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Thema: ASTROBIOLOGIE: Ohne viel Sauerstoff kein höheres Leben

  1. #21
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    Lächeln

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    Zitat Zitat von Bynaus
    Nun, vermutlich würde man behaupten, man hätte "Vorstufen" von Leben gefunden: Die Wissenschaftler hätten "RNA" gefunden, und für die Bild-Zeitung würde es bedeuten "Wir sind nicht allein!". Ich denke, das ist mit vielen Dingen so, nicht nur in der Wissenschaft.
    Da würde ich aber sagen, die Bildzeitung hat recht.
    Wenn auf dem Mars wirklich "Vorstufen" von Leben gefunden werden würden, dann bedeutet das entweder ein unglaublicher Zufall, dass gerade auf dem nächsten Planeten von unserer Erde aus so etwas vorkommt, aber es würde die Annahme dass das Leben im ganzen Universum steckt sehr festigen. Und es würde mich im übrigen freuen, wenn sich die Bildzeitung mal mit solchen Themen befasst

  2. #22
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    Naja, gerade beim Mars würde ich nicht zu früh jubeln: möglicherweise könnte das Leben auch von der Erde zum Mars gereist sein... aber schon bei Europa oder Titan (wo es ohnehin ganz anders sein müsste als hier) könnte man ziemlich sicher sein, dass es wirklich auch unabhängig entstanden ist.
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  3. #23
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    Standard noch eine Möglichkeit...

    wäre (auch wenn es etw. hergeholt klingt), dass schon im Vorgänger unseres Sonnensystems Leben existiert hat. Unsere Sonne ist ja kein Stern der ersten Generaton und wohl kaum eins der zweiten. Deswegen interessieren mich ja auch die Deep Impact und Rosetta Missionen. Einfache Aminosäuren könnten ja auch auf anorganischem Wege entstanden sein. Wird man aber Enzyme, oder deren Produkte finden - ist das für mich schon ein klarer Hinweis zugunsten dieser These. Denn Enzyme sind Transkriptionsprodukte der DNA/RNA, also ein Produkt der lebenden Zelle.
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  4. #24
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    Ich stelle mir das recht schwierig vor: wie soll das Leben auf einem erdähnlichen Vorläuferplaneten die Nova-Phase seiner Sonne überstehen? Vor allem, je mehr Generationen zwischen der ersten Sterngeneration und jener der Sonne liegen, desto schneller (und entsprechend grösser) müssen die Vorläufersonnen gewesen sein, und damit desto eher gingen sie nicht nur in einer Nova, sondern gar in einer Supernova unter: und da sehe ich eher schwarz für das Leben...

    Ich denke aber, dass komplexe organische Moleküle allgegenwärtig sind - so oder so. Und dass dann, die Leiter zum "komplexen Leben" immer soweit erklommen wird, wie möglich. Wenn also RNA, aber keine DNA in einer bestimmten planetaren Umgebung existieren kann, dann wird es auf jeden Fall RNA geben. Das ist natürlich nur eine Hypothese: aber wir werden in den nächsten Jahrhunderten genügend Gelegenheit haben, sie zu testen.
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  5. #25
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    Standard Radikale

    Zitat von Bynaus:
    wie soll das Leben auf einem erdähnlichen Vorläuferplaneten die Nova-Phase seiner Sonne überstehen? Vor allem, je mehr Generationen zwischen der ersten Sterngeneration und jener der Sonne liegen, desto schneller (und entsprechend grösser) müssen die Vorläufersonnen gewesen sein, und damit desto eher gingen sie nicht nur in einer Nova, sondern gar in einer Supernova unter: und da sehe ich eher schwarz für das Leben...
    Ich sehe das ganz genau so. Was ich mir allerdings noch vorstellen kann, begünstigt durch ein Vakumm, dass Bruchstücke als Radikale von komplizierten Molekülen übrigbleiben, vielleicht sogar eine ganz grosse Sammlung der verschiedensten Teile. Diese könnten dann zu einer grossen Vielfalt an "Startmolekülen" auf dem Weg zum Leben bilden sobald sie sich verdichten. Ich muss aber zugeben, ich habe keine Ahnung, welche Bedingungen bei der Entstehung der Planeten selbst herrschen. Aber vielleicht hätten stabile Vertreter der nun schon gebildeten komplexen Strukturen die Möglichkeit, das zu überstehen?

    Noch zu der Warum-Frage von gestern: Ich glaube, dass diese Frage diejenige ist, die sich die Menschen schon immer gestellt und oft mit einer Religion geantwortet haben. Die Warum-Frage war vor allem dadurch so vorherrschend, da man keinerlei wie, womit etc. Fragen stellen konnte bzw. an Antworten gar nicht zu denken war. Doch seit man immer mehr wie, womit etc. beantworten kann, braucht es nur noch für manche Menschen eine Warum-Frage. Mir persönlich ist die Warum-Frage viel zu langweilig. Vielleicht wäre die Antwort wirklich 42? Man hätte nichts gewonnen. Lässt man die Religionen als Antworten zu, so schlagen sich alle im Gauben um die richtige Antwort die Köpfe ein. Doch die anderen Fragen (wie, womit ...) werden uns auf lange Zeit beschäftigen, herausfordern. Uns einen Sinn geben?

    Gruss,
    Micha

  6. #26
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    Bei den inneren Planeten bin ich selber pessimistisch. Die grössten Gefahren: Hitze und harte Strahlung werden sämtliche Organik in ihre Bestandteile zerlegen. Was ist denn mit den äusseren? Leider sind unsere Erkenntnisse über die Nova-phase sämtlichst theoretischer Natur. Beobachten können wir nur die Überreste. Setzt man doch eine, wenn auch Starke, aber kurze Strahlungspitze voraus, so hätten vielleicht auch komplexere Moleküle eine Überlebenschance. Die Rettung liegt im Wasser. Es absorbiert Strahlung so gut, dass es sogar in Kernreaktoren zu Steuerung der Reaktion eingesetzt wird (zumindest in russischen neueren Typs. Bei Tschernobyl war es Graphit). Aber wiegesagt, alles wage und ich warte auf die ergebnisse der Kometenmissionen. Wird man Enzyme, oder Aminosäuren mit vorwiegend einem Stereomer finden, kann ich mir schwer vorstellen wie diese sonst dahin gelangt sein können.
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  7. #27
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    Leider sind unsere Erkenntnisse über die Nova-phase sämtlichst theoretischer Natur. Beobachten können wir nur die Überreste.
    Naja, so stimmt das nicht: man kann ziemlich gut simulieren, wie sich denn eine solche Nova abspielen sollte, mal voraus gesetzt, dass wir die physikalischen Gesetze, die dabei spielen, einigermassen richtig verstanden haben. Und da wird es (vermutlich) keine kurze Strahlungsspitze geben, denn alles in allem ist das ja ein praktisch kontinuierlicher Prozess, nicht eine plötzliche Explosion wie bei einer Supernova. Das Problem mit Wasser ist doch auch, dass es einfach verdampft - wenn eine Nova in der Lage ist, die sie umgebenden Planeten zu verdampfen, dann ist das erste, was verdampft, das Wasser...

    Der Fund von solchen Aminosäuren allein heisst ja noch nicht, dass die zwingend auf diesem Weg dorthin gekommen sein müssen...
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  8. #28
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    Zitat Zitat von gekochteshirn
    wäre (auch wenn es etw. hergeholt klingt), dass schon im Vorgänger unseres Sonnensystems Leben existiert hat. Unsere Sonne ist ja kein Stern der ersten Generaton und wohl kaum eins der zweiten. Deswegen interessieren mich ja auch die Deep Impact und Rosetta Missionen. Einfache Aminosäuren könnten ja auch auf anorganischem Wege entstanden sein. Wird man aber Enzyme, oder deren Produkte finden - ist das für mich schon ein klarer Hinweis zugunsten dieser These. Denn Enzyme sind Transkriptionsprodukte der DNA/RNA, also ein Produkt der lebenden Zelle.
    So interessant die Diskussion ist, die sich aus dieser Annahme her entwickelt hat, so hat die These doch einen Haken: Sie verschiebt das Problem der Lebensentwicklung ja nur. Mal angenommen, „Lebenskeime“ würden sich mittels Kometen oder sonstiger Überreste früherer Sonnensysteme über Lichtjahre hinweg verstreuen wie der Samen einer Pusteblume im Wind – irgendwann und irgendwo muss auch diese Entwicklung mal ihren Anfang genommen haben. Wo also stand diese „kosmische Pusteblume“, und wie ist sie entstanden?

  9. #29
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    Leben unter marsähnlichen Bedingungen aufgespürt
    News-Ticker vom 05.10.05
    (RK) Norwegische und amerikanische Forscher haben in eine Million Jahren altem Eis lebende Mikroben aufgespürt. Die Untersuchungen dienten unter anderem dem Test von Experimenten, die auch auf dem Mars bei der Suche nach bakteriellem Leben zum Einsatz kommen sollen.

    Quelle:
    http://www.astronomie.de/aspapps/new...t.htm#964-news
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