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NASA
Präsenz auf dem Mond und mit Nuklearantrieb zum Mars
von Stefan Deiters
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26. März 2026

Der neue NASA-Administrator Jared Isaacman hat nun die Pläne seiner Behörde für die kommenden Jahre präzisiert: So soll die NASA alles daran setzen, noch in der Amtszeit von US-Präsident Trump eine astronautische Mission zum Mond durchzuführen. Anschließend will man eine Mondstation bauen. Die auch mit den Europäern geplante Raumstation im Mondorbit spielt dabei keine Rolle mehr.

Issacman

NASA-Administrator Jared Isaacman bei der Vorstellung der Pläne am Dienstag. Foto: NASA / Bill Ingalls [Großansicht]

Schon zu Beginn des Monats hatten sich Änderungen beim Artemis-Programm der NASA angekündigt (astronews.com berichtete): Der neue NASA-Administrator Jared Isaacman hatte die erste astronautische Mondlandung seit einem halben Jahrhundert von der Mission Artemis III auf Artemis IV verschoben und für die Zukunft praktisch jährliche Mondlandungen angekündigt.

Genau diese Pläne unterstrich Isaacman noch einmal während eines "Ignition" (Zündung) genannten Events am Dienstag: "Die NASA will erneut das fast Unmögliche erreichen und noch vor Ablauf der Amtszeit von Präsident Trump zum Mond zurückkehren, eine Mondbasis errichten, eine dauerhafte Präsenz aufbauen und all das zu tun, was nötig ist, um die Führungsrolle der USA im Weltraum zu sichern." Isaacman verwies hier insbesondere auf die wachsende Konkurrenz durch China.

Für das Mondprogramm bedeutet dies, dass nach der neuen für 2027 geplanten Mission Artemis III zum Testen verschiedener Technologien die erste Mondlandung von Menschen nach über 50 Jahren im Jahr 2028 stattfinden soll - die Amtszeit von US-Präsident Trump endet im Januar 2029. Im Anschluss will man daran arbeiten - auch mit der Unterstützung kommerzieller Anbieter - alle etwa sechs Monate eine Mondlandung durchzuführen. Ziel ist die Errichtung einer Raumstation auf der Mondoberfläche. Hierfür sollen internationale Partner gesucht werden. Angestrebt wird dabei eine dauerhafte oder zumindest für längere Zeit besetzte Mondbasis. Das Projekt "Lunar Gateway", eine Raumstation im Mondorbit, das unter anderem mit der europäischen Weltraumorganisation ESA verwirklicht werden sollte und für das die Arbeiten schon laufen, kommt in den NASA-Plänen nicht mehr vor und wird "in der aktuellen Form" pausiert.

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In Bezug auf die Zukunft der Internationalen Raumstation ISS unterstrich die NASA die Bedeutung einer Präsenz im niedrigen Erdorbit und den Wert der ISS. Künftig soll noch mehr mit kommerziellen Anbietern zusammengearbeitet, diese aber so lange unterstützt werden, bis ein robustes kommerzielles Ökosystem für die Forschung im niedrigen Erdorbit entstanden ist. Dazu soll das Kernmodul einer neuen Raumstation von der NASA gebaut und zunächst an die ISS angedockt werden. Es könnte sich dann aber - um kommerzielle Module ergänzt - von der ISS lösen und eigenständig arbeiten.

Auch für den Mars und die Raumfahrt zu den äußeren Planeten hat Isaacman große Pläne: Mit einem nuklear-elektrischen Antrieb soll es mit der Mission Space Reactor‑1 Freedom noch vor Ende 2028 Richtung Mars gehen. Mit dem Raumschiff sollen mehrere Hubschrauber zum Mars gebracht werden, die wie der experimentelle Hubschrauber Ingenuity den Roten Planeten erkunden. Mit einem funktionierenden nuklearelektrischen Antrieb wären dann auch Missionen zu den äußeren Planeten leichter möglich - etwa zum Saturnmond Titan.

Die am Dienstag vorgestellten Pläne sollen in den kommenden Monaten implementiert werden. Es bleibt abzuwarten, wie die internationalen Partner der NASA reagieren und ob der US-Kongress auch bei der Finanzierung der Vorhaben mitspielt. Viele der vorgestellten Pläne dürften erst nach der Amtszeit von US-Trump realisiert werden können und ob diese dann auch unter einer neuen Administration bestand haben werden, ist nicht sicher. So wurde auch die Mission Space Reactor-1 bereits einmal gestoppt und soll nun reaktiviert werden. Und letztlich muss auch die Technik mitspielen: Bevor an eine Mondlandung überhaupt zu denken ist, muss die Mission Artemis II erst einmal erfolgreich absolviert sein. Hier ist der Starttermin auf den 1. April angesetzt.

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siehe auch
Artemis: NASA setzt zusätzliche Probemission vor der Mondlandung an - 3. März 2026
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