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Thema: Sterne: Die Entstehung der ersten Protosterne

  1. #1

    Standard Sterne: Die Entstehung der ersten Protosterne

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    Bereits kurze Zeit nach dem Urknall bildeten sich die ersten Sterne. Diese frühen Sonnen sind längst verloschen und nichts erinnert mehr an ihre Größe oder Zusammensetzung. Wie aber sind sie entstanden? Neue Computersimulationen erlauben nun einen detaillierten Blick auf die Entstehungsphase dieser ersten Sterne. Doch vor den Astronomen liegt noch ein Menge Arbeit. (2. August 2008)

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  2. #2
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    Zitat: "Ausgangspunkt für die Entstehung der ersten Sterne sind nach den Simulationen der Wissenschaftler offenbar winzige Dichteschwankungen im Gas und in der mysteriösen Dunkelmaterie."

    die alles entscheidende frage bei diesem thema ist doch: was ist die ursache dieser dichteschwankungen?
    nach den modellen der wissenschaftler muß doch das gas, das nach dem urknall entstand, absolut gleich verteilt gewesen sein!

    oder hat maradonna vielleicht recht: "es war die hand gottes..."

  3. #3
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    Zitat Zitat von captain kirk;40982die alles entscheidende frage bei diesem thema ist doch: [U
    was[/U] ist die ursache dieser dichteschwankungen?
    nach den modellen der wissenschaftler muß doch das gas, das nach dem urknall entstand, absolut gleich verteilt gewesen sein!
    So ist das etwas zu einfach formuliert. Um Gas im herkömmlichen Sinne hat es sich im Grunde nicht gehandelt. Es entstanden nach der Baryogenese Elektronen und Protonen, eine ganze Menge Strahlung in allen elektromagnetischen Bereichen und vor allem auch hohe kinetische Energien.
    Es gab also enorme Druckunterschiede, die bereits zu Verwirbelungen in der Ursuppe geführt haben. Nach der Rekombination, als die Elektronen von den Protonen eingefangen wurden, ging's nochmal richtig zur Sache. Strahlung wurde frei, das elektromagnetische Gleichgewicht veränderte sich. Möglicherweise gab es Primordiale Schwarze Löcher, die das gravitative Gleichgewicht bereits in der Ursuppe gestört haben. Dunkle Materie müsste zudem auch vor der Rekombination verklumpt sein und hat Gravitationstöpfe geschaffen.
    Da ging's also ziemlich heiss her im Universum.

  4. #4
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    Es gab also enorme Druckunterschiede,...
    Enorme? Es war zwar sehr heiss; aber überall etwa gleich heiss.
    Möglicherweise gab es Primordiale Schwarze Löcher, die das gravitative Gleichgewicht bereits in der Ursuppe gestört haben.
    Wieso gestört? Die verhalten sich ja gravitativ nicht anders als Materie.
    Dunkle Materie müsste zudem auch vor der Rekombination verklumpt sein und hat Gravitationstöpfe geschaffen.
    Die verklumpt doch aber gerade nicht.
    Gruss Orbit

  5. #5
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    Der Orbit, immer am Ball...

    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Enorme? Es war zwar sehr heiss; aber überall etwa gleich heiss.
    Druck hat ja nicht zwangsläufig mit Temperatur zu tun, sondern in erster Linie mit unterschiedlichen Dichteverhältnissen. Stell dir vor du hast ein Raumgebiet, das vorwiegend mit Elektronen angereichert ist, in einem anderen Raumgebiet gibt es mehr Protonen - und schon hast du unterschiedliche Raumdichten. Bereits eine Sekunde nach dem Urknall, sollen bereits erste Kerne Wasserstoff, Deuterium, Helium, Lithium enstanden sein, dazwischen schwirrten dann noch eine Menge Elektronen und Neutrinos umher. Also wenn's da keine Druckunterschiede gab, weiß ich auch nicht weiter.

    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Wieso gestört? Die verhalten sich ja gravitativ nicht anders als Materie.
    Primordiale SLer erzeugten womöglich gravitative Potentialtöpfe, die heterogen im Raum verteilt waren, was letztendlich kurz nach dem Urknall zu Unregelmäßigkeiten in den gravitativen Verhältnissen geführt hat.

    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Die verklumpt doch aber gerade nicht.
    Vielleicht nicht in dem Maß, wie es bei baryonischer Materie der Fall ist, die bereits auf molekularer Ebene beginnt, sich gravitativ und elektrostatisch zu binden.
    Mittlerweile (ich weiß nicht ob du's mitbekommen hast), geht man sogar davon aus, dass die ersten Sterne im Universum aus Dunkler Materie bestanden haben, wobei gigantische Sterne entstanden sein sollen, deren Strahlung man heute versucht aufzuspüren.
    Geändert von komet007 (02.08.2008 um 15:56 Uhr)

  6. #6
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    komet007
    Druck hat ja nicht zwangsläufig mit Temperatur zu tun, sondern in erster Linie mit unterschiedlichen Dichteverhältnissen.
    Das alles hat miteinander zu tun. Aber darum ging's ja gar nicht in meiner Frage. Dass es Dichteschwankungen gegeben haben muss, ist klar. Es ging lediglich ums Wörtchen 'enorm'.
    Dass Dichteschwankungen auf diese Weise zustande gekommen sind
    Stell dir vor du hast ein Raumgebiet, das vorwiegend mit Elektronen angereichert ist, in einem anderen Raumgebiet gibt es mehr Protonen - und schon hast du unterschiedliche Raumdichten.
    ist allerdings kaum denkbar. Welcher Mechanismus hätte denn da Elektronen und Protonen aussortiert?

    Natürlich würden primordiale SL Potentialtöpfe bilden. Meine Frage war aber, warum Du das als Störung bezeichnest.

    Von diesen DM-Protosternen hab ich schon gelesen. Da man heute aber in DM-Clustern eher eine isotrope, eventuell sogar nach aussen zunehmende DM-Dichte vermutet, denke ich eher an ein Entklumpen von DM im Laufe der Zeit.

    Orbit
    Geändert von Orbit (02.08.2008 um 18:58 Uhr)

  7. #7
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    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    ist allerdings kaum denkbar. Welcher Mechanismus hätte denn da Elektronen und Protonen aussortiert?
    Einen aussortierenden Mechanismus hatte ich mir dabei nicht vorgestellt. Ich stelle mir eher die Frage, was für Umstände dazu geführt haben, welche Teilchen nun in der Baryogenese aus Strahlung entstanden sind und warum sie scheinbar relativ gleichmäßig verteilt waren.
    Mal etwas übertrieben ausgedrückt, könnten doch in einem Teil des Universums nur Protonen, in einem anderen nur Elektronen enstanden sein. Ich weiß, dass die Theorie der Inflation hier eine Lösung bietet, aber, die Teilchen entstanden lt. Modell erst nach der Inflation aus Strahlung. Gab es dann einen Mechanismus der sagte, "he, hier brauch ich noch ein paar Elektronen und da fehlen mir noch ein paar Protonen und da müssen noch ein paar Neutronen her, ansonsten wird das nix mit den Molekülen".
    ...und dann war da noch die Geschichte mit der CP-Verletzung.

  8. #8
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    komet007
    Gab es dann einen Mechanismus der sagte, "he, hier brauch ich noch ein paar Elektronen und da fehlen mir noch ein paar Protonen und da müssen noch ein paar Neutronen her, ansonsten wird das nix mit den Molekülen".
    Willst Du mich für dumm verkaufen? Du weisst so gut wie ich, wie Isotropie zustande kommt. Nur zu der von Dir herbei fantasierten Anisotropie müsste ein Mechanismus erfunden werden.
    Orbit
    Geändert von Orbit (02.08.2008 um 20:02 Uhr) Grund: Grammatik

  9. #9
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    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Willst Du mich für dumm verkaufen?
    Würde ich nie wagen.

    Zitat Zitat von Orbit Beitrag anzeigen
    Du weisst so gut wie ich, wie Isotropie zustande kommt.
    Weiß ich in dem Fall leider nicht und die Frage war durchaus ernst gemeint.
    Über Entropie können die Teilchen nicht im Universum über solche Distanzen verteilt worden sein, sie müssen also an "Ort und Stelle" in den jeweiligen Raumbereichen zu gleichen Teilen entstanden sein.
    Womöglich habe ich das Modell der Inflation dahingehend nicht richtig verstanden oder eine Wissenslücke.

  10. #10
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    Entropie dürfte das Stichwort sein. Wenn bereits unmittelbar nach dem Urknall alle Materie und Energie absolut homogen verteilt gewesen wäre, hätte sich unser Universum erst garnicht entwickeln können. Denn dieser Zustand wäre der der vollständigen Entropie. D.h. keine Energieunterschiede mehr, keine Potenzialunterschiede, kein Energiefluss. Ein solches Universum wäre eine Totgeburt gewesen.

    Aus der Tatsache, dass es uns gibt, kann man schliessen, dass es wohl ganz enorme Dichteschwankungen gegeben haben muss, die Energieflüsse bis in unsere Zeit zulassen.

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