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Wenn sich inaktive Schwarze Löcher nicht aufspüren lassen,
wie kann man dann sicher sein, dass sich nicht in unserer Nähe eines befindet?
Schwarze Löcher lassen sich nur durch die Strahlung aufspüren, die von Material
ausgesandt wird, das sich kurz vor dem Sturz in das Schwarze Loch aufheizt. Bei
stellaren Schwarzen Löchern, die nach einer Supernova-Explosion eines
massereichen Sterns zurückbleiben, stammt dieses Material in der Regel von einem
Begleitstern, von dem das Schwarze Loch Gas abzieht. Wenn es einen solchen
Begleiter nicht gibt, haben wir kaum eine Chance, das Schwarze Loch zu beobachten.
Das bedeutet allerdings nicht, dass es auch unbemerkt bleiben muss und sich eine solche Schwerkraftfalle
beispielsweise in relativer Nähe der
Erde quasi "verstecken" oder vielleicht unerwartet ins innere Sonnensystem
eindringen könnte. Unbemerkt würde nämlich auch ein Schwarzes Loch nicht bleiben,
da es durch seine Masse die Bahnen von Objekten in seiner Umgebung beeinflusst.
So hat man beispielsweise einst aus den leichten Unregelmäßigkeiten beim Umlauf
des Uranus um die Sonne auf die Existenz von Neptun geschlossen. (ds/23.
Juli 2012)
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