Mit Melodien aus "Star Wars" wurden die Astronauten auf der
Raumfähre "Discovery" am Samstag geweckt. Die Inspiration aus Hollywood zahlte
sich aus: Während eines fast achtstündigen Weltraumspazierganges konnten die Astronauten
Tammy Jernigan und Dan Barry alle Aufgaben erledigen. Es war der zweitlängste
Weltraumspaziergang in der Geschichte der Space Shuttle.
Der Weltraumspaziergang diente im wesentlichen der Vorbereitung weiterer
Montagearbeiten für die Internationale Weltraumstation ISS: An diese hatte die
"Discovery" nämlich zuvor planmäßig angedockt. Die Endphase des ersten
Andockmanövers von "Discovery" und ISS wurde vom Kommandanten der Fähre Kent
Rominger per Hand geflogen. Dazu wurde die Fähre zunächst rund 200 Meter direkt unter
die Station manövriert, flog dann in einem Bogen in etwas über 100 Meter Abstand vor der
ISS vorbei und nahm eine Position über der Station ein.
Dann näherte sich die "Discovery" langsam der Internationalen Raumstation
bis auf rund zehn Meter Nähe. Aus dieser Entfernung wurde kontrolliert, ob die
Dockingmechanismen von Shuttle und ISS auch exakt in der gleichen Lage sind. Danach dockte
die Fähre im Schneckentempo von wenigen Zentimetern pro Sekunde an die Raumstation an.
Beim Weltraumspaziergang, der in der Nacht von Samstag auf Sonntag stattfand,
montierten die Astronauten einen russischen und einen amerikanischen Kran an der
Weltraumstation. Die Kräne werden später für die weitere Montage der ISS benötigt.
Außerdem wurden noch einiges andere Material an den Modulen angebracht, das auch beim
späteren Arbeiten Verwendung finden soll. Mit diesem Weltraumspaziergang wurden
mittlerweile fast 30 Stunden im Weltraum an der Raumstation gearbeitet.
Der Wunsch nach der "Star Wars" Melodie zum morgendlichen Wecken von
"Weltraumspaziergänger" Barry war übrigens nicht nur beruflich bedingt,
sondern hatte noch einen familiären Hintergrund: Gespielt wurde nämlich einen Aufnahme
der "Space Center Intermediate Band", in der Barrys Tochter die Flöte spielt.
Links im WWW:
siehe auch: