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Thema: A 2017 U1: Besuch von jenseits des Sonnensystems

  1. #11
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    Danke dir für die Erklärung

  2. #12
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    Der scheint von weiter weg zu kommen https://arxiv.org/abs/1710.11364 "Kinematics of the Interstellar Vagabond A/2017 U1"
    These calculations strengthen the interpretation that A/2017 U1 has a distant extrasolar origin, but not among the very nearest stars.
    Grüße Dip

  3. #13
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    Wobei man wissen muss, dass die "very nearest stars" die unmittelbaren Nachbarsterne der Sonne sind (Alpha Centauri, Barnards Stern, Luhmann 16, Wolf 359, etc.). Interessant am Artikel ist, dass die Sonne sich offenbar am äussersten Rand einer hypothetischen Oortschen Wolke um die Centauri-Sterne befinden könnte - das heisst, wir könnten künftig ein paar "Besucher" von dieser Wolke beobachten (sie kämen aus dem Sternbild Skorpion).
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  4. #14
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    Eigentlich ist es erstaunlich, dass solche Fremdkörper zwar gelegentlich das innere Sonnensystem erreichen, aber offenbar in den letzten 4,3 Milliarden Jahren keiner groß genug war, um Erde aus Versehen aus der habitablen Zone zu schieben.

  5. #15
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    Zitat Zitat von MGZ Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist es erstaunlich, dass solche Fremdkörper zwar gelegentlich das innere Sonnensystem erreichen, aber offenbar in den letzten 4,3 Milliarden Jahren keiner groß genug war, um Erde aus Versehen aus der habitablen Zone zu schieben.
    Eigentlich nicht, den Körper dieser Größe sind selten und der interstellare Raum ist ziemlich leer, da passiert auch in Millierden von Jahren wenig. Selbst dann wenn sich Milchstraße und Andromedanebel durchdringen wird es nur wenige Kollsionen trotz Hunderter Millarden Sterne geben.

    Dieser Körper kam aus Richtung Wega (ca 25 Lj entfernt), aber das muß nicht bedeuten, dass er direkt von diesem Stern kam.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  6. #16
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    Zitat Zitat von MGZ Beitrag anzeigen
    Eigentlich ist es erstaunlich, dass solche Fremdkörper zwar gelegentlich das innere Sonnensystem erreichen, aber offenbar in den letzten 4,3 Milliarden Jahren keiner groß genug war, um Erde aus Versehen aus der habitablen Zone zu schieben.
    "Schieben"? Um ein Objekt wie die Erde zu schieben (wohl eher kicken), brauchst du gewaltige Energien, und in diesem Fall helfen auch interstellare Geschwindigkeiten nicht viel - dafür bräuchtest du Masse. So ein Objekt müsste selbst planetengross sein. Und die dürften angesichts der enormen Distanzen extrem rar gesät sein.

    Dieser Körper kam aus Richtung Wega (ca 25 Lj entfernt), aber das muß nicht bedeuten, dass er direkt von diesem Stern kam.
    Er kam sogar ziemlich sicher nicht von der Wega selbst, da diese - als naher Stern - sich ja auch recht schnell bewegt in der Zeit, die der Körper gebraucht hätte, um die Distanz zu überbrücken. Mit anderen Worten: als der Körper sich einst nahe der heutigen Position der Wega relativ zur Erde befand, war diese noch weit weg von diesem Punkt.
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  7. #17
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    Zitat Zitat von SFF-TWRiker Beitrag anzeigen
    Dieser Körper kam aus Richtung Wega (ca 25 Lj entfernt), aber ...
    Satiere AN: Wir sollten das Very Large Array mal Justieren, da sind noch bestimmt ein paar Oberwellen die da mitschwingen! Satire AUS!
    Sorry das mußte mal sein ;-)

  8. #18
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    Greg Laughlin und Konstatin Batygin haben eine "Research Note" eingereicht, in der sie anhand der Beobachtung von A/2017 U1 eine Abschätzung machen, wie viele solche Objekte es geben müsste, und wie viel Masse pro Stern in der Galaxis ausgeworfen werden müsste, um die Beobachtung von A/2017 U1 zu erklären (ca. 1 Erdmasse pro Stern). Sie zeigen dann, dass der Rauswurf von so viel Material am ehesten in der kalten Zone eines Planetensystems geschehen muss, und am ehesten von Planeten von der Grössenordnung des Neptuns. Das ist quasi ein Hinweis auf eine grosse Population von Objekten, von denen wir heute (mit Ausnahme der Gravitationslinsen-Planeten) noch kaum Beispiele haben.
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  9. #19
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    Hallo zusammen,

    oh Mann, endlich wurde ein Objekt entdeckt, dass von außen kommend das Sonnensystem durchfliegt.

    Vor vielen, vielen Jahren habe ich mich hier
    http://forum.astronomie.de/phpapps/u...onn#Post133301
    gefragt, warum dies nicht schon geschehen ist.

    Und jetzt ist es endlich soweit!

    Und ich bekomme es erst jetzt mit.

    Leider ist das Objekt so klein (90-180m Durchmesser, Helligkeit schwankend, also entweder nicht rund oder verschiedene Albedo) und dunkel und wurde erst nach dem Perihel entdeckt, als es an der Erde in 0.16 AE vorbeiflog. So wird nicht viel Zeit für Beobachtungen bleiben, bis es zu dunkel ist. Heute bereits dunkler als 24 mag.

    Grüße UMa

    Edit: Bisher 8 Preprints auf arXiv.org
    https://arxiv.org/find/all/1/all:+AN.../0/1/0/all/0/1
    Geändert von UMa (08.11.2017 um 12:16 Uhr)

  10. #20
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    Das Objekt hat zur Definition einer neuen Nummerierung geführt. Interstellare Objekte werden von nun an mit "I"-Nummern bezeichnet. Das Objekt heisst jetzt also 1I/'Oumuamua. Der Name kommt aus den Hawaiianischen und steht frei übersetzt für den "allerersten aus der Ferne".
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