studierende
wichtige Beiträge, unter anderem bei der Entwicklung, Integration und dem
Betrieb der Amateurfunknutzlast des Satelliten.
Über die Amateurfunknutzlast sendete InnoCube regelmäßig sogenannte
Beacon-Signale im Morsecode aus. Diese konnten von Funkamateurinnen und
-amateuren und Raumfahrtbegeisterten auf mehreren Kontinenten empfangen werden.
Ein besonderes Highlight war das Weihnachtsevent 2025, bei dem der Satellit an
mehreren Tagen Weihnachtsgrüße aus dem All übermittelte. Weltweit gingen
zahlreiche Empfangsberichte ein. Anlässlich des ersten Geburtstags ist erneut
ein internationales Empfangsevent geplant. Den gesamten Tag über wird
InnoCube am 14. Januar 2026 Beacon-Signale über verschiedene Regionen der
Erde aussenden. Funkamateurinnen und -amateure weltweit sind eingeladen, die
Signale zu empfangen und zu dekodieren.
Über die Primärmission hinaus diente InnoCube auch als Plattform für
weiterführende Forschungsarbeiten. Im Rahmen des Würzburger Nachfolgeprojekts
"Lernende Lageregelung (LeLar)" wurde erstmals ein am Boden trainierter,
KI-basierter Lageregler im All erprobt. Dieser Regler steuert die Ausrichtung
des Satelliten. Die erfolgreiche Demonstration lieferte wichtige Erkenntnisse
für die Entwicklung zukünftiger autonomer und lernfähiger Raumfahrtsysteme.
Die Ergebnisse der Mission liefern wertvolle Erfahrungen für kommende
Kleinsatellitenprojekte und die Weiterentwicklung innovativer Raumfahrtsysteme.
Nach Abschluss der wissenschaftlichen Mission Ende Juni 2026 soll InnoCube
vom studentischen Betriebsteam StudOps der TU Berlin weiterbetrieben werden.
Studierende erhalten damit die Möglichkeit, eigenständig Experimente zu planen,
durchzuführen und auszuwerten – direkt mit einem Satelliten im Orbit.
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