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Thema: Hubble: Planet um Fomalhaut beobachtet

  1. #21
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    Das Wort kommt von arabisch "Fom-al-Hut", was soviel wie "Maul des Fisches" bedeutet. Entsprechend spricht man es auch aus.
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  2. #22
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von mephal Beitrag anzeigen
    Könnte er deshalb so weit draußen sein? Weil er durch die vielen Kollisionen ständig an Geschwindigkeit verliert und immer weiter nach außen driftet?
    Wie Orbit schon so schön gesagt hat ist die Bulldozer-Vorstellung nicht ganz korrekt.

    Prinzipiell kann ich mir aber vorstellen, dass ein wachsender Planet dann die Bahndaten nach innen oder außen verändert, wenn eine zirkumstellare Scheibe (Staub, Planetesimale ect...) zB. außen massereicher ist als innen, und somit der gesammelte Impuls des Materials für den Planeten (aus gravitativer Beschleunigung und Abbremsung bis zur Akkretioen und Aufschlag) eine einseitige Beschleunigung bzw. Abbremsung zur Folge hat.

    Gruß
    FS

  3. #23
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    Kollisionen und ein Verlust an Geschwindigkeit lassen den Planeten übrigens eher auf eine engere Bahn fallen. Ein Planet, der nach aussen wandern soll, muss beschleunigt werden.
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  4. #24
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Kollisionen und ein Verlust an Geschwindigkeit lassen den Planeten übrigens eher auf eine engere Bahn fallen. Ein Planet, der nach aussen wandern soll, muss beschleunigt werden.
    Kommen also die meisten der Kollisionen von "hinten", wird die Bahn wird angehoben und der Planet langsamer. Anders herum wandert der Planet nach innen.

    Gibt es Simulationen dazu, die das Wandern durch Akkretion aus ungleich verteilten Scheiben (Ringen) bestätigen könnten?
    Ich habe so meine Zweifel, ob das wirklich möglich ist, kenne mich aber mit der Dynamik von Akkretionsscheiben nicht so aus, und ob es da gravitative oder Impulseffekte auf den akkretierende Planeten gibt (geben könnte) weiß ich auch nicht.

    Gruß
    FS

  5. #25
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Kollisionen und ein Verlust an Geschwindigkeit lassen den Planeten übrigens eher auf eine engere Bahn fallen. Ein Planet, der nach aussen wandern soll, muss beschleunigt werden.
    Wieso beträgt dann die mittlere Orbitalgeschwindigkeit vom Merkur ca. 47,9 km/s und die vom Saturn nur ca. 9,7 km/s?

    Demnach müsste doch der Verlust an Geschwindigkeit dazu führen, das ein Planet nach aussen wandert.

    Gruß
    kosmos

  6. #26
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von kosmos Beitrag anzeigen
    Demnach müsste doch der Verlust an Geschwindigkeit dazu führen, das ein Planet nach aussen wandert.
    Während der Planet nach außen wandert, weil er beschleunigt wurde, wird er langsamer, weil er im Potentialtopf des Sternes nach oben klettert und damit langsamer wird.
    Allerdings wird bei einmaliger Beschleunigung aus einer Kreisbahn eine Elipse. Um endgültig höher zu wandern benötigt man eine zweite Beschleunigung am entfernten Ende der Umlaufbahn.
    Anschaulich: Bei ständiger Beschleunigung drückt die zunehmende Zentrifugalkraft den Planeten weiter nach außen.

    Die Bewegung in einem Orbit ist nicht besonders anschaulich. Mir hat der Roman "Der schwebende Wald"(Integral Trees) bei der Veranschaulichung der Orbital-Bewegungen sehr geholfen.

    Gruß
    FS

  7. #27
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    Kommen also die meisten der Kollisionen von "hinten", wird die Bahn wird angehoben und der Planet langsamer. Anders herum wandert der Planet nach innen.
    Ja. Wobei es schwierig werden dürfte, die Kollisionen vorwiegend von "hinten" stattfinden zu lassen. Es gibt aber schon andere denkbare Mechanismen, die einen Planeten beschleunigen können. So zeigen Simulationen, dass in einer dichten Staubscheibe "Spiralarme" vom Planeten ausgehen (Dichtewellen in der zirkumstellaren Staubscheibe, die durch Resonanzeffekte mit dem Planeten zu Stande kommen), die wiederum den Planeten beschleunigen (Spiralarm näher am Stern) oder bremsen (Spiralarm weiter aussen am Stern) können. Je nachdem, welche Kraft überwiegt bzw welcher der Spiralarme grösser und massiver ist, wandert der Planet nach Innen oder aussen. Tendenziell bewirkt dies, dass Planeten nahe am Stern noch näher rücken, und solche, die weit aussen kreisen, vom Stern wegrücken.
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  8. #28
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    Zitat Zitat von fspapst Beitrag anzeigen
    Um endgültig höher zu wandern benötigt man eine zweite Beschleunigung am entfernten Ende der Umlaufbahn.
    Hmm, glaube ich dir das?

    Damit z.B. Raumsonden "endgültig höher" wandern, verpasst man ihnen Schübe, wenn sie sich in der >> Periapsis << befinden.
    Zuletzt geschehen bei Chandrayaan-1, der ersten indischen Mondmission.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass das bei Planeten anders sein sollte, da der effektivste Punkt für eine zusätzliche Beschleunigung eben die Periapsis ist.
    Geändert von FrankSpecht (19.11.2008 um 00:15 Uhr)
    cs, Frank
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  9. #29
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    Hallo Frank,
    Zitat Zitat von FrankSpecht Beitrag anzeigen
    Damit z.B. Raumsonden "endgültig höher" wandern, verpasst man ihnen Schübe, wenn sie sich in der >> Periapsis << befinden.
    Damit erreichst Du aber nur, dass die Sonden eine höhere Apoapsis erreichen. Um sie dort "endgültig" zu halten, benötigen sie just 'da oben' einen weiteren Schub, und somit hat 'unser' Papst einmal recht, denn wenn 'dort oben' nichts passiert, fallen sie wieder auf exakt die selbe Periapsis zurück.

    Orbital
    Nathan

  10. #30
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    Moin, Nathan5111,
    Zitat Zitat von Nathan5111 Beitrag anzeigen
    Um sie dort "endgültig" zu halten, benötigen sie just 'da oben' einen weiteren Schub, [...] denn wenn 'dort oben' nichts passiert, fallen sie wieder auf exakt die selbe Periapsis zurück.
    Hmm, bin noch nicht so ganz glücklich damit.
    Wenn in der Apoapsis beschleunigt wird, dann hebt man die Periapsis an. Das macht man z.B. bei Erdsatelliten, damit sie nicht gleich durch die Restatmosphäre wieder zu Boden stürzen (also Umlaufbahn größer als 200km halten).

    Aber erreicht man damit wirklich, dass sie auch den größeren Orbit halten ohne erneute Energiezufuhr?
    Ich vergleich das gerad' mal mit dem Swingby-Manöver, bei dem ein Satellit ja auch durch Schwungholen in der Periapsis bis auf Fluchtgeschwindigkeit aus dem Sonnensystem beschleunigt werden kann.
    cs, Frank
    frank-specht.de

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