Das Innere des Jupiter ist noch nicht sonderlich gut erforscht.
Auch die kleine Sonde, die die Jupitersonde Galileo in die
Atmosphäre des Jupiter geschickt hat, hat nur bis in rund 150
Kilometer Tiefe Daten geliefert. Jupiter besteht hauptsächlich aus Wasserstoff und Helium
- ganz ähnlich wie unsere Sonne. Eine Reise ins Innere des
Jupiter kann man sich in etwa so vorstellen: Durch eine zunächst
sehr dünne Atmosphäre, erreicht man einen etwa -150 Grad Celsius
"warme" Wolkendecke, die hautsächlich aus Ammoniakeis
besteht. Dringt man in größere Tiefen des Jupiter vor, steigen
Druck und Temperatur: Neben einigen anderen Spurenelementen findet
man hier immer noch hauptsächlich Wasserstoff und Helium, das
irgendwann dann aber nicht mehr gasförmig, sondern flüssig ist.
Ungefähr 57.000 Kilometer unterhalb der Wolkendecke des Jupiter
erreicht man seinen festen Kern. Hier herrscht ein extrem hoher Druck
und Temperaturen
von über 20.000 Grad. Der Kern des Jupiter besteht vermutlich aus
einer Mischung von Gestein und Eis und hat eine Masse von etwa 15 Erdmassen.
Darüber befindet sich eine dicke Schicht aus metallischem, flüssigen
Wasserstoff. Diese exotische Form des Wasserstoffs wird nur durch
den extremen Druck möglich, der hier herrscht. Diese Schicht dürfte
auch für das starke Magnetfeld des Jupiter verantwortlich sein. (ds/17.
Mai 2001)
Haben Sie auch eine Frage? Frag astronews.com.