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Forschung    Archiv - Februar bis September 1999

GAMMA-RAY-BURSTS
GRB
Perfekte Heirat

Gamma-Ray-Bursts gehören zu den großen Mysterien der modernen Astronomie. Bisher war relativ unklar, was diese gewaltigsten Explosionen im Universum auslöst. Ein Doktorand vom California Institute of Technology (Caltech) könnte nun eine Antwort gefunden haben: Gamma-Ray-Bursts scheinen mit einer Supernova-Explosion zusammenzuhängen. (30. September 1999)

KREBSNEBEL
Einzigartiger innerer Ring

Das NASA- Röntgenteleskop Chandra begeistert einmal mehr die Wissenschaftler: Eine Aufnahme des Krebsnebels zeigte Strukturen in diesem Supernova-Überrest, von dem sich die Astronomen ganz neue Rückschlüsse über den Energietransport vom Pulsar im Zentrum in den Nebel versprechen. (29. September 1999)

SCHWARZE LÖCHER
Die meisten noch unentdeckt ?

Auf jedes vermutete Schwarze Loch könnten zehn weitere kommen, die durch Staub und Gas verdeckt sind. Diese Theorie stellte unlängst ein Wissenschaftler der Universität Cambridge auf, um so  den Röntgenstrahlungshintergrund im Universum zu erklären. Nach dieser Theorie könnten Schwarze Löcher sogar für rund die Hälfte der Strahlung verantwortlich sein, die seit dem Urknall im Universum frei wurde. (28. September 1999)

HUBBLE-KONSTANTE
Beachtliche Diskrepanz

Eines der Hauptaufgaben des Hubble- Weltraumteleskops ist die exakte Messung der Hubble-Konstanten, die direkt mit dem Alter des Universums verknüpft ist. Der im Mai veröffentlichte Wert schien das früher bestehende Problem zu lösen, dass das Universum jünger ist als die Sterne in ihm. Doch jetzt hat eine Forschergruppe noch einmal nachgemessen ...(27. September 1999)

ASTRONOMIE IM DEUTSCHSPRACHIGEN RAUM
Neue astrophysikalische Horizonte

Heute beginnt in Göttingen die jährliche Herbsttagung der Astronomischen Gesellschaft (AG). Unter dem Motto "New Astrophysical Horizons" diskutieren die Wissenschaftler Perspektiven der Astronomie an der Schwelle zum nächsten Jahrtausend. Außerdem verleiht die AG ihre höchste Auszeichnung - die Karl-Schwarzschild-Medaille - an Jeremiah P. Ostriker. (21. September 1999)

KOSMOLOGIE
Kollisions-Theorie liegt vorn

Mit Hilfe numerischer Simulationen auf den leistungsfähigsten Rechnern der Welt, versuchen Astrophysiker der Universität von Kalifornien in Santa Cruz einem Rätsel aus der Frühgeschichte unseres Universums auf die Spur zu kommen: Woher stammen die vielen hellen Galaxien, die man mit modernen Teleskopen zu einer Zeit sieht, in der unser Universum nur zehn Prozent seines jetzigen Alters hatte. (15. September 1999)

DOPPELSTERNE
Strahlungsausbruch mit Unterbrechung

Bei Beobachtungen des Doppelsterns Algol machten zwei europäische Astronomen eine ungewöhnliche Entdeckung: Sie registrierten einen gewaltigen Strahlungsausbruch, der allerdings für einige Stunden aussetzte. Für die Wissenschaftler ein Problem - stimmt doch dieser Befund nicht mit den gängigen Theorien dieser Ereignisse überein.(10. September 1999)

EXTRASOLARE PLANETEN
CORALIE entdeckt weiteren Planeten

Die Genfer "Planetenjäger" haben mit Hilfe des hochauflösenden Spektrografen CORALIE einen weiteren extrasolaren Planeten entdeckt. Der Planet mit einer ähnlichen Masse wie Jupiter liegt knapp unter 100 Lichtjahre von uns entfernt und ist schon die dritte Entdeckung in weniger als einem Jahr, die mit CORALIE gemacht wurde. (9. September 1999)

ASTRONOMIE IN EUROPA
Europas Astronomen treffen sich in Toulouse

In Toulouse findet zur Zeit die jährliche Tagung der Europäischen Astronomischen Gesellschaft (EAS) statt. Über 200 Astronomen sind in das südfranzösische Zentrum der europäischen Raumfahrttechnologie gekommen, um aktuelle Fragen aus Astronomie und Astrophysik zu diskutieren. (8. September 1999)

NEUTRONENSTERNE
Gravitationswellen als Bremse?

Astrophysiker des Albert-Einstein-Institutes könnten eine Erklärung für ein ungewöhnliches Phänomen gefunden haben: Für junge Neutronensterne scheint es nämlich eine Art Geschwindigkeitsbeschränkung für ihr Umdrehungszeit zu geben. Ursache hierfür sind möglicherweise Gravitationswellen. (7. September 1999)

COMPUTERSIMULATIONEN
Verschmelzung zweier Schwarzen Löcher
Wenn Schwarze Löcher kollidieren

Schon ein einziges Schwarzes Loch sprengt wohl die Vorstellungskraft der meisten Menschen. Nicht auszudenken, wenn zwei dieser exotischen Objekte zusammenstoßen. Das Ergebnis dürfte wohl eine der gewaltigsten Kollisionen im Universum sein. Wissenschaftler des Albert-Einstein-Institutes haben genau so ein Ereignis mit einem Supercomputer simuliert. (3. September 1999)

PULSARE
Untoter Stern verblüfft Astronomen

Ein australischer Doktorand hat ganz nebenbei einen Stern entdeckt, der wohl manche seiner Lehrer gehörig ins Schwitzen bringen dürfte: Denn den Pulsar mit Namen PSR J2144-3933 sollte es eigentlich gar nicht geben. Das kosmische Leuchtfeuer dreht sich nämlich viel langsamer, als es die gängigen Theorien erlauben. (31. August 1999)

SÜDLICHER KREBSNEBEL
Südlicher Krebsnebel (Detail)
Eine Geschichte zweier Sterne

Dass der südliche Krebsnebel einer Sanduhr ähnelt, war auch mit erdgebundenen Teleskopen auszumachen. Das Hubble Weltraumteleskop offenbarte allerdings unlängst eine Überraschung: Im Inneren des Nebels findet sich eine zweite sanduhrähnliche Struktur. Ursache hierfür könnten zwei Sterne sein, die sich im Inneren des Nebels umkreisen. (25. August 1999)

SETI
Eine Millionen suchen ET

Freude bei der Planetary Society: Der von der Gesellschaft mitinitiierte Bildschirmschoner SETI@home wird mittlerweile von über einer Millionen Computern weltweit ausgeführt. Bisher stellten Computerbesitzer dem Suchprogramm nach außerirdischem Leben über 50.000 Jahre an Rechenzeit zur Verfügung. (20. August 1999)

BRAUNE ZWERGE
Brauner Zwerg im NTT-Deep Field
SOFI hat's gesehen, SUSI nicht

Europäische Astronomen entdeckten in einem scheinbaren leeren Bereich des Himmels einen sehr kühlen Braunen Zwerg. Das rund 300 Lichtjahre entfernte Objekt hat nur einen Temperatur von 700 Grad Celsius und stellt eine Zwischenstufe zwischen Riesenplanet und Stern dar. Mit der Entdeckung bewiesen die Wissenschaftler einmal mehr die Leistungsfähigkeit der modernen Teleskope der Europäischen Südsternwarte (ESO). (19. August 1999)

ANTIMATERIE
Suche nach der Anti-Welt

Mit einem riesigen Ballon trug die NASA Mitte August ein japanisches Experiment in eine Höhe von über 30 Kilometern. Aufgabe der Apparatur: Die Suche nach Antimaterie-Teilchen, die den Beweis dafür liefern könnten, dass es irgendwo ganze Anti-Galaxien gibt. Die Chance auf Erfolg ist allerdings gering. (17. August 1999)

GALAXIEN
1138-262
Riesige Struktur

Die ersten Astronomen, die das erste Teleskop des Very Large Telescope der ESO benutzten, konzentrierten sich gleich auf eines der spannendsten Forschungsgebiete der modernen Astrophysik: Wie sind eigentlich großräumige Strukturen im frühen Universum entstanden? Mit ANTU kamen sie dem Problem auf die Spur. (2. August 1999)

EXTRASOLARE PLANETEN
Erdähnliche Bahn um Iota Hor

Astronomen haben mit Hilfe des ESO Observatoriums in La Silla einen neuen Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Er kreist um den sonnenähnlichen Stern Iota Horologii und dürfte mindestens die doppelte Masse des Jupiter besitzen. Besonders macht ihn seine Umlaufdauer: die ist mit 320 Tagen recht erdähnlich. (30. Juli 1999) 

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