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Warum landete Artemis im Pazifik und
nicht in einer Wüste?
Vom Sonderfall Space Shuttle abgesehen gibt es bei der NASA eine lange Tradition
von Landungen im Wasser: Nicht nur die Orion-Kapseln und die SpaceX
Dragon-Raumschiffe wassern, sondern auch die früheren Apollo-Missionen gingen
mit einer Wasserung zu Ende. Die russischen Sojus-Kapseln hingegen landen in der
Steppe Kasachstans. Die Landung im Wasser hat einen großen Vorteil: Sie ist
weicher. So reichen die großen Fallschirme aus, um die Kapsel entsprechend
abzubremsen und es muss kein Treibstoff für Bremsraketen an Bord sein.
Außerdem hat Wasser einen geografischen Vorteil: Die USA sind - anders als
Russland - an drei Seiten von Wasser umgeben. Eine Landung wird auch dann nicht
zum Problem, wenn eine Kapsel einmal leicht vom Kurs abkommen sollte. Das könnte
auf dem nordamerikanischen Kontinent mit seinen Canyons, Bergketten und nicht
zuletzt Siedlungsgebieten ein viel größeres Risiko sein. Bei der Bergung auf See
verfügt die NASA zudem über langjährige Erfahrung, so dass kein Grund bestand,
hier etwas zu ändern. (ds
/ 15. April
2026)
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