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Thema: Modell betreffend kleinste Raumzeiteinheiten und möglichen Implikationen

  1. #1
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    Standard Modell betreffend kleinste Raumzeiteinheiten und möglichen Implikationen

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    In einam anderen Blog wird die These aufgestellt, dass dunkle Materie eine Art Raum ist. Der Verfasser (Dr. Infinity) führt nicht aus, wie solche dunkle Materie Raumeinheiten aufgebaut sein könnten. Seine Ausführungen ermutigen mich, meine Überlegungen u.a. dazu zur Diskussion zu stellen. Sorry für die etwas längere Ausführungen. Ich hoffe, jemand findet die Zeit diese zu lesen. Wenn's zu untechnisch ist und zuviele Annahmen hat - sorry - bin kein Physiker


    Einleitung

    Aus was besteht eigentlich die absolut leere Raumzeit? Oder mit anderen Worten „das absolute Vakuum“ – ist es nichts oder aus was besteht es?

    Experimente haben gezeigt, dass aus dem vollkommenen Vakuum auf einmal viel Energie entstehen kann – quasi aus dem Nichts - oder eher dem „Pseudo-Nichts“? Der Aufbau meines Modells startet mit der Frage, wie sich dieses Pseudo-Nichts aufbaut, bzw. welches die Grundbausteine der Raumzeit sind.

    In der Physik werden die kleinsten Längen- und Zeiteinheiten, als Plancklänge und Planckzeit bezeichnet. Hängen diese kleinsten Einheiten mit dem Grundaufbau der Raumzeit zusammen? Wie könnten diese kleinsten Einheiten ausschauen?



    Wie könnte man die kleinsten Einheiten von Raum und Zeit bildlich darstellen?

    Da ich mit diesem Papier ein Modell erstellen und nicht einen physikalischen Beweis erbringen will, werde ich mehrere Annahmen treffen (die dann zusammen hoffentlich ein einigermassen konsistentes Modell ergeben).

    Die erste Annahme ist, dass die Grundbausteine der kleinsten Raumzeit-Einheit die beiden Folgenden sind:

    a) eine Energieeinheit; und

    b) ein virtuelles Teilchen („potenzielles Raumteilchen“), welches eine Energieeinheit binden kann und durch seine Reaktion mit einer Energieeinheit eine Raumzeit-Einheit bildet.

    Wie könnte so eine Energieeinheit ausschauen? Möglicherweise wie ein Faden (in englisch: „string“):

    Was könnte passieren, wenn ein virtuelles Teilchen mit einer Energieeinheit, bzw. mit einem Energiefaden reagiert?

    Der Energiefaden könnte allenfalls in der Weise reagieren, dass das virtuelle Teilchen die Energie aufnimmt und beginnt in einer Kreisbewegung zu rotieren (wohl mit Lichtgeschwindigkeit), wobei der Kreisradius von der Länge des Energiefadens abhängt.

    Bildlich würde es ähnlich ausschauen wie das Wartezeichen bei einem Computer.


    Die Zeit, welche das virtuelle Teilchen (bzw. potenzielle Raumteilchen) für eine Kreisumrundung braucht, wäre sodann die kürzest mögliche Zeiteinheit („Zeitquant“ – bzw. Planckzeit). Jede Kreisbewegung könnte wie ein „Herzschlag“ verstanden werden. Da es sich um eine Bewegung innerhalb eines Kreises handelt, könnte man die Zeit als Funktion zwischen der „inneren Geschwindigkeit [innerhalb des Kreises]“ und dem Kreisradius verstehen.

    Möglicherweise gibt es eine unbeschränkte Anzahl von virtuellen Teilchen, jedoch nur eine beschränkte Anzahl von Energiefäden. Wenn ein Energiefaden allerdings auf ein virtuelles Teilchen trifft, so beginnt dieses zu rotieren und bildet mit dem Energiefaden eine Raumzeiteinheit („Raumzeitquant“). Mit jedem Raumzeitquant wächst die Raumzeit somit um eine Einheit an, wobei alle Raumzeitquants zusammen die Raumzeit ergeben – oder alternativ formuliert: den „energiegeladenen Raum“. Somit könnten die virtuellen Teilchen zusammen als potenzieller Raum oder energieleerer Raum verstanden werden.

    Der Frage, wie diese Raumzeitquants genau angeordnet sind, ist eine interessante – wohl eine Frage für die String-Theoretiker.


    Wie könnten wir dunkle Materie in diesem Konzept verstehen?

    Kurz nach dem Urknall gab es lokal einen extremen Überhang von Energiefäden gegenüber virtuellen Teilchen und der “Überdruck” war möglicherweise so gross, dass Energiefäden “fusionierten” und gemeinsam mit einem virtuellen Teilchen reagierten. Diese Energiefäden waren somit länger und bildeten grössere Kreise, bzw. grössere Raumzeitquants („grosses Raumzeitquant“). Eine Umkreisung innerhalb eines grossen Raumzeitquants bei Lichtgeschwindigkeit dauert somit länger als bei einem normalen Raumzeitquant („kleines Raumzeitquant“).


    Wenn es in der Tat solche grosse Raumzeitquants gibt, dann wäre das, was Wissenschaftler als “dunkle Materie“ bezeichnen.

    Durch diese Fusion von Energiefäden könnte allenfalls auch das kurz nach dem Urknall aufgetretene Phänomen der Inflation erklärt werden. Solange der Überdruck anhielt und sich sich nicht kleine sondern grosse Raumzeitquants bildeten, wuchs die Raumzeit überproportional schnell an. Erst als dieser Überdruck dann geringer wurde, war es möglich, dass ein einziger Energiefaden mit einem virtuellen Teilchen reagierte und sich kleine Raumzeitquants zu bilden begannen. Ab einer gewissen Zeit bildeten sich dann nur noch kleine Raumzeitquants und deren Anteil nimmt nun ständig zu. In diesem Bereich ist m.E. auch die dunkle Energie zu suchen. Dazu mehr weiter unten.


    Wenn diese Annahme korrekt sind, wie konnte dann normale Materie entstehen?

    Möglicherweise sind grosse Raumzeitquants durch ihren grösseren Kreisradius nicht ganz so konsistent wie kleine Raumzeitquants. Dies kann allenfalls dazu führen, dass es unter gewissen Umständen verformt werden kann.

    Durch diese Dehnung (wie durch Zug an einem Gummiband), wird der Umfang des Quants grösser und die Distanz für das virtuelle Teilchen für eine Umrundung länger, und der Herzschlag (bzw. die Frequenz) somit langsamer.


    Wie können grössere Massen entstehen?

    Da die Quants nicht mehr rund sind ,sondern elyptisch, kann es sein, dass die Quants durch ihre innere Bewegung beginnen zu „eiern“ und damit auf andere „eiernde“ grosse Raumzeitquants aufschlagen und sich dann miteinander verketten. Durch diese Verkettung wird die Dehnung („Stretch“) addiert. Diese Verkettung könnte allenfalls das sein, was als „Higgs-Teilchen“ bezeichnet wird.

    Sind diese Annahmen korrekt, so werden wir auf der Erde niemals Dunkle Materie-Teilchen finden – weil unsere Materie aus verzerrten Dunkle Materie-Raumzeiteinheiten besteht und somit selber ein Teil der Dunklen Materie ist, und sie nur aus ihr entstehen kann.

    Solche verkettete Raumzeitquants können an den Kettenpunkten weitere Energiefäden aufnehmen. Dadurch lässt sich erklären, weshalb ein Körper schwerer wird, wenn er Energie aufnimmt).


    Wie kann man bildlich darstellen, dass die Zeit langsamer vergeht, wenn sich etwas bewegt?

    Beginnen wir mit einem Raumzeitquant. Wenn es sich im Raum nicht bewegt, so befindet sich die gesamte Geschwindigkeit innerhalb des Raumzeitquants und das virtuelle Teilchen rotiert darin (wohl) mit Lichtgeschwindigkeit – auf jeden Fall mit der höchstmöglichen Rotationsgeschwindigkeit.

    Wenn sich ein Raumzeitquant beginnt im Raum zu bewegen, so kann dies so verstanden werden, dass sich ein Teil der inneren Geschwindigkeit nach aussen begibt. Je mehr Geschwindigkeit von innen nach aussen geht, desto schneller bewegt sich das Raumzeitquant im Raum (bzw. desto grösser ist die äussere Geschwindigkeit), aber auch desto langsamer rotiert das virtuelle Teilchen folglich innerhalb des Raumzeitquants (bzw. desto geringer ist die innere Geschwindigkeit). Je langsamer die innere Geschwindigkeit, desto langsamer ist der Herzschlag und somit desto langsamer vergeht die Zeit. Externe Geschwindigkeit neutralisiert somit die innere Geschwindigkeit. Dies bedeutet allerdings, dass nur eine endliche Geschwindigkeit nach aussen treten kann - maximal nämlich nur die gesamte innere Geschwindigkeit. Somit gibt es ein Maximum für die äussere Geschwindigkeit (Lichtgeschwindigkeit).


    Die Länge des Energiefadens (bzw. Teil des Energiequantums), der aus dem Kreis herausschaut, bestimmt die Geschwindigkeit, mit welcher sich das Raumzeitquant im Raum bewegt.

    Der Rest des Energiefadens bleibt im Raumzeitquant und aufgrund der geringeren Energie rotiert das virtuelle Teilchen entsprechend langsamer.

    Wenn ein kleines Raumzeitquant seine gesamte Energie nach aussen abgibt, so bewegt sich das Raumzeitquant mit Lichtgeschwindigkeit. Da die innere Geschwindigkeit dann aber null ist, gibt es keinen Herzschlag mehr, bzw. vergeht die Zeit nicht. Die Frage ist, ob es so einen Zustand geben kann, oder ob das Raumzeitquant in so einem Fall gar nicht mehr besteht (weil das virtuelle Teilchen ja nicht mehr rotiert) und die Einzelteile separat zu betrachten sind – ein Energiefaden (der keine innere Geschwindigkeit hat) sowie ein virtuelles Teilchen (das keine Energie hat zu rotieren und somit stationär ist).


    Einige Fragen zu den obigen Ausführungen:

    a) Wie bewegt sich Energie ohne ein virtuelles Teilchen?
    Energiefäden, die nicht mit einem virtuellen Teilchen verbunden sind, bilden keine Raumzeit. Sie haben somit keine innere, sondern nur eine äussere Geschwindigkeit und bewegen sich somit frei mit Lichtgeschwindigkeit in der Raumzeit.

    b) Welches ist theoretisch die maximale Ausdehung des Universums?
    Diese wäre erreicht, wenn jeder Energiefaden auf ein virtuelles Teilchen träfe. Das Universum wäre dann vollkommen statisch.

    c) Dunkle Energie – was ist das?
    Möglicherweise kann es verstanden werden als jene Energiefäden, die nach wie vor nach virtuellen Teilchen suchen. Mit wachsender Oberfläche werden immer mehr virtuelle Teilchen gebunden. Die kosmische Hintergrundstrahlung ist wohl der vorhandene (und abnehmende) Expansionsdruck.

    d) Sind Raumzeitquants dauerhaft?
    Wenn nicht, könnte das eine Erklärung dafür geben, dass das Universum irgdendwann wieder zu schrumpfen beginnt.

  2. #2
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    Hallo Bert,

    warum verfasst Du Beiträge mit verschiedenen Accounts ?


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #3
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    sorry - mein Name ist nicht Bert. Bin von Dr. Infinity verschieden und kenne ihn nicht.
    Vielleicht hätte ich auf seinen Blog antworten sollen, anstatt einen neuen zu eröffnen.

  4. #4
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    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    - sorry - bin kein Physiker
    Da hast Du doch einen Lösungsansatz skizziert: Grundlagen erarbeiten und immer weiter lernen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von Nathan5111 Beitrag anzeigen
    Grundlagen erarbeiten
    Yepp! Freizeitphilosophen hat's eh schon genug
    Man stelle sich vor, Newton hätte auch nur schwadroniert: "Verdammt! Der Apfel fällt nach unten. Das muss am Gras liegen."
    Geändert von FrankSpecht (03.04.2013 um 03:20 Uhr)
    cs, Frank
    frank-specht.de

  6. #6
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    Wenn ich die Grundlagen erarbeiten würde, bekäme ich dann Antworten auf die folgenden Fragen:

    1. wie ist der Raum bzw. die Raumzeit im Detail genau aufgebaut?

    Wenn ich es richtig verstehe, weiss man bis jetzt nur, dass die Raumzeit wohl granular aufgebaut ist, hat aber keine Ahnung über den Aufbau dieser Granulare (welche ich Raumzeitquant nenne).

    2. wie ist die dunkle Materie aufgebaut?

    Auch hier hat man meines Wissens keine Ahnung. Man spricht, dass es wohl nur leicht interagierende Teilchen seien. Andere sagen, dass man das wohl nicht der Fall sei. Die dunkle Materie sei in der Geometrie des Raumes selbst zu suchen. Bei letzterem habe ich angesetzt und versucht eine Erklärung für die entsprechende Veränderung der Geometrie des Raumes zu geben.

    3. was ist genau bei der Inflation passiert?

    Ich bin mir auch nicht sicher, ob ich hier eine plausible Erklärung bekäme. U.a. liest man, vielleicht könnten Inflatone dafür verantwortlich sein - auch so obskure Teilchen. Wenn ich auch mal sehr kritisch bin, dann habe ich bisher gar keine genaue Definition gefunden, was überhaupt ein Teilchen ist - und was nicht.

    Meine Überlegung, dass aufgrund des hohen Drucks kurz nach dem Urknall Fusionen von Energie-Strings stattgefunden haben, diese grössere Raumteilchen bildeten und somit die Raumzeit für eine bestimmte Zeit überproportional schnell wuchs, ist gegenüber den anderen Erklärungsversuchen auch nicht so viel unplausibler.


    Prüfpunkt:

    Ob an meinem Modell etwas dran ist lässt sich m.E. ziemlich leicht herausfinden. Wenn durch die Erschliessung neuer Raumzeit effektiv Energiestrings gebunden werden, so muss aufgrund des Energieerhaltungssatzes die freie Energie in der Raumzeit abnehmen. Allenfalls könnte das beobachtet werden.

  7. #7
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    Zu 1) kannst du z.B. die englischsprachige Wikipedia zur LQG lesen:
    http://en.wikipedia.org/wiki/Loop_qu...ty#An_overview
    + weitere verlinkte Wikipedia-Artikel

    Die LQG ist ein möglicher Kandidat zur Quantengravitation und bietet ein mögliches Bild zur mikroskopischen Struktur der Raumzeit. Sie ist aber keine bestätigte Theorie; andere Kandidaten existieren (z.B. Stringtheorie, Asymptotic Safety) und da ergeben sich teilweise völlig andere Schlussfolgerungen. Es handelt sich um Forschungsprogramme, die sicher noch ein (einige?) Jahrzehnte (!) benötigen werden.

    Zu 2) ist der Mainstream-Kandidat supersymmetrische DM, sog. WIMPs. Allerdings sind diese Teilchen (sowie die gesamte SUSY) noch nicht experimentell bestätigt.

    http://en.wikipedia.org/wiki/Supersymmetry
    http://en.wikipedia.org/wiki/Minimal...Standard_Model
    http://en.wikipedia.org/wiki/Dark_ma...ts_composition

    Zu 3) kannst du dich hier schlau machen
    http://en.wikipedia.org/wiki/Inflation_(cosmology)

    Dort findest du die Probleme, zu deren Lösung man die Inflation erdacht hat, Standardansätze, Alternativen, und ein Szenario das aus der o.g. LQG hervorgeht und ggf. eine natürliche Lösung für einige offene Fragen bieten könnte.
    Gruß
    Tom

    Niels Bohr brainwashed a whole generation of theorists into thinking that the job (interpreting quantum theory) was done 50 years ago.

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Wenn ich die Grundlagen erarbeiten würde, bekäme ich dann Antworten auf die folgenden Fragen:
    (...)
    Hallo Pfunz,

    da ich nicht weiss, wie Dein Kenntnisstand hierzu ist möchte ich etwas ausholen.

    Grundsätzlich beschäftigt man sich in der Physik mit Modellen und mit Experimenten, wobei streng genommen vor den Modellen auch noch die Annahmen stehen, also Axiome, Postulate, Definitionen u.ä.

    Diese Annahmen legt man fest, diese muss man streng genommen nicht begründen. Daraus leitet man sich dann eine Theorie ab, die durch ein Modell beschrieben wird, und diese Theorie wird dann mit Experimenten überprüft.

    Im Allgemeinen wird es vorkommen, dass mehrere Modelle konsistent zu den Ergebnissen der Experimente sind; dann werden solche Modelle bevorzugt, die zu möglichst vielen Experimente konsistent gehen, und eine Theorie etabliert sich, wenn sie von allen Experimente bestätigt wird.

    Oftmals ist das allerdings nicht möglich, dann muss man die Theorie auf Gültigkeitsbereiche einschränken; so beschreiben die Relativitätstheorien beispielsweise die makroskopische Welt sehr gut, liefern aber keine sinnvollen Ergebnisse in sehr kleinen Skalen, in denen die Quantenphysik gute Resultate liefert. Hier sucht man also nach einer vereinheitlichenden Theorie. Auch die Grundkräfte versucht man zu vereinheitlichen, ein prominentes Beispiel sind die GUTs (Grand Unified Theories), die die starke, die elektromagnetische und die schwache Wechselwirkung mit derselben Theorie zu beschreiben versuchen. Im Falle der Vereinheitlichung der elektromagnetischen und der schwachen Wechselwirkung ist dies bereits gelungen, das ist die elektroschwache Wechselwirkung, an den GUT’s arbeitet man schon seit Jahrzehnten und von der Hinzunahme der Gravitation ist man noch meilenweit entfernt.

    Wenn man zwei gleichwertige Theorien hat, dann bevorzugt man diejenige, die einfacher formuliert ist.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  9. #9
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    Standard

    Merci TomS und Ralf

    Die Von TomS angegebenen Seiten werde ich gerne lesen - zum Teil habe ich sie schon.

    Auch danke für die Punkte von Ralf. Ich habe nur versucht, einige Themenbereiche, bei denen man noch nicht wirklich zu einem Ergebnis gekommen ist, zusammenzubringen und Annahmen zu machen, auf welchen man allenfalls Lösungsansätze aufbauen könnte. Bisher hat noch kein Forumsteilnehmer geschrieben, meine Annahmen seinen falsch, widersprüchlich oder nicht mit bestehenden Theorien vereinbar. Ich wäre froh, wenn ihr diesbezüglich ein Feed Back geben könntet.

    Ich weiss, dass ich vielleicht mühsam bin. Danke für Eure Geduld und ich kann Ralf verstehen. Von Beruf bin ich Jurist. Da habe ich auch damit zu tun, dass unsere Gesetze oft von Leuten geschrieben werden, denen die juristischen Grundlagen fehlen. Am liebsten würden wir Technokraten deswegen gerne alle Gesetze selber machen und die lästige Bürde der Demokratie ablegen. Hie und da bringen die technisch ungebildeten Leute aber auch ganz gute Vorschläge und es kommen bessere Gesetze heraus, als wenn sie nur Technokraten ausgedacht und geschrieben hätten.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Einleitung

    Aus was besteht eigentlich die absolut leere Raumzeit? Oder mit anderen Worten „das absolute Vakuum“ – ist es nichts oder aus was besteht es?

    Experimente haben gezeigt, dass aus dem vollkommenen Vakuum auf einmal viel Energie entstehen kann – quasi aus dem Nichts - oder eher dem „Pseudo-Nichts“? Der Aufbau meines Modells startet mit der Frage, wie sich dieses Pseudo-Nichts aufbaut, bzw. welches die Grundbausteine der Raumzeit sind.
    Hallo Pfunz,

    lass mich das erst mal in den richtigen Zusammenhang stellen. Es sind nicht primär Experimente, sondern theoretische Überlegungen, konkret die Heisenberg'sche Unschärfe Relation für Zeit und Energie. Natürlich wurde diese als Folge damals unverstandener Experimente wie dem Doppelspaltversuch mit Elektronen hergeleitet.

    Diese Energie "verschwindet" aber dann auch weider genauso schnell, wie sie entstanden ist. Stichwort: spontane Paarerzeugung und spontane Paarvernichtung. Eine Ausnahme hierzu (die natürlich keine Ausnahme ist, sondern nur etws komplizierter funktioniert) ist die Hawkingstrahlung.

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    In der Physik werden die kleinsten Längen- und Zeiteinheiten, als Plancklänge und Planckzeit bezeichnet. Hängen diese kleinsten Einheiten mit dem Grundaufbau der Raumzeit zusammen? Wie könnten diese kleinsten Einheiten ausschauen?
    Diese hängen letztlich mit dem Wert des Planck'schen Wirkungsquantums h zusammen.

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Wie könnte man die kleinsten Einheiten von Raum und Zeit bildlich darstellen?

    Da ich mit diesem Papier ein Modell erstellen und nicht einen physikalischen Beweis erbringen will, werde ich mehrere Annahmen treffen (die dann zusammen hoffentlich ein einigermassen konsistentes Modell ergeben).

    Die erste Annahme ist, dass die Grundbausteine der kleinsten Raumzeit-Einheit die beiden Folgenden sind:

    a) eine Energieeinheit; und

    b) ein virtuelles Teilchen („potenzielles Raumteilchen“), welches eine Energieeinheit binden kann und durch seine Reaktion mit einer Energieeinheit eine Raumzeit-Einheit bildet.
    Nur eine Ergänzung: beachte bitte bei diesem Ansatz, dass dann irgendwie auch das Planck'sche Wirkumsquantum herauskommen sollte.

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Wie könnte so eine Energieeinheit ausschauen? Möglicherweise wie ein Faden (in englisch: „string“):

    Was könnte passieren, wenn ein virtuelles Teilchen mit einer Energieeinheit, bzw. mit einem Energiefaden reagiert?

    Der Energiefaden könnte allenfalls in der Weise reagieren, dass das virtuelle Teilchen die Energie aufnimmt und beginnt in einer Kreisbewegung zu rotieren (wohl mit Lichtgeschwindigkeit), wobei der Kreisradius von der Länge des Energiefadens abhängt.

    Bildlich würde es ähnlich ausschauen wie das Wartezeichen bei einem Computer.
    Vielleicht. Wieso meinst Du, dass es eine Kreisbewegung sein wird ? Das wird man vermutlich als zusätzliche Annahme postulieren müssen.

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Die Zeit, welche das virtuelle Teilchen (bzw. potenzielle Raumteilchen) für eine Kreisumrundung braucht, wäre sodann die kürzest mögliche Zeiteinheit („Zeitquant“ – bzw. Planckzeit). Jede Kreisbewegung könnte wie ein „Herzschlag“ verstanden werden. Da es sich um eine Bewegung innerhalb eines Kreises handelt, könnte man die Zeit als Funktion zwischen der „inneren Geschwindigkeit [innerhalb des Kreises]“ und dem Kreisradius verstehen.

    Möglicherweise gibt es eine unbeschränkte Anzahl von virtuellen Teilchen, jedoch nur eine beschränkte Anzahl von Energiefäden. Wenn ein Energiefaden allerdings auf ein virtuelles Teilchen trifft, so beginnt dieses zu rotieren und bildet mit dem Energiefaden eine Raumzeiteinheit („Raumzeitquant“). Mit jedem Raumzeitquant wächst die Raumzeit somit um eine Einheit an, wobei alle Raumzeitquants zusammen die Raumzeit ergeben – oder alternativ formuliert: den „energiegeladenen Raum“. Somit könnten die virtuellen Teilchen zusammen als potenzieller Raum oder energieleerer Raum verstanden werden.
    Es wird jetzt schon unübersichtlich und etwas kompliziert; ich will mich für den Moment deswegen primär auf formale Aspekte beschränken. Ein endliches Universum kann nicht so ohne weiteres unendlich viele Teilchen besitzen; hier musst Du also eine weitere Annahme postulieren.

    Wobei ich im Moment noch nicht sehe, wieso eine genügend grosse Zahl virtueller Teilchen nicht ausreichend sein sollte.

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Der Frage, wie diese Raumzeitquants genau angeordnet sind, ist eine interessante – wohl eine Frage für die String-Theoretiker.
    Hast Du bei dieser Fragestellung berücksichtigt, dass es auch eine Heissenberg'sche Unschärfe-Relation für den Ort und den Impuls gibt ? Diese muss bei der Frage der Anordnung angewendet werden.


    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Wie könnten wir dunkle Materie in diesem Konzept verstehen?

    Kurz nach dem Urknall gab es lokal einen extremen Überhang von Energiefäden gegenüber virtuellen Teilchen und der “Überdruck” war möglicherweise so gross, dass Energiefäden “fusionierten” und gemeinsam mit einem virtuellen Teilchen reagierten.
    Warum ? Dass sich so früh noch keine Teilchen bilden konnten ist konform zur Lehrmeinung, aber zur "Fusionierung" müsstest Du m.E. noch etwas weiter ausholen.

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Diese Energiefäden waren somit länger und bildeten grössere Kreise, bzw. grössere Raumzeitquants („grosses Raumzeitquant“). Eine Umkreisung innerhalb eines grossen Raumzeitquants bei Lichtgeschwindigkeit dauert somit länger als bei einem normalen Raumzeitquant („kleines Raumzeitquant“).
    Aha, die sollen sich gemäss dieser Idee also aneinandergehängt haben. Dann müsste es aber so früh nach dem Urknall irgendeinen "Andock-Meschanismus" gegeben haben. Beachte bitte auch hierbei wieder die 2.Heissenberg'sche Unschärferelation bezüglich Zeit und Energie.


    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Wenn es in der Tat solche grosse Raumzeitquants gibt, dann wäre das, was Wissenschaftler als “dunkle Materie“ bezeichnen.
    Warum ?

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Durch diese Fusion von Energiefäden könnte allenfalls auch das kurz nach dem Urknall aufgetretene Phänomen der Inflation erklärt werden. Solange der Überdruck anhielt und sich sich nicht kleine sondern grosse Raumzeitquants bildeten, wuchs die Raumzeit überproportional schnell an.
    Hier müsste noch eine Abschätzung getätigt werden, wie schnell "überproportional" ist. Während der Inflation wuchs das Universum extrem schnell an, also nicht nur mit so doppelter oder dreifacher Lichtgeschwindigkeit. Das war ein bei weitem höherer Faktor.

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Erst als dieser Überdruck dann geringer wurde, war es möglich, dass ein einziger Energiefaden mit einem virtuellen Teilchen reagierte und sich kleine Raumzeitquants zu bilden begannen.
    Wenn obige Baustellen gelöst sind würde ich diese Folgerung als vernünftig bezeichnen.

    Zitat Zitat von Pfunz Beitrag anzeigen
    Ab einer gewissen Zeit bildeten sich dann nur noch kleine Raumzeitquants und deren Anteil nimmt nun ständig zu. In diesem Bereich ist m.E. auch die dunkle Energie zu suchen. Dazu mehr weiter unten.
    Ich hatte hier eher die "Hoffnung", dass Du mit dieser Idee versuchen würdest, die Bildung der Baryonen, also der sichtbaren Materie zu erklären.

    Ich denke, das ist für den Moment mal genug, sonst wird auch mein Beitrag viel zu lang.


    Freundliche Grüsse, Ralf

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