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Thema: James Webb, Captain Kirk und ein Hubschrauber auf dem Mars

  1. #1

    Standard James Webb, Captain Kirk und ein Hubschrauber auf dem Mars

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    Traditionell blickt astronews.com am Ende eines Jahres zurück auf einige herausragende Ereignisse aus Astronomie, Astrophysik und Raumfahrt aus den vergangenen zwölf Monaten - in diesem Jahr bereits zum 23. Mal. Auch dieses Jahr war von der Corona-Pandemie geprägt, bot aber auch astronomische Highlight, wie den Start von James Webb und die Ankunft zahlreicher Marsmissionen. (31. Dezember 2021)

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  2. #2
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    Hallo, weil es um Webb geht, wollte ich nicht extra ein neues Thema aufmachen.
    Aber, wenn Webb sehr weit zurück ins frühe Universum blicken kann, kam mir die Frage auf, ob die sehr weit entfernten, frühen Galaxien ab einer bestimmten Entfernung nicht mehr kleiner werden - oder sogar wieder größer werden (für Webb als Beobachter) - also weil das Universum ja zu der Zeit viel kleiner war. Ist das nicht dann so eine Art Lupeneffekt? Ist das vlt. der Grund warum Webb überhaupt so weit entfernt noch was auflösen kann?

    Grüße,
    SR
    Absence of evidence does not mean evidence of absence.

  3. #3
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    Im Gegenteil, die Geschwindigkeit steigt mit größerer Entfernung.
    Das JWST hat einen wesentlich größeren Primärspiegel und nimmt Licht vom sichtbaren Rotbereich bis in den mittleren Infrarot-Bereich auf.
    Daher wird die Schattenseite auf etwa 30 Kelvin gekühlt.
    Das ist recht gut im deutschen wiki Artikel zum JWST erklärt. Da sind auch gute links zur NASA, ESA und der kanadische Space Agency.

    Es gibt hier auch einen Thread zum JWSTim Teleskop Unterforum.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  4. #4
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    Ja, die Geschwindikeit steigt, deswegen gibt es Rotverschiebung, deswegen braucht man Infrarotsensoren. Soweit klar.
    Aber, ob sich das Objekt von uns entfernt hat nichts damit zu tun, wie groß es im Teleskop erscheint, oder doch?
    Es ging ja nicht um die Helligkeit oder Wellenlänge, sondern um die scheinbare Größe (zb. einer Galaxie) am Himmel.
    Absence of evidence does not mean evidence of absence.

  5. #5
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  6. #6
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    Danke für die Links.
    Im ersten Dokument habe ich mir zuerst gedacht, okay also erscheinen sehr weit entfernte Galaxien sogar größer als manche Nähere(pinke Kurve auf S.4). Aber dann habe ich diesen Abschnitt gelesen:
    Die heute sichtbaren Lichtquanten der Galaxien aus der Randregion des Universums stammen aus
    der heutigen 13,7 Milliarden Lichtjahre entfernten Randregion des Universums und sind daher der
    Beweis für einen konstanten Kosmos.
    Die stärksten Beweise gegen das Urknallmodell wären damit gefunden. Es handelt sich um die heute
    sichtbare Hintergrundstrahlung im Verbund mit den rotverschobenen 13,7 Milliarden Lichtjahre
    entfernten randnahen Galaxien.
    Das macht das gesamte Dokument jawohl äußert fraglich.
    Mit dem zweiten kann ich leider nicht viel anfangen.
    Absence of evidence does not mean evidence of absence.

  7. #7
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    Das Zitat ist auch nicht korrekt. Die Lichtquanten waren 13,7 Milliarden Jahre unterwegs. Die Galaxien, die diese Lichtquanten u.a. in unsere Richtung ausschickten haben sich in diesem Zeitraum noch weiter von uns entfernt - um weitere Milliarden Lichtjahre -.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  8. #8
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    Hallo SRMeister,

    Zitat Zitat von SRMeister Beitrag anzeigen
    Das macht das gesamte Dokument jawohl äußert fraglich.
    nimm diesen Link hier: https://www.astro.ucla.edu/~wright/CosmoCalc.html . Da wird mit dem Standardmodell gerechnet.

    Die scheinbare Größe der fernen Galaxien sollte man anhand der angular size distance anschätzen können. Im Link zur Bezeichnung findet man auch die Erklärung der Definition.

    EDIT: Die angular size distance hat bei "Flat" ein Maximum ca. bei z = 1.62
    Geändert von Bernhard (09.03.2022 um 08:23 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  9. #9
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    Zitat Zitat von SRMeister Beitrag anzeigen
    ... also weil das Universum ja zu der Zeit viel kleiner war. Ist das nicht dann so eine Art Lupeneffekt?
    Die Galaxien, Sterne und Atome selbst machen die Expansion übrigens eher vernachlässigbar mit, weil diese ja in sich selbst gravitativ viel stärker gebunden sind. Die beschleunigte Expansion ist bezüglich der Galaxie ebenfalls zu vernachlässigen.

    Ganz kleine Effekte bezüglich der Rotationskurven halte ich für denkbar.
    Geändert von Bernhard (09.03.2022 um 08:55 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  10. #10
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Die Galaxien, Sterne und Atome selbst machen die Expansion übrigens eher vernachlässigbar mit, weil diese ja in sich selbst gravitativ viel stärker gebunden sind. Die beschleunigte Expansion ist bezüglich der Galaxie ebenfalls zu vernachlässigen.

    Ganz kleine Effekte bezüglich der Rotationskurven halte ich für denkbar.
    Hallo Bernhard,
    danke das ergibt jetzt Sinn für mich. man sieht die Galaxien also nur weiter auseinander stehen als sie wirklich waren als das Licht ausgeschickt wurde und sie erscheinen nicht/vernachlässigbar größer.

    Problem gelöst würde ich sagen!

    Beste Grüße in die Runde,
    S.R.
    Absence of evidence does not mean evidence of absence.

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