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Thema: Supernovae: Der Stern, der immer weiter leuchtete

  1. #1

    Standard Supernovae: Der Stern, der immer weiter leuchtete

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    Eigentlich glaubten Astronomen die Prozesse beim explosiven Ende eines massereichen Sterns ganz gut verstanden zu haben - bis sie im Jahr 2014 die Supernova iPTF14hls entdeckten. Was auf den ersten Blick wie eine normale Supernova aussah, entpuppte sich als Stern, der einfach nicht verlöschen will: Er explodierte in den letzten Jahrzehnten offenbar mehrfach. (9. November 2017)

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  2. #2
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    Können wir aus dieser Entfernung überhaupt sagen, dass es der gleiche Stern ist, der da immer und immer wieder explodiert?
    Kann nicht der Auswurf des ersten Sterns eine Art Flächenbrand um sich herum erzeugt haben?
    (Durch Erreichen von kritischen Massen in den umliegenden Sternen?)

  3. #3
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    Zitat Zitat von Murx Beitrag anzeigen
    Können wir aus dieser Entfernung überhaupt sagen, dass es der gleiche Stern ist, der da immer und immer wieder explodiert?
    Woher weisst du, in welcher Entfernung sich der Stern befindet? In dem Bericht ist ja mal wieder leider nicht angegeben, wie weit der Stern entfernt ist. Wahrscheinlich ist der Bericht nur für Bildzeitungsleser gedacht.

    Gruß, Delta3
    Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand begabt hat, von uns verlangt, dass wir auf ihren Gebrauch verzichten! Galileo Galilei

  4. #4
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    Die Entfernung ist für den beschriebenen Vorgang uninteressant. Du kannst sie aber dem untendrunter verlinkten Originalartikel zusammen mit vielen anderen Details selbst entnehmen (156 Mpc).

  5. #5
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    Das habe ich gemacht, das sind ca. 500 Mill. Lichtjahre. Warum ist die Entfernung uninteressant? Kann man auf diese Entfernung überhaupt einen einzelnen Stern beobachten?

    Murx hat durchaus recht, wenn er da Zweifel hat, es könnte sich ja auch um einen Doppelstern oder ein Mehrfachsystem handeln, bei dem eine Komponente die andere beeinflusst.

  6. #6
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    Ich weiss deren genaues Auflösungsvermögen nicht. Ein sehr gutes Auflösungsvermögen wäre 0.01 Bogensekunden (ELT hat max. 0.005"). Damit kämest du in der Entfernung auf
    0.01"/3600"/180*pi*500E6 Ly = 24 Ly

    Ob sich solche 100-Sonnenmassen-Monstersonnen in der Entfernung voneinander mehr oder weniger gleichzeitig bilden können, weiss ich nicht. Ich würde schätzen, dass nicht. Aber wer weiss.

    Nichtsdestotrotz wird im Paper die Möglichkeit einer Interaktion des aussgestoßenen Materials und Energie mit umliegendem Material diskutiert und als nicht plausibel befunden, da gewisse erwartete spektrale Signaturen nicht auftreten.

    Außerdem ist den Messungen zufolge nur eine sehr geringe Abweichung von der Kugelform des Objekts festgestellt worden. Wodurch sich nach meinem Verständnis eine Doppelsternsupernova bestimmt ausschliessen lässt.

  7. #7
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    Zitat Zitat von RPE Beitrag anzeigen
    Damit kämest du in der Entfernung auf
    0.01"/3600"/180*pi*500E6 Ly = 24 Ly

    Ob sich solche 100-Sonnenmassen-Monstersonnen in der Entfernung voneinander mehr oder weniger gleichzeitig bilden können, weiss ich nicht. Ich würde schätzen, dass nicht. Aber wer weiss.
    Das ist es ja, was ich meine. Auch bei höchster Auflösung kann man auf diese Entfernung keine einzelnen Sterne mehr beobachten, geschweige denn feststellen, ob es sich um einen einzelnen Stern oder ein Doppel- oder Mehrfachsystem handelt. Was meinst du denn, woher diese Paare von SLs oder Neutronensternen gekommen sind, die da verschmolzen sind und deren Gravitationswellen man detektiert hat? Die müssen ja vorher auch mal paarweise in einer Supernova explodiert sein.

    Grüß, Delta3

  8. #8
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    Zitat Zitat von RPE Beitrag anzeigen
    Ob sich solche 100-Sonnenmassen-Monstersonnen in der Entfernung voneinander mehr oder weniger gleichzeitig bilden können, weiss ich nicht. Ich würde schätzen, dass nicht. Aber wer weiss.
    R136 hat gleich einen ganzen Sack voll Massemonster zu bieten. Ich denke wenn Du dort ein ähnliches Szenario auf R136a runterbrichst, wird es auch nicht einfach sein, zu sagen, welcher dieser Giganten gerade "gerülpst" hat. In den 1980er Jahren noch als Einzelobjekt betrachtet, kennt man mittlerweile doch kleinere Bestandteile, ich denke über 20. Die stehen aber so dicht beieinander, das man die genaue Anzahl immer noch nicht kennt.

  9. #9
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    Moin zusammen,

    im Bericht und im Preprint wird von Besonderheiten in der Lichtkurve und im Spektrum berichtet. Die mehrfache SN ist also nicht die einzige Besonderheit!

    Sollten die einzelnen Ausbrüche von mehreren Sternen stammen, so müssten alle diese Sterne ungewöhnlich sein, da sich ihre SNs von normalen SNs unterschieden. Die wahrscheinlichere Alternative ist da ein ungewöhnlicher Stern, der diese ungewöhnlichen SNs hervorgebracht hat.

    Gruss Christian

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