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Thema: Antimateriesterne in der Milchstraße?

  1. #1
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    Frage Antimateriesterne in der Milchstraße?

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    Reichlich faszinierende Idee:
    https://www.scinexx.de/news/kosmos/g...s-antimaterie/
    Ist vielleicht schon in der Andromedagalaxie das Verhältnis von Materie und Antimaterie reziprok zu dem in der Milchstraße?

  2. #2
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  3. #3
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    Hallo,

    Ich frage mich dabei, wie man sich erklären möchte daß bei einer nahezu perfekten Mischung von Protonen und Antiprotonen bei deren Produktion, bei einer weiterhin über zigtausend Jahre aufrechterhaltenen nahezu perfekten Durchmischung aller Protonen und Antiprotonen im Primordialen Gas des Universums und bei einer elektromagnetischen Anziehung zwischen Protonen und Antiprotonen und bei einer elektromagnetischen Abstoßung zwischen Protonen und Protonen respektive zwischen Antiprotonen und Antiprotonen es zu einer, für eine zur Sternenbildung nötigen, ausreichenden Entmischung von Protonen und Antiprotonen kommen konnte?

    Das würde ja auch bedeuten, daß man aus dem sehr frühen Universum eine sehr starke, entsprechend rot verschobene Strahlung mit charakteristischem Spektrum messen können müßte.

    Ob es einen, in diesem Sinne ausreichenden Entstehungs- und Separationsprozess im späteren Universum gibt, weiß ich nicht.

    Herzliche Grüße

    MAC

  4. #4
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    Hallo Mac,

    bisher war man meist auf der Suche nach einer Symmetrieverletzung, um die fehlende Antimaterie zu erklären.
    Die Idee mit den Antimateriesternen brachte mich auf die Idee, daß es auch genügt, wenn eine grundlegende Kraft, wie z.B Gravitation einen höheren Wert auf Materie derselben Art hat, um zu einer ungleichen Verteilung von Materie und Antimaterie in großen Maßstäben zu führen, weil es dadurch Entmischung mit räumlich getrennten Zentren von lokale Zusammenballungen einer erhöhten Konzentration von jeweils Materie oder Antimaterie käme, bei denen sich Materie und Antimaterie nicht mehr sofort gegenseitig vollständig auslöschen. Daher auch meine Idee bzgl. Andromeda. Klingt zwar schräg, ist es aber eigentlich gar nicht, wenn man von einer Entmischung von Materie und Antimaterie zum Zeitpunkt der Bildung des ersten Wasserstoffs kurz nach dem Urknall ausgeht.

    Freundliche Grüße,
    Klaus
    Geändert von Klaus (12.05.2021 um 19:13 Uhr)

  5. #5
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    Hallo Klaus,
    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    bisher war man meist auf der Suche nach einer Symmetrieverletzung, um die fehlende Antimaterie zu erklären.
    das tut man immer noch.


    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Die Idee mit den Antimateriesternen brachte mich auf die Idee, daß es auch genügt, wenn eine grundlegende Kraft, wie z.B Gravitation einen höheren Wert auf Materie derselben Art hat, um zu einer ungleichen Verteilung von Materie und Antimaterie in großen Maßstäben zu führen, weil es dadurch Entmischung mit räumlich getrennten Zentren von lokale Zusammenballungen einer erhöhten Konzentration von jeweils Materie oder Antimaterie käme, bei denen sich Materie und Antimaterie nicht mehr sofort gegenseitig vollständig auslöschen.
    Materie und Antimaterie sind ‚kondensierte‘ Energie. Ein Proton und ein Antiproton haben dieselbe Masse, also auch dieselbe Energie. Das kann man sehr eindrucksvoll zeigen durch Ablenkung im Magnetfeld. Wenn du Deine Idee weiter aufrechterhalten willst, brauchst Du eine neue Gravitationstheorie, die nicht im Widerspruch zu den bisherigen Beobachtungen steht, z.B. Ablenkung von Photonen im Gravitationsfeld.

    Abgesehen davon, war die Gravitation als schwächste Kraft sehr lange Zeit viel zu schwach, um die kinetische Energie (die Temperatur) der vorhandenen Materie nennenswert zu beeinflussen. Was man z.B. auch in der nahezu homogenen Energieverteilung der Hintergrundstrahlung, immerhin 380000 Jahre nach dem Beginn, sehr eindrucksvoll 'sehen' kann.

    Herzliche Grüße

    MAC

  6. #6
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Materie und Antimaterie sind ‚kondensierte‘ Energie. Ein Proton und ein Antiproton haben dieselbe Masse, also auch dieselbe Energie. Das kann man sehr eindrucksvoll zeigen durch Ablenkung im Magnetfeld. Wenn du Deine Idee weiter aufrechterhalten willst, brauchst Du eine neue Gravitationstheorie, die nicht im Widerspruch zu den bisherigen Beobachtungen steht, z.B. Ablenkung von Photonen im Gravitationsfeld.
    Ich spreche von der Wirkung von Materie auf Antimaterie. Eine winzige gegenseitige Abstoßung neutraler Materie- und Antimaterieatome über große Entfernungen warum auch immer wäre bereits genug.
    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, war die Gravitation als schwächste Kraft sehr lange Zeit viel zu schwach, um die kinetische Energie (die Temperatur) der vorhandenen Materie nennenswert zu beeinflussen.
    Das war sie nie und ich spreche nicht mal nur von Neutronensternen und weißen Zwergen. Doch ich bin auch kein Freund neuer alternativer Gravitationstheorien, wie MOND etc. Nur sollte es Antimateriesterne geben, dann scheidet aber eine Symmetrieverletzung bei der Materiekondensation als Ursache der fehlenden Antimaterie aus, denn sonst hätte es nie genug Antiwasserstoff für die Bildung von Antimateriesternen gegeben. Es bleibt daher spannend, ob sich die Sache erhärten läßt.

    Freundliche Grüße, Klaus

  7. #7
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    Nicht daß eine großzügige Entmischung von Materie und Antimaterie über eine ominöse Fernwirkungskraft die Dunkle Energie erklärt.
    Immerhin erzeugt jede Banane alle 75 Minuten aus Ka40 ein Positron. Das mit den Antimateriesternen ist schon eine steile These.

    Grüße Dip

  8. #8
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    ausreichenden Entmischung von Protonen und Antiprotonen kommen konnte?
    Hallo Mac,

    ich denke, das ist ein ganz wichtiger Punkt in diesem Kontext.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  9. #9
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    Entmischung in sofern, daß sich lokal langfristig verbleibende Überschüsse anhäufen, die sich nicht mehr sofort mit ihren jeweiligen Antiteilchen auslöschen, weil sich jene ihrerseits an anderen und hinreichend weit entfernten Stellen sammeln. Hinreichend weit entfernt wäre dabei etwa die halbe Strecke von einer Galaxie zur nächsten. So etwa wie MOND mit Abstoßung statt Anziehung bei Antimaterie.
    Etwa so, wie wenn der intergalaktische Wasserstoff hälftig aus Antiwasserstoff besteht, wobei der Antiwasserstoff verstärkt in Richtung Andromeda als Antimateriegalaxy gezogen wird, während die Milchstraße stärker den normalen Wasserstoff in ihre Richtung zieht. Ist natürlich alles nur wilde Spekulation, doch bei Antimateriesternen fällt eine Symmetrieverletzung als Ursache des lokalen Materieüberschusses weg, denn Antimateriesterne dürfte es dann nicht geben, jedenfalls nicht ein paar Millionen innerhalb der Milchstraße.

    Grüße, Klaus

  10. #10
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    Hallo Klaus,

    Du verhedderst Dich mit Deinen Argumenten in Widersprüchen.
    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Doch ich bin auch kein Freund neuer alternativer Gravitationstheorien, wie MOND etc.
    einerseits. Und
    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    So etwa wie MOND mit Abstoßung statt Anziehung bei Antimaterie.
    andererseits



    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Etwa so, wie wenn der intergalaktische Wasserstoff hälftig aus Antiwasserstoff besteht, wobei der Antiwasserstoff verstärkt in Richtung Andromeda als Antimateriegalaxy gezogen wird, während die Milchstraße stärker den normalen Wasserstoff in ihre Richtung zieht.
    Und auch hier, denn dann brauchst Du eine wirklich gute Erklärung für die Strahlungsära und ihre heute noch messbaren Auswirkungen.


    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Nur sollte es Antimateriesterne geben, dann scheidet aber eine Symmetrieverletzung bei der Materiekondensation als Ursache der fehlenden Antimaterie aus, denn sonst hätte es nie genug Antiwasserstoff für die Bildung von Antimateriesternen gegeben.
    Das solltest Du, auch in Bezug auf Deine Argumentation nochmal sorgfältig überdenken. Nur einige Stichworte: Strahlungsära, Inhomogenitäten bei der Hintergrundstrahlung, Massenanteile im primordialen Gas, Lyman-Alpha-Wald, Entropie.



    Zitat Zitat von Klaus Beitrag anzeigen
    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Abgesehen davon, war die Gravitation als schwächste Kraft sehr lange Zeit viel zu schwach, um die kinetische Energie (die Temperatur) der vorhandenen Materie nennenswert zu beeinflussen
    Das war sie nie und ich spreche nicht mal nur von Neutronensternen und weißen Zwergen.
    Hättest Du hier recht, gäbe es uns nicht. Gravitation ist mit extrem großem Abstand die schwächste aller Grundkräfte. Wikipedia hilft da. Du darfst nicht vergessen, daß bei den Temperaturen (also der kinetischen Energie) in der Strahlungsära elektromagnetisch wechselwirkende Materie keine Chance hatte nennenswert zu verklumpen. Erst wenn sie, durch die Expansion des Kosmos ausreichend abgekühlt ist, kann Gravitation beginnen sie zu verklumpen.

    Herzliche Grüße

    MAC

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