Die Sonne befindet sich in diesem Monaten auf dem Höhepunkt
ihrer Aktivität: Nach einer gewaltigen Eruption vor rund zwei Tagen misst
das Sonnenobservatorium SOHO rund 100.000 Mal mehr hochenergetische
Partikel in der Nähe der Erde als zu ruhigen Zeiten. Für die Besatzung
der ISS, so beruhigt die NASA, bestünde allerdings keine
Gefahr.

SOHO-Aufnahme
der Aktivität der Sonne in der Nacht vom 8. auf den 9. November.
Foto:
NASA |
Zur Zeit, so heißt
es auf der Webseite des Sonnenobservatoriums SOHO, sei der Satellit einem
Teilchenbombardement ausgesetzt, das bei einigen Instrumenten sogar für
Störungen sorgt. Ursache hierfür war eine gewaltige solare Eruption in der
Nacht von Mittwoch auf Donnerstag. Sie sorgte dafür, dass SOHO die
100.000fache Menge an hochenergetischen Teilchen in der Nähe der Erde messen
konnte als das zu normalen Zeiten üblich ist. Es ist der vierthöchste Wert
seit 1976.
Die erhöhte Strahlung könnte in höheren Breitengraden zu einem kompletten
Ausfall bestimmter Radioverbindungen führen und auch die Elektronik von
Satelliten beeinflussen. Für die Astronauten an Bord der Internationalen
Weltraumstation ISS bestünde keine Gefahr, so lange sie sich an Bord der
Station aufhielten, heißt es von der NASA. Von Weltraumspaziergängen sei
allerdings derzeit abzuraten.
Mit etwas Glück könnte
die Eruption auf der Sonne auch zu Polarlichtern in der Nacht von Freitag auf
Samstag führen.