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Thema: SETI: Suche im Schützen und im Stier

  1. #31
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    Hallo Bynaus,

    soweit alles klar und verstanden (meinerseits). Mein eigentliches Problem liegt aber in der Funktionsweise einer GravLinse im Allgemeinen.

    Ich versuche meine Frage so konkret wie möglich zu stellen:

    Ich verstehe, das ein Signal sich auf ein Gravitationszentrum (egal ob Sonne oder GalZentrum) zubewegt. Das GravZentrum "streut" das Signal um sich herum (3D - nicht wie eine Lupe 2D). Dadurch kommt es zu den bekannten Effekten. Hinter dem GravZentrum - bedingt durch die Gravitation - wird das Signal wieder "zusammengeführt" bzw. aufeinander zulaufen gelassen.
    Jetzt kommt meine Frage:
    Warum kreuzen sich die Signalteile nicht einfach (Brennpunkt) und entfernen sich immer weiter voneinander (nach dem Brennpunkt), sondern "bündeln" sich wieder zu dem Ausgangssignal und gehen gleichgerichtet ihren weiteren Weg? Welcher Effekt sorgt dafür?

    Fragende Grüße
    Sir Atlan

  2. #32
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von Sir Atlan Beitrag anzeigen
    Warum kreuzen sich die Signalteile nicht einfach (Brennpunkt) und entfernen sich immer weiter voneinander (nach dem Brennpunkt), sondern "bündeln" sich wieder zu dem Ausgangssignal und gehen gleichgerichtet ihren weiteren Weg? Welcher Effekt sorgt dafür?
    So habe ich das verstanden:
    Die einzelnen Strahlen werden gebündelt und somit verstärkt und (zweidimensional) zu einem helleren Bild zusammengedrückt.
    Für eine "Kreuzung" der Strahlen ist die Gravitationslinse (eine Galaxie oder Galaxienhaufen) nicht stark genug oder das Universum zu kurz.

    Bei einem SL könnte man sich aber in einen Brennpunkt für eine bestimmte Entfernung begeben und dort eine Linse Positionieren um ein (nicht ganz) klassisches Fernrohr zu bauen. (Brennans Legende)

    Gruß
    FS

  3. #33
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    @Sir Atlan: Sie bündeln sich nicht wieder. Die Signale gehen weiter ihren Weg, gerade aus, nachdem sie sich gekreuzt haben, und kreuzen sich nie wieder.

    Jeder Punkt im "Brennraum" (wenn man das so sagen kann) steht an der Kreuzung ZWEIER BESTIMMTER Lichtstrahlen. Deshalb ist es wichtig, dass eine Signalquelle in den 3D Raum abstrahlt ("4 Pi" = Kugeloberfläche wird bestrahlt) und nicht nur in einer einzigen Richtung. Ist das Signal sogar exakt 1D, dann gibt es den Gravitationslinseneffekt gar nicht. Das heisst z.B., wenn wir auf der Erde eine Gravitationslinse beobachten, dann gibt es genau zwei Lichtstrahlen (oder noch ein paar mehr, wenn man bedenkt, dass hier in 3D gebogen wird), die sich an der Gravitationslinse direkt zur Erde (oder dem Teleskop) hin biegen. An einem anderen Punkt im Universum (aber immer noch in der Verlängerung der Verbindungslinie Linse-Quelle) sind es zwei ganz andere Lichtstrahlen, die genau dorthin gebogen werden.
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  4. #34
    fspapst Gast

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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    @Sir Atlan: Sie bündeln sich nicht wieder. Die Signale gehen weiter ihren Weg, gerade aus, nachdem sie sich gekreuzt haben, und kreuzen sich nie wieder.
    Kreuzen sich die wirklich?
    Ich vermut(te) der Effekt währe dazu zu klein um auf den beobachteten Skalen eine Kreuzung zu erreichen.

  5. #35
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    Hallo Bynaus,

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    ...Es gibt keinen Brennpunkt, aber eine Brennweite. Unterhalb der gibt es gar keine Fokussierung, ...
    Diese Aussage hatte mich gedanklich völlig aus der Bahn geworfen.

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Sie bündeln sich nicht wieder. Die Signale gehen weiter ihren Weg, gerade aus, nachdem sie sich gekreuzt haben, und kreuzen sich nie wieder.
    Jetzt bin ich wieder in der Bahn...

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Jeder Punkt im "Brennraum" (wenn man das so sagen kann) steht an der Kreuzung ZWEIER BESTIMMTER Lichtstrahlen. Deshalb ist es wichtig, dass eine Signalquelle in den 3D Raum abstrahlt ("4 Pi" = Kugeloberfläche wird bestrahlt) und nicht nur in einer einzigen Richtung. Ist das Signal sogar exakt 1D, dann gibt es den Gravitationslinseneffekt gar nicht. Das heisst z.B., wenn wir auf der Erde eine Gravitationslinse beobachten, dann gibt es genau zwei Lichtstrahlen (oder noch ein paar mehr, wenn man bedenkt, dass hier in 3D gebogen wird), die sich an der Gravitationslinse direkt zur Erde (oder dem Teleskop) hin biegen. An einem anderen Punkt im Universum (aber immer noch in der Verlängerung der Verbindungslinie Linse-Quelle) sind es zwei ganz andere Lichtstrahlen, die genau dorthin gebogen werden.
    Und dieser Abschnitt hat alle meine Fragen beantwortet.

    Vielen Dank für Deine Geduld.
    Für mich ist das Problem nicht mehr existent.

    Dankende Grüße
    Sir Atlan

  6. #36
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    @Sir Atlan: super, freut mich!

    @fspapst: Sicher kreuzen sie sich, das ergibt sich schon rein geometrisch. Es tritt ja eine Verstärkung ein, weil plötzlich Licht aus einem grösseren Raumbereich auf einen kleineren fokussiert wird. Da Licht, in Abwesenheit von Gravitationsfeldern, immer geradeaus läuft gibt es keine Möglichkeit, Strahlen in einem Punkt zusammenzuführen, ohne dass sie sich kreuzen...
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  7. #37
    fspapst Gast

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    hallo Bynaus,
    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    @fspapst: Sicher kreuzen sie sich, das ergibt sich schon rein geometrisch.
    Ich revidiere mal meine Ansicht:
    rein geometrisch hast du sowieso recht.

    Ich meinte (ursprünglich) damit, dass der Linseneffekt (von Galaxien/Haufen) so klein ist, das zwar eine Fokusierung erfolgt, der (kürzeste) Fokus für eine Galaxien oder Galaxiengruppe aber außerhalb des beobachtbaren Universums liegt. Also die Entfernung vom zu beobachtenden Objekt über die G-Linse bis zum Brennpunkt größer ist als das Alter des Universums.

    Ich habe aber nochmal nachgedacht und ein wenig rechnerisch überschlagen und komme zu dem Ergebnis, dass doch eine Kreuzung (Brennraum) zustande kommen kann.

    Gruß
    FS

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