| In dieser Zusammenstellung aus Aufnahmen mit dem
UV-Filter der Venus Monitoring Camera (VMC) auf
Venus Express sind kurzzeitige Veränderungen in
den Wolken- und Dunstbändern der Südpolregion
des Planeten zu sehen. In Bild d (links unten)
ist die Position des Südpols am linken unteren
Bildrand dort zu erkennen, wo sich alle
Längengrade in einem Punkt schneiden. Die auf
der Venus stark ausgeprägte "Superrotation" –
die viel schnellere Bewegung von Wolken als die
Rotationsgeschwindigkeit des Planeten selbst –
verläuft gegen den Uhrzeigersinn. Die Bänder
benötigen abhängig vom Breitengrad für einen
Umlauf zwischen drei und fünf Erdtage. Die
Windgeschwindigkeiten betragen bis zu 400
Kilometer pro Stunde. Die Bilder a bis c in der
oberen Reihe wurden zwischen dem 27. und 30.
Juni 2006 aus einer Entfernung von etwa 65.000
Kilometern von der VMC aufgenommen. Gut zu
erkennen sind die Veränderungen großräumiger
Wolkenstrukturen von einem Tag auf den anderen.
Besonders deutlich wird die Dynamik der
Venusatmosphäre in Bild d, aufgenommen am 13.
Januar 2007 aus 35.000 Kilometern Entfernung.
Eine helle Dunstglocke hat sich vom Südpol nach
Norden bis zum 35. Breitengrad ausgedehnt und
überdeckt zahlreiche, kurz zuvor noch sichtbare
Strukturen (Bild e vom 27. Dezember 2006) in der
Atmosphäre. Wenig später war die helle
Dunstglocke schon wieder verschwunden,
vermutlich, weil sich der Dunst zu größeren
Aerosolpartikeln verband.
Bild: ESA /
MPS / DLR / IDA |