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Thema: Ist die Erde um ihre Längsachse "gekippt"? Meldung über eine beobachtete Begebenheit

  1. #11
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    Danke für die vielen interessanten Antworten hier!
    Ja, die Idee mit den gefällten Bäumen kam mir auch schon. Tatsächlich ist die Hügelkuppe bewaldet mit rund 10 Meter hohen Fichten. Möglicherweise wurde da oben nach und nach gelichtet, so dass nun mehr von der Sonne zu sehen ist. Aber (und das spricht dagegen) in Richtung Süden ist ein rund hundert breiter Einschnitt (Chälenbach-Tobel)zwischen den Erhebungen vorhanden. Auch durch diesen Einschnitt schien damals keine Sonne.
    Leider kann ich nicht sagen, ob damals sehr viele sehr hohe Bäume dicht zusammenstanden, und dann inert Kürze eine Grossabholzung stattfand. Eine solche fand zwar in der Nähe vor rund 6 Jahren statt, erfolgte aber in einem rund 20 Meter breiten und rund 300 Meter langen Streifen von oben nach unten. Dies ist an den Hängen hier so üblich, dass man "Korridor-Schnitte" macht, damit man das Holz per Seilwinde nach unten fahren kann. Der frei gewordene Korridor ist heute noch zu sehen (es wächst langsam Neuholz), aber liegt eh ein Stück weiter östlich.

    Was mich auch interessiert: Angenommen, die Erde wäre wirklich ein Stück weit "gekippt", dann müsste man das ja in vielerlei Hinsicht schnell bemerkt haben (Lage der Sternbilder /Schattenlängen zu Referenzzeiten an bestimmten Punkten u.a.). Solch ein Vorgang hätte doch von vielen (Hobby-)Forschern bemerkt werden müssen.

  2. #12
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    Zitat Zitat von JHafner Beitrag anzeigen
    Solch ein Vorgang hätte doch von vielen (Hobby-)Forschern bemerkt werden müssen.
    Eher Nein, denn Hobbyastronomen sind normalerweise keine Hobby-Astrometriker. Bei den Amateuren geht es in den Details eher um die relativen Sternpositionen. Die Ausrichtung der Nordachse am Teleskop wird über Justierschrauben regelmäßig neu eingestellt.

    EDIT: @JHafner: Für grobe Abschätzungen wäre es hilfreich, den Abstand des Beobachtungsstandortes (Wohnzimmer o.ä.) zum Bergkamm und auch dessen Höhe über Normalnull zu kennen, d.h. also die ungefähre Länge der Luftlinie Standort - Bergkamm.
    Geändert von Bernhard (21.12.2015 um 19:07 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Für grobe Abschätzungen wäre es hilfreich, den Abstand des Beobachtungsstandortes (Wohnzimmer o.ä.) zum Bergkamm und auch dessen Höhe über Normalnull zu kennen, d.h. also die ungefähre Länge der Luftlinie Standort - Bergkamm.
    Hallo Bernhard,

    ja und die Höhe des Hauses über Normalnull. Aber all dies stelle ich mir schwierig vor. Evtl. ist die "Höhe" des Hauses ja dokumentiert oder über Google Earth ungefähr zu ermitteln, die Höhe des in Frage kommenden Ausschnitts des Berkamms oder Bergrückens zu ermitteln, ist sicher ungleich aufwendiger. Die sicher dokumentierte Höhe der umgebenden Bergspitzen ist dabei ja recht nutzlos, grenz nur ein minimum/Maximum ein.

    Man könnte aber auch hier Google Earth als 3D-Simulation zu Rate ziehen, wenn man die Himmelsrichtung der Sonnestrahlen bis zum Haus, bzw. vom Haus weg Richtung Sonne "abtastet", also die Höhenangaben untersucht und die Höchste festhält.

    Nur ist das sicher auch gut gerundet bei Google Earth und nicht immer so detailliert. Edit: Weiß gar nicht mehr, ob die Angaben überhaupt dort zu finden sind.


    + Einen hab ich noch:
    Ein Bergrutsch. Vielleicht ist mal etwas abgebröckelt, genau passend zum Winkel...


    Gruß,
    Dgoe
    Geändert von Dgoe (21.12.2015 um 19:53 Uhr)

  4. #14
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    Alternativ könnte man auch geographische Karten der Umgebung konsultieren; gibts vielleicht auch online free.

    Außerdem recherchieren wo Bergrutsche, Rodungen waren, und die Schneehöhe der letzten Jahre...

  5. #15
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    Hallo RPE,

    Zitat Zitat von RPE Beitrag anzeigen
    Kann das sein?
    ich war mit meinen 7000 m am falschen Hügelkamm, viel zu weit weg!

    Deine 1950 m kann ich grob aus den Daten von Google Earth nachvollziehen, bis auf Deine 40 cm?

    tan(0,1Grad) = 0,00174
    0,00174*1950m=3,4m

    Rechne ich hier mit dem sicher realistischeren Abstand von 1950 m weiter, dann komme ich bei 9 Bogensekunden auf eine Schattenwanderung von 8,5 cm, also auch nicht besser als vorher.

    @JHafner: Eine Änderung der Achsneigung, die zu einer Schattenwanderung um mehrere Meter auf Deiner Hauswand führen würde, würde auf keinen Fall unbemerkt bleiben.
    Siehe auch: https://de.wikipedia.org/wiki/Erdachse

    Es gibt auf der Erde laufend Ereignisse, die die Lage der Erdachse beeinflussen (siehe z.B. http://www.focus.de/wissen/natur/geo...id_488625.html )
    Aber die in diesem Artikel genannten 8 cm entsprechen bei einem Erdradius von ca. 6350 km, nur 2,6 Millibogensekunden. Selbst die könnte man zumindest mit den großen Teleskopen noch schnell nachweisen, wenn die sonstigen Störungen nicht noch viel größer wären. Auch das Abschmelzen des Grönlandeises wird seinen ‚Einfluß‘ geltend machen, aber eben auch nicht in den für Deine Beobachtung nötigen Größenordnungen.

    Herzliche Grüße

    MAC

  6. #16
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Es gibt auf der Erde laufend Ereignisse, die die Lage der Erdachse beeinflussen (siehe z.B. http://www.focus.de/wissen/natur/geo...id_488625.html )
    Hallo Mac,

    wenn ich mich richtig erinnere, dann hatte auch das Seebeben vor Japans Küste (das mit dem vernichtenden Tsunami) die Erdachse um 2 m verschoben.

    Aber das kann ja alles nicht in Frage kommen, nur eine Änderung der punktuellen lokalen Oberflächenbeschaffenheit kommt in Frage.
    + Erdrutsche können auch Bäume mitreißen, dann kämen ruck zuck genug Meter zusammen, die es erklären könnten.

    Gruß,
    Dgoe

    P.S.: Sehe schon, ihr ward längst bei Google Earth, hehe, cool.
    Geändert von Dgoe (21.12.2015 um 20:56 Uhr) Grund: P.S. und RS

  7. #17
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    ... und
    man sollte nicht vergessen, daß in der Schweiz die Täler nach oben wachsen.
    Der Tuggnersee ist ja auch verlandet, früher fuhr dort ein Schiff zur Kirche.

    Grüße Senf
    (wird wohl ein Scherz sein, oder? man müßte einen Baugrundspezialisten fragen)
    Geändert von Herr Senf (21.12.2015 um 20:35 Uhr)

  8. #18
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    Zitat Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
    ... und
    man sollte nicht vergessen, daß in der Schweiz die Täler nach oben wachsen.
    ... und das, was unten ankommt, muss ja oben ab.

  9. #19
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Rechne ich hier mit dem sicher realistischeren Abstand von 1950 m weiter, dann komme ich bei 9 Bogensekunden auf eine Schattenwanderung von 8,5 cm, also auch nicht besser als vorher.
    Da bin ich dabei . Vergrößern könnte sich diese Distanz noch über einen geneigten Untergrund, aber da wären wir dann auch sofort wieder in schwer zu überprüfenden Details. Denkbar wäre auch noch ein Irrtum oder ein Mißverständnis bei JHafner. Sorry @JHafner, aber irgendwo muss man halt die Grenze ziehen. "Ufo-Sichtungen" gibt es schließlich auch immer wieder.

    @JHafner: Eine Änderung der Achsneigung, die zu einer Schattenwanderung um mehrere Meter auf Deiner Hauswand führen würde, würde auf keinen Fall unbemerkt bleiben.
    Die großen Observatorien würden es wohl merken und müssten ihre Teleskope dann neu einnorden.
    Freundliche Grüße, B.

  10. #20
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Die großen Observatorien würden es wohl merken und müssten ihre Teleskope dann neu einnorden.
    Hallo zusammen,

    ich denke, eine Verlagerung der Erdachse hätte auch Auswirkungen auf die Beobachtbarkeit der Sonne am Martinsloch bei Elm in der Schweiz.


    Freundliche Grüsse, Ralf


    P.S. Ich habe mein Postfach wieder etwas aufgeräumt

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