Anzeige
Seite 7 von 9 ErsteErste ... 56789 LetzteLetzte
Ergebnis 61 bis 70 von 81

Thema: Irrtmer und Fakten zur Himmelscheibe von Nebra

  1. #61
    Monod ist offline Registriertes Mitglied
    Registriert seit
    20.03.2010
    Beiträge
    354

    Standard

    Anzeige
    @ one5one:

    Hab nach längeren Suchen die erwähnte Seite gefunden.
    Fein. Dann hat @catou ja endlich den gesuchten Ansprechpartner zwecks Ideenaustausch.

    Den Leiter vom archäologischen Museum in Halle/S. anschreiben, meinst Du doch nicht wirklich ernst?
    Doch, das meinte ich damals ganz ernst. Wenn maia's Thesen etwas wert sind, darf er auf Antwort hoffen.

    Die werden nicht gelesen, nicht überprüft und nie veröffentlicht!!!
    Nur, wenn sie durch das Qualitätssicherungsraster fallen. Anderenfalls besteht eine Chance auf Veröffentlichung - mindestens aber auf Kenntnisnahme und Erörterung z.B. via E-mail-Korrespondenz. Aus Ihrem generellen Verdikt schließe ich, dass Sie bereits einschlägige Erfahrungen gesammelt haben. Liege ich mit meiner Vermutung richtig?

    Wenn an dieser Astronomie-Hypothese doch was dran sein sollte, wärs für so ein Forum hier aber echt peinlich.
    Warum? Weil mal wieder ein Genie verkannt wurde? - Geschenkt.

    Tauche dann mal wieder in die unendlichen Weiten des Universums ab und geh mit meiner Astronomieclique die restlichen Maia-Thesen mal durch.
    Ja, und viel Spaß noch dabei!
    Das Universum trug weder das Leben, noch trug die Biosphäre den Menschen in sich. Wenn er diese Botschaft in ihrer vollen Bedeutung aufnimmt, dann muss der Mensch endlich aus seinem tausendjährigen Traum erwachen und seine totale Verlassenheit, seine radikale Fremdheit erkennen. Nicht nur sein Los, auch seine Pflicht steht nirgendwo geschrieben. Es ist an ihm, zwischen dem Reich und der Finsternis zu wählen.

    Jacques Monod - Zufall und Notwendigkeit

  2. #62
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.626

    Standard

    Hallo one5one,

    willkommen im Forum.

    Zitat Zitat von one5one Beitrag anzeigen
    Hallo Ihr Astronomieexperten
    da fühle ich mich nicht direkt angesprochen.



    Zitat Zitat von one5one Beitrag anzeigen
    @Mac

    Mac meinte wohl mit der Feinkorrektur das Einfügen von Schaltsekunden?
    ja auch, hier allerdings nur auf die Tageslänge bezogen, insgesamt aber eher das: http://de.wikipedia.org/wiki/Jahr und das: http://de.wikipedia.org/wiki/Tropisches_Jahr und darüber hinaus in diesem Falle ganz besonders: 'Never touch a running System' besonders durch Verschlimmbesserungen.

    Zu Teilen des Restes später mehr.

    Herzliche Grüße

    MAC

  3. #63
    Registriert seit
    11.03.2006
    Beiträge
    6.626

    Standard

    Hallo one5one

    Zitat Zitat von one5one Beitrag anzeigen
    Den Leiter vom archäologischen Museum in Halle/S. anschreiben, meinst Du doch nicht wirklich ernst?
    das hatte ich, in diesem speziellen Fall, wie Du vielleicht erkennen kannst, auch nicht ernst genommen, aber generell hinterläßt das:
    Zitat Zitat von one5one Beitrag anzeigen
    An alle (auch Catou) die irgendne eigene Hypothese/Theorie an Institute, Verlage oder andere Einrichtungen verschicken wollen: Die werden nicht gelesen, nicht überprüft und nie veröffentlicht!!! Die Mitarbeiter/innen der Einrichtungen sind mit anderen Aufgaben gut eingedeckt. Daher eure Theorien ins Internet setzen und abwarten und Tee drinken oder sich wichtigeren Lebensaufgaben zuwenden.
    möglicherweise einen falschen Eindruck.

    Herr Schneider
    http://www.asro.uni-bonn.de/~peter/
    ebenso wie Frau Kharchenko http://ads.harvard.edu/cgi-bin/searc...=Kharchenko,+N

    haben mir auf meine damalige Frage sehr schnell und sehr freundlich geantwortet - auch wenn ich erst durch UMa's Erklärung meinen damaligen blinden Fleck erkannt und anschließend erst die Antworten verstanden habe.

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #64
    Registriert seit
    01.05.2011
    Ort
    79189 Bad Krozingen
    Beiträge
    34

    Standard

    Hallo one5one,
    auf Dein Eingangszitat eingehend möchte ich bemerken, dass weder meine Oriontheorie zerpflückt ist, noch dass sich meine archäologischen wie astronomischen Aussagen im Kern widerlegt wurden.
    Wenn die Kommentatoren meine im Text angegebenen Quellen nicht lesen ist das nicht mein Problem. Sisssy hat als einzige Kommentarin aus astronomischer Sicht meinen Aussagen dahingehend widersprochen, dass ich einsehen musste, dass das Datum das Prof. Schlosser für die letzte Sichtbarkeit der Plejaden angegeben hat, ich in der Annahme übernommen habe, dass Orion in Höhe von Bukarest das auf dem ca. 45. Breitengrad von hier aus gesehen werden konnte.
    Wenn ich für den gleichen Ort meine Datumsangabe dahingehend korregiere: " Die Sternenscheibe wurde aus "kosmischer Sicht" (Übertragung der Sternpositionen) an dem Ort und dem Datum angefertigt, wo der bronzezeitliche Beobachter das gesehene auf die Scheibe übertragen konnte. Ein bestimmtes Datum ist dabei nicht zu nennen, da die Konstellationen über einen längeren Zeitraum vor ihrem "heliakischen Untergang" beobachtet werden können. In Höhe von Nebra wäre der Zeitpunkt das auf dem ca.52 Breitengrad liegt, wäre der Anblick etwas früher anzusetzen wie in Höhe von Bukarest das auf dem ca. 45. Breitengrad liegt.
    Aus handwerklicher Sicht müssen zur Zeit ihrer Herstellung alle Bearbeitungstechniken die zur Anfertigung der Scheibe selbst, und für das aufbringen der "nachtastronomischen" Goldapplikationen (erste Phase)die entsprechenden Techniken bekannt sein.
    Zur Zeit ihrer Anfertigung um 1.750-1700 v. Chr. waren diese handwerklichen Voraussetzungen in Mitteldeutschland nicht vorhanden. Das lässt nur einen Schluss zu, dass die Scheibe als "halbfertigprodukt" nach Nebra eingeführt worden ist. (Vor und Frühgeschichte II: Bronzezeit,de)
    Erst nach ihrem eintreffen, wurde die Scheibe durch das aufbringen der Randscheiben in Ihrer Funktion bis zu diesem Zeitpunkt unbekannten Funktion geändert.
    An Stelle der nachtastronomischen Auslegung (erste Phase) wurde die Scheibe nach ihrem Eintreffen in Nebra "tagesastronomisch" genutzt (zweite Phase). Mittels der Randscheiben wurde der Zeitpunkte der Sonnwendzeiten und wichtige Daten für die bäuerliche Tätigkeiten festgelegt. (Bauernkalender)
    Um diese Positionen mittels der Randscheiben einzustellen war es nicht unbedingt dass die Sonne beobachtet werden konnte. Der Brocken herausgehobener Berg im Harz, von Mittelberg bei Nebra sichtbar, war als Untergangsort der Sonne zur Sommersonnwende bekannt. Zur Justierung der Randstreifen bei jedem Wetter, an dem dieser Berg beobachtet werden konnte, konnte auch ohne Sonne der Ort an dem die Sonne zur Wintersonnenwende untergeht zu bestimmen.
    Auf dem Mittelberg bei Nebra war die Position der Wintersonnwende schon lange vor einführen der Scheibe bereits bekannt und wurde, wie für diese Zeitstellung üblich durch peilen über Pfosten markiert.
    Vor Ort in Nebra wurde anhand des Abstandes dieser zwei Punkte, die Länge der Randbögen festgelegt, und nach ihrer Herstellung auf der Scheibe befestigt.
    Der Vorteil :
    Die Jahreszeitliche festlegungen wurden nicht mehr nur durch "statisches Beobachten auf dem Berg" sondern als bewegliches Instrument im Bereich um Nebra als "ortsungebundener Bauernkaländer" zum bestimmen der wichtigen bäuerliche Daten eingesetzt.
    Das ist mein "erstes Resultat der Diskusion um die Fakten der Himmelscheibe" In einer weiteren Antwort werde ich nochmal genauer auf die Positionierung der Sterne auf der Himmelscheibe eingehen. Sie beschreibt die 1. Phase ihrer Herstellung am Ort ihrer Herstellung in Höhedes 45. Breitengrades zur Bronzezeit in Höhe von Bukarest.
    Bis dahin
    MfG Catou

  5. #65
    Registriert seit
    04.06.2011
    Beiträge
    5

    Standard

    @ monod

    Deine Vermutung ist schon ganz richtig. Ich komme durch meine Arbeit öfters an Originaltexte von allen möglichen Theorien. Hab auch schon eine Himmelsscheibentheorie in die Hände bekommen. Um bei der Himmelsscheibe zu bleiben:
    Zeitschriften decken viele Themenbereiche ab und Wissenschaft ist eben nur ein Bereich. Journalisten/Redakteure sind nicht Universalgelehrte und fühlen sich auch nicht dazu berufen, irgend'ne komplizierte Theorien zu überprüfen und das muten sie auch ihren Lesern nicht zu. Bei wissenschaftlichen Themen hält man sich doch lieber an anerkannte Experten und Wissenschaftsjournalisten.

    In der Archäologie gibt es noch etwas sehr Spezielles. Über eine Ausgrabung schreibt und veröffentlicht nur der Ausgrabungsleiter und niemand Anderes. Über ein Artefakt schreiben und veröffentlichen nur Mitarbeiter des Instituts, in dessen Fundus es sich befindet und autorisierte Experten anderer Fachgebiete.

    Ich hab schon über vierzig, mehr oder weniger eigenständige Himmelsscheibentheorien im Netz gefunden und einige auch von renomierten Wissenschaftlern anderer Institute ( bsw. Burkard Steinrücken - Forschungsprojekt Vorzeitliche Astronomie - Die “Dynamische Interpretation” der Himmelsscheibe von Nebra oder Dr. Norbert Gasch - Eine vollständige astronomische Interpretation der Himmelsscheibe ). Von denen nehme ich doch mal an, dass sie wissen, wie wissenschaftlich korrekt gearbeitet wird und dass sie Experten auf ihrem Fachgebiet sind. Wenn die es noch schaffen ihre Theorie (wahrscheinlich durch ihren Titel und Namen) in einem Fachblatt zu veröffentlichen, so aber nicht in einem populärwissenschaftlichen Werk, welches von neugierigen Laien als Wissensquelle genutzt wird.

    Durch die Fülle an Werken, die in Fachjournalen eingehen, ist eine Vorauswahl dringend notwendig (meist Titel, bekannte Namen und Empfehlungen). Würde man alles abdrucken, würden Quartalshefte schnell Romanstärken erreichen. Wer soll denn das dann noch lesen oder abbonieren?
    Mal ganz ehrlich, wie stehen da die Chancen unbekannter Amateurarchäologen oder Amateurastronomen?

    Möglicherweise antworten Institutsleiter hin und wieder sogar persönlich per e-mail. Ist aber nicht wirklich empfehlenswert, denn einige Autoren von Theorien schreiben dann sinngemäß: "Besonderen Dank gilt dem Prof. .... für die anerkennenden Worte zur Theorie, die mich darin bestärken ...." Welcher Institutsleiter möchte schon im gleichen Atemzug mit einer unbekannten Theorie genannt werden?

    Auch für Wissenschaftsjournalisten gilt: Die Hand, die einen füttert, die beisst man nicht. Würde man über eine MainstreamTheorie schreiben und dazu auch Gegentheorien erwähnen, bekommt man vom zuständigen Institutsleiter garantiert keine Interviews und neue Informationen mehr. Sowas würde sich auf jeden Fall herumsprechen. Die Folge: Nie wieder Interviews! Dann sollte man ernsthaft einen Jobwechsel erwägen. Auch wenn immer gern die Wissensvermittlung hervorgekehrt wird, alle unterliegen wirtschaftlichen Zwängen.

    Ach ja und dann noch das Thema Finanzen. Einige glauben Geld mit ihren Theorien machen zu können. Es gibt sogar welche, die im Selbstverlag ihre Werke veröffentlichen. Von einigen würde ich vielleicht sogar ein Exemplar der Erstauflage für etwa 50 Cent kaufen, als zukünftige Wertanlage. Ob das allerdings die Druckkosten einspielt wage ich zu bezweifeln.
    Vielleicht habt auch Ihr populärwissenschaftliche Bücher in denen viele Wissenschaftler in Kurzbeiträgen zu Wort kommen. Wenn so ein Buch wirtschaftlich ein Erfolg ist, bekommen diese Autoren nur "kleine Brotgrumen" ab. Das grosse Geschäft macht der Verleger. Wenn auch noch rein zufällig der Verleger ein Autor einer Mainstreamtheorie ist, malt euch mal eure realistischen Chancen aus, dass gerade eure Theorie (und wenn sie noch so gut und nachvollziehbar ist) je veröffentlicht wird.

    Auf jeden Fall bleib ich dabei: Eure (Himmelsscheiben)Theorien ins Internet setzen und abwarten und Tee drinken oder sich wichtigeren Lebensaufgaben zuwenden.

    Im Netz tummeln sich die Leser, die sich nicht nur mit Mainstreamtheorien abspeisen lassen. Natürlch finden sie dort auch viele Schrott-Theorien. Sie müssen sich schon die Mühe machen die Theorien selbst zu überprüfen und zu bewerten.


    @ MAC

    Ich seh, dass Du die Wiki-Seiten verlinkt hast, in denen steht, was ich bereits beschrieben hab. Könnt ich Dir jetzt noch ein "Ja" entlocken, zu der Aussage: Unsere greg. Kalenderzählweise ist pro Jahr im Durchschnitt um über 6 (sechs) Sekunden ungenauer als die von Maia beschriebene NebraKalenderzählweise !!!


    @ catou

    Vielleicht schaffst Du es ja Archäologen von deinen archäologischen Hypothesen zu überzeugen. Mir ist aber unklar, wie Du's schaffen willst hier jemanden von deinen astronomischen Hypothesen zu überzeugen. Bin Deine Website durchgegangen. Du hast bis heute noch kein Bild vom Orion auf der Himmelsscheibe frei zugänglich ins Netz gestellt. Man hat Dir doch hier bereits erklärt, woher Du frei zugängliche Fotos herbekommst. Du könntest aber auch eine genaue Zeichnung dazu anfertigen. Wenn Dir das zu aufwendig ist, nutze doch eine verlinkte Zeichnung aus der Maia-Theorie. Die scheinen genau zu sein.
    Bis dahin können wir uns nur an das von Sissy verlinkte Foto halten, welchem Du ja nicht widersprochen hast. Ich sehe dort nur drei Orion-Sterne, die auf Himmelsscheibenpunkte passen. Je nach Quelle besteht das Sternbild aus mehr als 18 erkennbaren und genutzten Sternen. Nicht nur der "Rigel" fehlt. Wo sind die Arme und der Bogen, der den Orion schliesslich erst zum Jäger macht? Welche Aufgabe haben eigentlich die vielen, von Dir nicht genutzten Himmelsscheibenpunkte? War der von Dir vermutete Kalender ein reiner Sternenkalender oder ein Sternen-Mond-Kalender oder
    nur ein Mondkalender? Wie lautet die Schaltregel?
    Eine wissenschaftliche Theorie sollte doch auch von anderen nachvollziehbar sein. Beim besten Willen ist das mit Deiner bisherigen astronomischen Argumentation überhaupt nicht möglich. Der "Kern" deiner Hypothese ist der vermutete Kalender. Ohne klarer astronomischer Ausage zu diesen Kalender und seiner Regel hast Du nicht einmal einen butterweichen Kern für deine Hypothese.


    MfG one5one



    P.S. Ihr findet auch einen Komentar von catou = S.Albrecht in Dr. Norbert Gasch - Eine vollständige astronomische Interpretation der Himmelsscheibe.

  6. #66
    Registriert seit
    01.05.2011
    Ort
    79189 Bad Krozingen
    Beiträge
    34

    Standard

    Hallo one5one und alleTeilnehmer an diesem Forum

    Eine wissenschaftliche Theorie muss nicht nachvollziehbar sein! Eine Theorie ist auch keine wissenschaftlich nachvollziehbare Erkenntnis.
    Als wissenschaftlich anerkannt gilt nur, wenn ein Beweis erbracht wird der jeglicher "unabhängigen Überprüfung" stand hält.
    Was an den gesamten Funktionszuweisungen und Theorien die von den Fachleuten und Laien bisher über die Himmelsscheibe formuliert worden ist, entsprechen nicht den zuvor genannten wissenschaftlichen Kriterien. Im besonderten gilt dies auch für die Kriterien, die Von Dr. Meller und Prof. Schlosser vorgegeben werden.
    Es werden wie bei Däniken, entschuldigt bitte wenn ich den Vergleich heranziehe, Hypothesen und denkbare Szenarien postuliert, um diese anschließend als erwiesene Tatsachen darzustellen. (Schaltregel, Bäuerlicher Kalender, sie wurde in Mitteldeutschland hergestellt, Die angewendeten Handwerkstechniken waren hier demnach bekannt, es müssen die Plejaden sein, sie kannten die Ekliptik, sie kannten den Himmelsäquator, und auch die Präzession, entsprechende positionellen vergleiche müssen mit Rektaszention und Deklination übereinstimmen und sie hatten auch große Kenntnisse in Geometrie.

    Es gibt über alle diese Aussagen, ausgenommen über die Überlieferungen einer Kalenderfunktion mittels der Sonne, keine überprüfbaren und belegbaren Nachweise, dass die damaligen Menschen das Wissen und die Fähigkeiten zur Herstellung der Scheibe notwendig waren, im Einflussgebiet des Fundortes beherrscht haben.
    Wegen dem fehlen schriftlicher Überlieferungen wird ein Nachweis was der bronzezeitliche Beobachter mit dem dargestellten bezwecken wollte sein geheimnis bleiben.
    Aus archäologischer Sicht ist lediglich der Ort einzugrenzen wo mit größter Wahrscheinlichkeit die Scheibe selbst angefertigt worden ist, und anhand des dargestellten einen Bezug mit dem tatsächlich gesehenen hergestellt werden kamn.
    Meine Ausführungen entsprechen dem Wesen nach nicht einer neu Theorie.
    Ich kann also auch beispielsweise auch nicht beantworten, warum beim Orion in der Darstellung der Arm fehlt, auch nicht warum Sirius nicht genau auf dem Platz ist wo er nach Computer positioniert sein müsste!
    In Kürze werde ich in meiner Webseite die derzeit überarbeite, auch eine Abbildung auf der, der für die "Bronzezeit" nach Sicht und Platzangebot generierten Himmelsanblick zu sehen ist.

  7. #67
    Registriert seit
    23.02.2010
    Ort
    Enns
    Beiträge
    159

    Standard

    Zitat Zitat von catou Beitrag anzeigen
    Eine wissenschaftliche Theorie muss nicht nachvollziehbar sein! Eine Theorie ist auch keine wissenschaftlich nachvollziehbare Erkenntnis.
    Als wissenschaftlich anerkannt gilt nur, wenn ein Beweis erbracht wird der jeglicher "unabhängigen Überprüfung" stand hält.
    In der Wissenschaft hat der Begriff Theorie eine andere Bedeutung als in der Umgangssprache.
    Zum Thema Theorie empfehle ich dir diesen Essay von Andreas Müller (auch als PDF).

    mfg - StarWolf
    „Naturwissenschaft ist der Glaube an die Unwissenheit der Experten.“
    Richard P. Feynman

  8. #68
    Registriert seit
    01.05.2011
    Ort
    79189 Bad Krozingen
    Beiträge
    34

    Standard

    Hallo Starwolf
    vielen Dank für deinen Hinweis. ich habe den Artikel gelesen und muss zugeben ihn im ersten Überblick nicht vollständig erfasst zu haben. Er ist in der Sprache abgefasst die für einen Laien als in seiner Gänze "schwere Kost" darstellt.
    Zum Inhalt:
    Zitat: Was bleiben sollte ist eine Mischung aus Aufgeschlossenheit und Toleranz für neue Theorien plus einem gesunden Kritikvermögen. "Nicht müde werden Fragen zu stellen"
    Ich möchte hinzufügen: "Nicht müde werden, auch "allgemein anerkannte" Theorien auf ihre Richtigkeit zu überprüfen und zu hinterfragen" !

    Verschiedene Kritiker meiner Aussagen ersetzen diese wichtigen Voraussetzungen durch "glauben es besser zu wissen".
    Im Besonderen dann, wenn sie "glauben zu wissen," was z.B. unsere bronzezeitlichen Vorfahren schon alles "gewusst und gemeint" haben.
    MfG catou
    Geändert von catou (14.06.2011 um 18:16 Uhr)

  9. #69
    Registriert seit
    01.05.2011
    Ort
    79189 Bad Krozingen
    Beiträge
    34

    Standard

    Hallo one5one,
    Ich bin dabei meine Webseite auch aufgrund der Diskussion hier im Forum, zu überarbeiten.
    Schau noch mal rein, dann wirst Du jetzt die entsprechende bildliche Darstellung finden.
    Eingeladen dazu sind auch die weiteren Diskusionsteilnehmer.
    Zu finden unter http://www.albrechts-archäologie.de Die Geschichte einer Bronzescheibe I
    Mfg catou

  10. #70
    Registriert seit
    04.06.2011
    Beiträge
    5

    Lächeln

    Anzeige
    Hallo catou

    Hab hier noch was Interessantes von Bynaus gefunden. Werd ich bestimmt noch ausdrucken und an die Pinnwand heften.

    Von Bynaus:

    "Wissenschaftliche Hypothesen (oder später: Theorien, wenn sie durch viele Experimente gefestigt und bestätigt wurden) sind zunächst einmal nur das: Hypothesen. Ideen, wie die Welt funktionieren könnte. Genauso, wie sie EvD auch aufstellt. Hypothesen, die mit den Beobachtungen verträglich sind, werden beibehalten, solche, die den Beobachtungen (oder den Experimenten) widersprechen, werden verworfen. Keine Hypothese wird jemals als "unumstösslich bewiesen" gelten, denn man weiss ja nie, welche Beobachtungen noch auftauchen könnten. Gewisse Dinge können natürlich als "offensichtlich wahr" gelten, weil sie selbst Beobachtungen sind, wie etwa die Kugelform der Erde oder der Umstand, dass die Erde um die Sonne kreist und nicht umgekehrt (früher konnten Menschen dies nicht direkt beobachten, sondern mussten indirekt auf diese Dinge schliessen). Die meisten mathematisch-physikalischen Hypothesen, die die Welt durch Formeln beschreiben, sind stets nur Annäherungen an die Wirklichkeit. Auch in der Geschichte (Historie), wo weniger mit Formeln, sondern eher mit "Narrativen" oder "Geschichten" gearbeitet wird, kann man sich der Realität immer nur annähern.

    Hypothesen, Formeln und Geschichten werden manchmal neuen Beobachtungen, Experimenten, Funden angepasst, manchmal ganz verworfen. Aber das Vorläufige, Ungewisse, wird der Wissenschaft immer erhalten bleiben. Das ist keine Schwäche, sondern eine Stärke: Wir wollen nur das als gesichert annehmen, was wir wirklich sicher wissen können. Die Hypothesen, Formeln und Geschichten, die zwischen den Beobachtungen, Experimenten und Funden "gewoben" werden, sind viel weniger wichtig als letztere. Es ist keine grosse Kunst, eine neue Hypothese, eine neue Formel, eine neue Geschichte zu entwerfen - die Kunst liegt darin, sagen zu können, ob dieses neue "Gespinst" zu allen relevanten Beobachtungen, Experimenten und Funden passt."


    @ catou

    Wie ich seh, schaffst Du's immer noch nicht auch nur eine einzige, von mir gestellte Frage zu deiner Orion-Hypothese zu beantworten. Stattdessen vergleichst Du die Hypothesen und Argumentationen von Fachleuten, wie Prof. Schlosser und auch von Laien mit denen von Herrn EvD.

    Ich möcht hier mal etwas weiter ausholen: In den meisten, von uns überprüften HS-Theorien zweifeln die Autoren die derzeitigen astronomischen "Mainstream"- Hypothesen/Theorien von Prof. Schlosser/R.Hansen an, liefern aber keine stichhaltigen Gegenargumente. Stattdessen stellen sie Hypothesen auf, dass die HS-Punkte konkrete Sternbilder (bsw. Orion, Lepus, Taurus, gr.Wagen) oder die hellsten Sterne der nördlichen Hemisphäre zeigen.
    Mit Sternenkarten haben wir die Beschreibungen und Bilder überprüft. Es liegen maximal 3 bis 4 Sterne auf HS-Punkten oder streifen sie noch ein wenig. Die restlichen Sterne ignoriert man einfach oder man argumentiert: Die Vorfahren nahmen es halt nicht so genau oder die restlichen Sterne hätten halt keine so grosse Bedeutung für unsere Vorfahren gehabt oder die Sterne, die dicht am Vollmond/Sichelmond standen, konnte man wegen der Helligkeit sowieso nicht sehen oder der Platz auf der Scheibe ist begrenzt und deshalb mussten einigen Sterne dichter zusammen gerückt werden.
    Wir dachten schon, dass es an dieser "Front" wohl nichts Neues mehr geben wird und dass es immer so weiter geht.

    Wie ich jetzt seh, hast Du eine Skizze vom Orion auf der Scheibe auf Deine Website gestellt. Ich hab auch eine Sternenkarte auf eine HS-Zeichnung gelegt. Gehen wir mal davon aus, Du willst möglichst gut sichtbare Sterne auf HS-Punkte setzen. Legen wir auf deinen Punkt 1 Betelgeuse und auf 2 Meissa, dann liegt Sirius auf Punkt 14 und CMA Omikron1 auf deinen Punkt 15. Der OriongürtelStern Alnilam streift den Zentralstern des HS-"Sternenhaufens" und auch zwei MonoceritisSterne streifen die Punkte 19 und 23. Das wars aber dann schon. Obwohl bei dieser Betrachtungsweise Sterne von sieben verschiedenen Sternbildern auf dem Sektor der Scheibe liegen, ist die Übereinstimmung mit HS-Punkten doch wohl sehr dürftig. Gerade bei dem einzigen Sternbild (Lepus), das komplett auf der Scheibe liegt, streift nicht einmal ein Stern einen HS-Punkt.
    Ausserdem ist Dir doch hoffentlich klar, dass es das Sternbild Monoceritis so in der Bronzezeit nicht gab. Dieses "neumoderne" Sternbild fügte Kepplers Schwiegersohn Jakob Bartsch erst 1624 in Sternenkarten ein.

    Catou warum bezweifelst Du eigentlich nicht, dass die Scheibe überhaupt den Himmel mit Gestirnen zeigt? Wären nur Kreise auf der Scheibe zu sehen, könnte man doch argumentieren, die Scheibe sei nur ein außergewöhnlich grosses Schmuckstück mit vielen grossen und kleinen Kreisen. Da aber eine Sichel abgebildet wurde, meint fast jeder, das kann nur, das muss der Mond sein. Selbst kleine Kinder zeichnen meist den Mond als Sichel (oft mit Gesicht). Plötzlich werden, nur wegen der Mondsichel, aus den vielen kleinen Punkten Sternenpunkte.
    Selbst jemand, der keine astronomische Kenntnisse hat und sich nur hin und wieder den Sternenhimmel ansieht, bemerkt irgendwann, dass einige Sterne sehr dicht beieinander stehen. Das erkannten selbst unsere antiken Vorfahren schon. Einer dieser Sternenhaufen war ihnen so wichtig, dass man ihm einen eigenen Namen (Plejaden) gab und dass auch sieben seiner Sterne eigene Namen (Asterope, Taygeta, Celaeno, Electra, Merope, Alcyone und als Zentralstern Maia) erhielten und in der antiken Mythologie auftauchen.
    Dass die sieben dicht beieinander stehenden HS-Punkte nicht nur irgendeinen Sternenhaufen, sondern das Siebengestirn der Plejaden darstellen könnten, ist sehr wohl nachvollziehbar.
    Wer solch eine Argumentation nicht nachvollziehen möchte (oder kann), der sollte doch konsequent sein und auch bezweifeln, dass nur diese eine Sichel den wechselhaften Mond zeigt und dass wegen der Sichel die HS-Punkte als Sterne interpretiert werden.

    Außerdem: Prof. Schlossers Hypothese (bäuerlicher Kalender) ist ab etwa 1700b.c. erstmals im Raum Nebra nutzbar. Das kann jeder mit PC-Astronomieprogrammen überprüfen. Die Memogramm-Piktogramm-Argumentation (das Einfügen von Schaltmonat bei 4 bis 5 Tage-alten Mond bei den Plejaden) ist auch ab etwa 1700b.c. möglich. Es kann so gewesen sein, möglicherweise aber auch ganz anders! Schliesslich basiert alles nur auf einer Memogramm-Piktogramm-Argumentation.
    Wer andere nachvollziehbare (vielleicht sogar genauere) Kalenderzählweisen und Memogramm-Piktogramm-Argumente präsentiert, der könnte die "Mainstream"- Hypothesen/Theorien von Prof. Schlosser/R.Hansen ins Wanken bringen oder sogar widerlegen. Catou kannst Du das?

    Catou Du findest im Netz sicher ein paar ähnlich gesinnte Autoren, wirst aber doch schnell feststellen: Ihr seit alle nur Einzelkämpfer. Dass Du Deine Hypothese hier ins Netz gestellt hast, hatte aber auch was Gutes. Durch Dich sind wir (meine Clique) auf die Maia-Theorie aufmerksam geworden. Dass wir auch GdM-Theorien wirklich überprüfen, wo's was zu überprüfen gibt und sie nicht einfach pauschal niedermachen, siehst Du daran, dass wir bei interessanten, nachvollziehbaren Argumentationen auch positive Worte finden. z.B. die Maia-Theorie: (siehe Link in Beitrag #60)

    Die ist echt Interessant. Sie hat eindeutige astronomische Thesen. Eine etwas ungewöhnliche Argumentation, dort wurden meist Rechen- und Beobachtungsbeispiele beschrieben und viele Beispielbilder ins Netz gestellt. Über die Form, wie eine wissenschaftliche Abhandlung aussehen sollte, würd ich mich hier nicht streiten. Letztendlich ist der Inhalt das Entscheidende. Ich bin nur schwer von was zu überzeugen. Dachte eigentlich die Rechenbeispiele kann ich leicht widerlegen. Muss aber jetzt doch zugeben: Alle Rechenbeispiele stimmen und selbst die beschriebenen Linien laufen alle genau durch die HS-Punkte. Die Memogramm-Piktogramm-Argumentation der Maia-Theorie find ich sogar interessanter und nachvollziehbarer als die von Prof. Schlosser/R.Hansen.
    Wer das alles als Zufall abtun möchte, kann das natürlich machen, sollte aber bitte schön die Theorie auch überprüfen.

    Mir fallen hier zur Maia-Theorie noch ein paar sinngemässe Worte von Harald L. ein, die ganz gut passen: "Wenn diese Theorie falsch sein sollte, so wäre sie vedammt gut falsch!"


    MfG one5one
    Geändert von one5one (19.06.2011 um 15:27 Uhr) Grund: fehlender Buchstabe

Ähnliche Themen

  1. Steinzeitliches Wissen der Himmelsscheibe von Nebra
    Von maia01 im Forum Gegen den Mainstream
    Antworten: 25
    Letzter Beitrag: 06.05.2011, 20:44
  2. Himmelsscheibe von Nebra
    Von Analogika im Forum Astronomie allgemein
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 07.05.2005, 12:52

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •  
astronews.com 
Nachrichten Forschung | Raumfahrt | Sonnensystem | Teleskope | Amateurastronomie
Übersicht | Alle Schlagzeilen des Monats | Missionen | Archiv
Weitere Angebote Frag astronews.com | Forum | Bild des Tages | Newsletter
Kalender Sternenhimmel | Startrampe | Fernsehsendungen | Veranstaltungen
Nachschlagen AstroGlossar | AstroLinks
Info RSS-Feeds | Soziale Netzwerke | Flattr & freiwilliges Bezahlen | Werbung | Kontakt | Suche
Impressum | Nutzungsbedingungen | Datenschutzerklärung
Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten.  W3C