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PHOENIX
Heute erste chemische Analyse geplant
von Stefan Deiters
astronews.com
25. Juni 2008

Heute soll der Roboterarm von Phoenix eine Bodenprobe in das Wet Chemistry Laboratory des Landers füllen. Erstmals würde damit Material aus der Nordpolarregion des Mars auf Salze, Säuregehalt und weitere Eigenschaften geprüft. Ein erster Test der Laboreinheit war zu Beginn der Woche ohne Probleme verlaufen. 

Phoenix

Der Roboterarm von Phoenix über der Öffnung des Wet Chemistry Laboratory. Bild: NASA / JPL-Caltech / University of Arizona/Texas A&M University  [Großansicht]

Bereits am Wochenende hatte Phoenix - wie in unserem Missionslog berichtet - eine Bodenprobe zum optischen Mikroskop des Landers geliefert, aber noch ausreichend Material in der Schaufel behalten, um ein weiteres Gerät mit einer Bodenprobe versorgen zu können. Die Wissenschaftler wollen versuchen, die selbe Probe möglichst in mehreren Analysegeräten zu untersuchen.

Die Wahl fiel nun auf das Wet Chemistry Laboratory, das Teil des Microscopy, Electrochemistry and Conductivity Analysers, oder kurz MECA, ist. Bislang war diese Analyseeinrichtung noch nicht benutzt worden. Mit ihr soll der Marsboden auf Salze, Säuregehalt und andere Eigenschaften getestet werden, ganz ähnlich wie man Gartenerde auf der Erde überprüft.

Zu Beginn der Woche hat man daher einen Test unternommen, bei dem Wasser für das Experiment aufgetaut wurde. Das Wasser ist Teil der Analyseeinheit und stammt von der Erde. "Das Wasser in der Wet Chemistry-Zelle ist gefroren und bevor wir ein Experiment machen können, müssen wir sicherstellen, dass es vollkommen aufgetaut ist", erklärt Sam Kounaves von der Tufts University, der für die Einheit zuständig ist. "Es ist vergleichbar mit einem chemischen Experiment auf der Erde, bei dem man eine exakte Menge an Wasser hinzugeben muss. Da muss man auch das gesamte Wasser aus dem Messbecher nehmen, damit es funktioniert."

Der Test verlief erfolgreich: "Wir sind jetzt bereit", so Michael Hecht vom Jet Propulsion Laboratory der NASA und für MECA zuständig. "Wir haben für unseren Test zum ersten Mal flüssiges Wasser auf dem Mars erzeugt". Höhepunkt der heutigen Aktivität von Phoenix soll nun das Einbringen der Bodenprobe in die Experimentiereinheit und die anschließende Analyse sein.

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