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Thema: Wiedersprüchliche Aussagen

  1. #1
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    Standard Wiedersprüchliche Aussagen

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    Ich lese oft Theorien zu Schwarzen Löchern, die sich damit befassen, wie es jemanden ergeht, der in dieses Schwarze Loch fällt, und wie das von außen aussieht.

    Ich habe schon mehrmals gelesen, das Für Außenstehende der Reisende zum Schwarzen Loch sich immer langsamer bewegt. Und nachdem dieser den Ereignishorizont überquert hat, entgültig "einfriert".

    Abr ist das wirklich so? Erstens, müssten Objekte, die von außen sich immer langsamer bewegen doch immer dunkler werden, da der Lichtfluss aus photonen sich verlangsamt. Das licht kommt immer zeitlich verzerrter beim Außenbeobachter an, und somit sinkt doch auch die Photonendichte des Bildes, oder nicht?

    Und dann, wenn der Reisende den Ereignishorizont überquert, sollte für Außenstehende doch der Reisende entgültig nichtmehr sichtbar sein. Eben weil kein Photon mehr zum Beobachter kommt.

    Denn wäre es so, dann müsste man von außen doch sämmtliche Dinge sehen, die jemals ins Loch eingetaucht sind. Das hätte dann mehr was vom weißen Loch anstatt nem Schwarzen.

    Oder irre ich mich da?

  2. #2
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    Erstens, müssten Objekte, die von außen sich immer langsamer bewegen doch immer dunkler werden, da der Lichtfluss aus photonen sich verlangsamt.
    Hi Buggy B

    Der Lichtfluss verlangsamt sich nicht, die Photonen haben nach wie vor Lichtgeschwindigkeit auch wenn sie unmittelbar außerhalb des Ereignishorizonts von dem einfallenden Objekt abgestrahlt werden. Was jedoch passiert ist, daß das Licht immer stärker ins Rote verschoben wird, je näher es dem Ereignishorizont kommt. Direkt am EH ist das Licht dann unendlich stark ins Rote verschoben, sodaß das einfallende Objekt quasi unsichtbar wird. Deswegen kann man nicht beobachten wie ein Objekt am EH "einfriert".
    Much more attention has been paid to carbon organic chemistry than to silicon organic chemistry, largely because most biochemists we know are of the carbon, rather than the silicon, variety (Carl Sagan)

  3. #3
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    Ja hab ichs doch richtig vermutet.

    Mit verlangsamt meine ich aber, das die... ich nenne es mal Intervalle, in denen das eintauchende Objekt Licht zum Beobachter versendet zunehmend größer werden. (Auf den Weg dorthin). Sprich, die Zeitabstände, in denen Photonen vom Eintauchenden Objekt refletiert wird, sich zunehmend von den Zeitabständen unterscheidet, bei denen sie ankommen.
    Geändert von Buggy B (28.10.2010 um 19:27 Uhr)

  4. #4
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    Nein, die Intervalle werden nicht größer. Wenn Du ein Stroboskop auf dieses einfallende Objekt richtest, so kommt dieses Licht in genau den selben Intervallen wieder zurück, nur eben "röter".
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  5. #5
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    Und wieso wird das Eintauchen von außen dann als verlangsamt empfunden?

    Wie kann man einen Film denn noch in Zeitlupe umwandeln, wenn man schon nicht die Frames/Sekunde des Films herabsetzt?

  6. #6
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    Du musst Dir einfach vor Augen halten, daß die Lichtgeschwindigkeit immer konstant bleibt. Ist die Entfernung zum EH für den äußeren Beobachter konstant, dann kehrt ein ausgesandter Lichtstrahl immer im selben Zeitintervall zurück. Das Photon erfährt in dem Sinn keine Zeitdilatation, die es langsamer macht. Die Zeitdilatation des Photons äußert sich also in seiner abnehmenden Frequenz, nicht in seiner abnehmenden Geschwindigkeit.
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  7. #7
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    Das hab ich ja schon kapiert, nur wieso behaupten dann einige Quellen, dass "Außenstehende den Eintritt zunehmend verlangsamt sehen"?

  8. #8
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    Du siehst einen Widerspruch wo keiner ist. Wäre in dem einfallenden Objekt ein Astronaut, so würde er das Stroboskop des entfernten Beobachters immer schneller blitzen sehen. Würde der Astronaut seinerseits ein Stroboskop nach Draußen richten, so würde der entfernte Beobachter dessen Blitzen in immer längeren Abständen sehen.

    Ehrlich gesagt kann ich den Widerspruch, den Du zu erkennen glaubst, nicht wirklich fassen.
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  9. #9
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    Wenn das Stroboskop immer gleich schnell blinkt, es von außen aber nicht gleich schnell wahrgenommen wird, wird da ja irgendwo etwas verlangsamt.

    Wenn es nicht das Licht ist, ist es die Zeit? c = 299.792,5 km/s. Erscheint die Sekunde langsamer, erscheint auch die Lichtgeschwindigkeit langsamer? Das ist doch die Antwort oder?

  10. #10
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    Du springst geistig zwischen den Systemen (und den Uhren) hin und her. Das ist der Standard Denkfehler, den praktisch jeder bei Betrachtung der Relativität der Zeit begeht. Diesen Knoten kannst nur Du selbst lösen. Ich kann Dir nur das Ergebnis sagen und Dich auf den Fallstrick hinweisen. Der Groschen muß bei Dir fallen.
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