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Thema: James Webb Telescope im L2 Punkt

  1. #1
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    Standard James Webb Telescope im L2 Punkt

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    Hallo,

    Offenbar ist der L2 Punkt im Schatten der Erde; bekommt dann das Teleskop genuegend Energie ueber Solarmodule, oder ist die Energieversorgung anders geloest?

  2. #2
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    http://www.astronews.com/news/artike...0209-008.shtml

    Siehe Link im Artikel zur Namensgebung (siehe oben):
    Der Nachfolger von Hubble soll im Jahr 2010 starten und nach drei Monaten Reise seinen Orbit im so genannten zweiten Lagrange-Punkt in 1,5 Millionen Kilometer Entfernung erreichen. Das Teleskop befindet sich hier an einem besonderen Punkt, an dem sich die Anziehungskraft von Sonne und Erde gerade ausgleicht. Der Vorteil dieser Position liegt darin, dass mit Hilfe eines Schildes auf nur einer Seite des Teleskops Strahlung von der Erde und von der Sonne abgeschirmt werden kann. Dadurch kann das Teleskop ohne größeren Aufwand auf sehr niedrigen Temperaturen gehalten werden.
    Ich vermute mal ins Blaue, dass der Schild, der auch auf den Zeichnungen zu erkennen ist, als Stromquelle genutzt wird. In einem Abstand von 1.5 Mill. km wird wohl ein Punkt gewählt, an dem die Sonde nicht im Erdschatten steht, sonst bräuchte man den Schild nicht. Leider habe ich bisher keine brauchbaren Informationen gefunden.

    Gruss,
    Miora

  3. #3
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    Der mittlere Abstand des Kernschattens beträgt 1.38 Millionen km, daher wäre der L2-Punkt knapp dahinter. Das ist mir in dieser Form selbst nicht so bewußt gewesen.

    Aber noch viel wichtiger ist das, was Stefan in seinem Bericht noch geschrieben hat:
    Nachteil der erdfernen Position ist allerdings, dass das Teleskop nicht zur Reparatur vom Space Shuttle besucht werden kann.
    Wenn da etwas schief geht, wie in der Anfangszeit des Hubble-Teleskops, dann war alles für die Katz. Auch keine Wartungsarbeiten, die die Missionsdauer verlängern könnten. Und außerdem wird es wohl selber dorthin fliegen müssen, anstatt "sanft" abgesetzt zu werden.

  4. #4
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    Standard

    Zitat Zitat von Emil
    Der mittlere Abstand des Kernschattens beträgt 1.38 Millionen km, daher wäre der L2-Punkt knapp dahinter. Das ist mir in dieser Form selbst nicht so bewußt gewesen.

    Aber noch viel wichtiger ist das, was Stefan in seinem Bericht noch geschrieben hat: Wenn da etwas schief geht, wie in der Anfangszeit des Hubble-Teleskops, dann war alles für die Katz. Auch keine Wartungsarbeiten, die die Missionsdauer verlängern könnten. Und außerdem wird es wohl selber dorthin fliegen müssen, anstatt "sanft" abgesetzt zu werden.
    Vielleicht kann der Nachfolger der Space Shuttle soweit fliegen ? Wobei das über dreifacher Mondabstand wäre .......... - wäre vielleicht ja eine gute Übung für die geplanten Mars-Flüge ? Immerhin waren es die Reparatureinsätze am HST, dank derer genügend Know-How vorhanden gewesen wäre, die Columbia-Besatzung zu evakuieren, wenn der Schaden an der Raumfähre damals richtig erkannt worden wäre.

    Wäre ... - man kann es ja nicht mehr rückgängig machen. Aber wenn eine Reparaturmission zum neuen Weltraumteleskop einen Beitrag leisten kann, das nötige Know-How für einen Notfalleinsatz auch in grösseren Entfernungen zu erwerben, dann wäre das in jedem Fall ein Gewinn !
    Geändert von ralfkannenberg (08.12.2005 um 14:17 Uhr)

  5. #5
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Vielleicht kann der Nachfolger der Space Shuttle soweit fliegen ? Wobei das über dreifacher Mondabstand wäre .......... - wäre vielleicht ja eine gute Übung für die geplanten Mars-Flüge ? Immerhin waren es die Reparatureinsätze am HST, dank derer genügend Know-How vorhanden gewesen wäre, die Columbia-Besatzung zu evakuieren, wenn der Schaden an der Raumfähre damals richtig erkannt worden wäre.

    Wäre ... - man kann es ja nicht mehr rückgängig machen. Aber wenn eine Reparaturmission zum neuen Weltraumteleskop einen Beitrag leisten kann, das nötige Know-How für einen Notfalleinsatz auch in grösseren Entfernungen zu erwerben, dann wäre das in jedem Fall ein Gewinn !
    Laut NASA (http://www.jwst.nasa.gov/FAQ.html, Frage 10) wird das JWST nicht mal darauf vorbereitet sein, dass Astronauten Reparaturen vornehmen koennten.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Flozifan
    Laut NASA (http://www.jwst.nasa.gov/FAQ.html, Frage 10) wird das JWST nicht mal darauf vorbereitet sein, dass Astronauten Reparaturen vornehmen koennten.
    Das erinnert mich an meinen ersten Arbeitgeber. Da wollte man die Qualitätskosten so in den Griff bekommen, dass man die Testabteilung aufgelöst hat und die Entwickler instruiert hat, keine Fehler zu machen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Das erinnert mich an meinen ersten Arbeitgeber. Da wollte man die Qualitätskosten so in den Griff bekommen, dass man die Testabteilung aufgelöst hat und die Entwickler instruiert hat, keine Fehler zu machen.
    Jedenfalls kann man nur hoffen dass diesmal der Hauptspiegel richtig vermessen wird! Aber angeblich hat man ja aus den Fehlern bei Hubble was gelernt...

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