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Thema: Hubble: Neuer galaktischer Entfernungsrekord?

  1. #1

    Standard Hubble: Neuer galaktischer Entfernungsrekord?

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    Dank einer Gravitationslinse konnten Astronomen mit dem Weltraumteleskop Hubble jetzt eine Galaxie aufspüren, die vermutlich zu den jüngsten und leuchtkräftigsten Galaxien gehört, die bislang beobachtet wurden. Wegen ihrer großen Entfernung sehen wir die Galaxie nur etwa 700 Millionen Jahre nach dem Urknall. Gehört sie damit zu den Objekten, die mitgeholfen haben, das dunkle Zeitalter des Universums zu beenden? (12. Februar 2008)

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  2. #2
    Registriert seit
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    16

    Standard Urknall?

    Ich bin immer wieder überrascht, dann man von einem Urknall redet. Mich würde eher es mal Intressieren ob es einen Urknall überhaupt mal gab und wenn ja, ist die ganze Geschichte viellicht nicht älter, als was wir uns vorstellen können?
    Wenn man davon ausgeht, dass Galaxien entstehen können, dann verschwinden diese auch wieder, entweder lösen die sich auf (ich gebe einfach mal dem Schwarzen Loch die Schuld) oder Mergen mit einer anderen Galaxien zusammen, oder was auch immer in unserem Universum alles so abgeht.

    Schlussentlich lass ich mich gerne belehren, denn was man nicht weiss, macht mich nicht heiss.

  3. #3
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    6.605

    Standard

    Hallo Isodoom,

    und herzlich willkommen im Forum.

    Beobachten kann man: Weit entfernte Galaxien entfernen sich alle von uns. Je weiter weg sie sind, um so schneller. Alle weit entfernten Galaxien sind jünger, als die in unserer näheren Umgebung. Sie sind um so jünger, je weiter sie weg sind.

    Die Hintergrundstrahlung ist eine Temperaturstrahlung und überall gleich. Sie stammt von einer undurchsichtigen, uns ringsum umgebenden Quelle, ‚hinter‘ allen Galaxien.

    Zählt man nun 1 und 1 zusammen, landet man bei einer Expansion.

    Es passt die Altersverteilung und die Temperatur der Hintergrundstrahlung. Wäre das Universum statisch und würde sich beispielsweise durch ‚Erzeugung‘ von Materie ausdehnen, dann könnte die Altersverteilung nicht so sein, wie beobachtet und es müßte eine bestimmte Menge von Protonen/Raumvolumen entstehen, was auch nicht der Fall ist. Ebenso wäre die Hintergrundstrahlung keine absolut gleichförmige Schwarzkörperstrahlung.

    Das unser Universum in einem ‚Urknall‘ entstanden ist, ist somit eine Extrapolation aus den gemachten Beobachtugen. Es ist aber auch richtig, daß wir (bisher) keine Beobachtungsmöglichkeit jenseits der Hintergrundstrahlung haben. Sowohl räumlich als auch zeitlich. Bei rund 400000 Jahren nach dem angenommenen 'Urknall', fängt das ‚Reich‘ der theoretischen Extrapolationen an, die aber bis zu einem Zeitraum von etwa 0,01 Sekunden nach dem 'Urknall' in irdischen Beschleunigerexperimenten zumindest in kleinen Dimensionen messtechnisch zugänglich sind. Die dabei gewonnenen Messwerte passen zu den theoretischen Berechnungen und führen zu dem Universum, das wir beobachten können.

    Es gibt, um mal bei dieser Zeitskala zu bleiben, also nur noch einen Bereich von weniger als 0,01 Sekunden bis zum 'Urknall', in dem man spekulieren könnte und auch da gibt es weit in diesen Bereich hinein reichende Tatsachen, die von den Spekulationen erklärt werden müssen, um nicht von vornherein auszuscheiden.

    Herzliche Grüße

    MAC
    Geändert von mac (13.02.2008 um 15:33 Uhr)

  4. #4
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    Mintraching
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    2.599

    Standard

    Ich bin immer wieder überrascht, dann man von einem Urknall redet.
    Das ist auch Blödsinn. Die Welt wurde am 18.3.3952 v. Chr. erschaffen, und damals hat der liebe Gott auch alles so eingerichtet, dass die Verblendeten auf so dämliche Vorstellungen kommen. So wird die Spreu vom Weizen getrennt.

  5. #5
    Registriert seit
    06.12.2006
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    58

    Standard Das ist auch Blödsinn.

    Hallo "Ich",

    Mit dem Blödsinn hast Du wahrscheinlich recht trotzdem bitte ich Dich um Mäßigung. Sonst wirst Du wahrscheinlich demnächst gelöscht und das wäre schade...

    Ein Sprachrohr der Schulmeinung ("Mac", nimm mir dies nicht allzu übel) dabei zu haben ist doch auch nicht schlecht - da macht das kritisieren auch mehr Spass.

    Die Entdeckung finde ich großartig. Wahrscheinlich muss ich nun nicht mehr allzu lange darauf warten, dass einige neuentdeckte Galaxien älter als der "Urknall" sind und kann dann auch mal einen Sektkorken knallen lassen. Den kann man dann auch ganz unstrittig hören.

    Wahrscheinlich haben die Theoretiker auch schon jetzt immer größer werdende Probleme mit der notwendigen Anpassung Ihrer Modelle zur Entstehung dieser Galaxien...

    Matthy

  6. #6
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    21.01.2008
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    16

    Standard

    Hi Mac,

    danke für deine Antwort.
    Und es freut mich mit euch unterhalten zu können.

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Hallo Isodoom,

    und herzlich willkommen im Forum.

    Beobachten kann man: Weit entfernte Galaxien entfernen sich alle von uns. Je weiter weg sie sind, um so schneller. Alle weit entfernten Galaxien sind jünger, als die in unserer näheren Umgebung. Sie sind um so jünger, je weiter sie weg sind.

    Die Hintergrundstrahlung ist eine Temperaturstrahlung und überall gleich. Sie stammt von einer undurchsichtigen, uns ringsum umgebenden Quelle, ‚hinter‘ allen Galaxien.

    Zählt man nun 1 und 1 zusammen, landet man bei einer Expansion.

    Es passt die Altersverteilung und die Temperatur der Hintergrundstrahlung. Wäre das Universum statisch und würde sich beispielsweise durch ‚Erzeugung‘ von Materie ausdehnen, dann könnte die Altersverteilung nicht so sein, wie beobachtet und es müßte eine bestimmte Menge von Protonen/Raumvolumen entstehen, was auch nicht der Fall ist. Ebenso wäre die Hintergrundstrahlung keine absolut gleichförmige Schwarzkörperstrahlung.
    Also ich hab das immer so aufgefasst, dass wir ja nur in der Vergangenheit schauen können, also sollte es rein Theoretisch auch möglich sein, den Anfang zu sehen. Aber was wäre, wenn dieser Anfang viel weiter zurückliegt?
    Ich hab mal in einem Bericht gelesen, dass man das Universum mit einem alter von 15 Milliarden Jahre bestimmt hatte, später, ich glaub es war auch dank des Hubbelteleskop, fand man heraus, dass es auch Galaxien gibt die 18 Milliarden Jahre sind und somit älter, als die von uns angenommene Zeitspanne. Aber ich gehe mal davon aus, dass dies nicht mehr aktuell ist. Aber, dass kann man wohl auch so erklären, dass es Galaxien gibt die sich schneller bewegen als andere, so stelle ich mir das zumindest vor.

    Das unser Universum in einem ‚Urknall‘ entstanden ist, ist somit eine Extrapolation aus den gemachten Beobachtugen. Es ist aber auch richtig, daß wir (bisher) keine Beobachtungsmöglichkeit jenseits der Hintergrundstrahlung haben. Sowohl räumlich als auch zeitlich. Bei rund 400000 Jahren nach dem angenommenen 'Urknall', fängt das ‚Reich‘ der theoretischen Extrapolationen an, die aber bis zu einem Zeitraum von etwa 0,01 Sekunden nach dem 'Urknall' in irdischen Beschleunigerexperimenten zumindest in kleinen Dimensionen messtechnisch zugänglich sind. Die dabei gewonnenen Messwerte passen zu den theoretischen Berechnungen und führen zu dem Universum, das wir beobachten können.


    Es gibt, um mal bei dieser Zeitskala zu bleiben, also nur noch einen Bereich von weniger als 0,01 Sekunden bis zum 'Urknall', in dem man spekulieren könnte und auch da gibt es weit in diesen Bereich hinein reichende Tatsachen, die von den Spekulationen erklärt werden müssen, um nicht von vornherein auszuscheiden.
    Diese Hintergrundstahlung, ist die im jeden Winkel des Universum gleich?
    Wenn es den Urknall gab, müsste doch dieser Effekt nur bei einem gewissen Punkt zu sehen sein, also so quasi gegen die Mitte des Universum? ^^*

    Wünsche nen schön abend.

    Gruss,
    Isod

  7. #7
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    397

    Standard

    Hallo,
    was ich nicht so richtig verstehen kann ist, dass eine Galaxie in dieser Größe schon in 700 Millionen Jahre entstehen kann. Von der Entstehung der Erde bis heute sind rund 4 Milliarden Jahre vergangen. Mir kommen 700 Millionen Jahre einfach verdammt kurz vor.
    Aber nachdem MAC und andere damit kein Problem haben scheint man das erwarten zu können.

    Gruß
    Aveneer

    PS: Wie alt kann die jüngste Galaxie sein? Wie lange benötigt es mindestens vom Urknall bis zur ersten Galaxie in dieser Größe?

  8. #8
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    Standard

    Hallo Matthy,

    Zitat Zitat von Matthy Beitrag anzeigen
    Die Entdeckung finde ich großartig. Wahrscheinlich muss ich nun nicht mehr allzu lange darauf warten, dass einige neuentdeckte Galaxien älter als der "Urknall" sind und kann dann auch mal einen Sektkorken knallen lassen. Den kann man dann auch ganz unstrittig hören.
    Das finde ich ja SUPERKLASSE!
    Solltest du tatsächlich von "überreifen" Galaxien hören (ohne dass der Urknall nach oben korrigiert wird) dann poste das doch bitte hier. Meine Flasche Sekt liegt schon im Kühlschrank!

    Das ist halt so eine Sache mit den Theorien.
    Früher war klar, dass die Erde eine Scheibe ist. Natürlich war sie auch Mittelpunkt des Universums.
    Mittlerweile hat sich sogar der "Äther", der lange Zeit zwischen den Sternen ruhte, verflüchtigt. Die Urknalltheorie hält sich noch.
    Und solange die Menschen nicht rausgehen um das Universum zu erforschen, statt mit einem 'Stethoskop' zu horchen, werden sie (die Menschen) Theorien aufstellen, die nach "da rechne ich doch einfach mal zurück" klingen. Warum auch nicht - klingt erstmal! logisch. Aber ich will die Urknalltheorie nicht kritisieren. Immerhin ernährt sie so manchen Wissenschaftler - also erstmal Prost darauf.

    Gruss
    Eddy
    Das Universum ist nicht nur merkwürdiger, als wir annehmen;
    es ist merkwürdiger, als wir überhaupt annehmen können.
    (J.B.S. Haldane)

  9. #9
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    Standard

    Isod
    Diese Hintergrundstahlung, ist die im jeden Winkel des Universum gleich?
    Wenn es den Urknall gab, müsste doch dieser Effekt nur bei einem gewissen Punkt zu sehen sein, also so quasi gegen die Mitte des Universum? ^^*
    Aus jedem Winkel gleich, würd' ich sagen.
    Deine Vorstellung von der 'Mitte des Universums' ist falsch. Diese Mitte gibt es nicht. Der Urknall fand überall gleichzeitig statt.

    Also ich hab das immer so aufgefasst, dass wir ja nur in der Vergangenheit schauen können, also sollte es rein Theoretisch auch möglich sein, den Anfang zu sehen.
    ca. ab 400'000 Jahre vor dem Urknall (im rückwärts laufenden Film ;-)) wird das Universum undurchsichtig. Was hinter diesem 'Vorhang' geschah, kann nur bei Nachstellungen der Szenarien in Teilchenbeschleunigern sichtbar gemacht werden.

    Gruss Orbit

  10. #10
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    Eddy
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