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Thema: Menschliche Körperabwärme und Klimaerwärmung?

  1. #1
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    Standard Menschliche Körperabwärme und Klimaerwärmung?

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    Das ist zugegeben eine ganz einfache Frage aber ein Kollege hat mich das gerade gefragt.

    Bei 7 Millarden Menschen, in wie fern wirkt sich die Körperabwärme auf den Treibhauseffekt aus bzw. hat dies überhaupt einen Atmospärischen Effekt?
    ich habe meinem Kollegen gesagt, das sich die erwärmte Luft pro Mensch binnen weniger Meter wohl verflüchtigen müsste, nur das ist natürlich eine Spekulation von mir.

    Wer weiß es?

  2. #2
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    Hallo pmvstrm,

    die Energie die ein Mensch durch seine Körperwärme abstrahlt, hat er ja nicht selber aus dem Nichts heraus produziert. Er muß diese Energie vorher in Form von Nahrung zu sich nehmen. Diese Nahrung stellt die Energie auch nicht aus sich selbst heraus zur Verfügung, sondern entweder direkt mit Hilfe des Sonnenlichts oder indirekt über die Tiere die wir essen und die sie ihrerseits auch wieder durch Pflanzen erhalten.

    Dieser Teil der Energiebilanz ist also völlig klimaneutral, weil eben nur kurzfristig ‚zwischengelagerte‘ Sonnenenergie wieder abgegeben wird.

    Ganz anders sieht es da schon bei den ‚Abfällen‘ unserer Energielieferanten aus. Methan z.B. Die verändern die Gesamtbilanz natürlich auch nicht, sorgen aber dafür, daß die Atmosphäre ihre Wärmeenergie erst bei höheren Temperaturen abstrahlen kann. Auch das CO2 hat diese Eigenschaft und wir reichern es durch das Verbrennen fossiler Kohlenstoffspeicher (Erdöl, Kohle) schneller an, als es die Pflanzen wieder binden können.

    Insgesamt geben alle Menschen etwa 1/260000 der Energie ab, die unsere Sonne im selben Zeitraum einstrahlt, das, für sich allein, ist aber wie gesagt völlig klimaneutral, weil es eben nur kurzfristig zwischengespeicherte Sonnenenergie ist.

    Herzliche Grüße

    MAC

    https://de.wikipedia.org/wiki/Ern%C3...#Energiebedarf
    https://de.wikipedia.org/wiki/Strahl...rahlungsbilanz

  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Insgesamt geben alle Menschen etwa 1/260000 der Energie ab, die unsere Sonne im selben Zeitraum einstrahlt, das, für sich allein, ist aber wie gesagt völlig klimaneutral, weil es eben nur kurzfristig zwischengespeicherte Sonnenenergie ist.
    Man müsste die ursprüngliche Frage umformulieren: Ist das vom Menschen ausgeatmete CO2 klimaschädlich? Diese Frage ist dann relativ schwer zu beantworten, aber auch dazu gibt es ganz gute Diskussionsgrundlagen:
    http://www.focus.de/wissen/klima/tid...id_234329.html
    Und für diejenigen, die gerne mit Zahlen jonglieren wollen:
    https://www.co2online.de/service/kli...nsch-aus-8518/
    Freundliche Grüße, B.

  4. #4
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    Hallo Bernhard,

    das was wir, und alle anderen Pflanzen- und Fleischfresser an CO2 ausatmen, haben wir vorher durch Nahrung aufgenommen. Erst wenn unser biologischer Energiebedarf nicht mehr durch die Pflanzen erstellt werden könnte, würden wir einen neutralen, biologischen CO2 Kreislauf verlassen - verhungern. (Räuber-Beute-Gleichgewicht). Die Probleme entstehen ja erst durch unser schnelleres Freisetzen fossilen Kohlenstoffes, gegen das die Pflanzen bisher nicht schnell genug an arbeiten können und wohl auch durch eine unverhältnismäßig hohe Nutztierhaltung. Und durch ausgasen von bisher 'eingefrorenen' Methans, infolge steigender Temperaturen.

    Herzliche Grüße

    MAC

  5. #5
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Die Probleme entstehen ja erst durch unser schnelleres Freisetzen fossilen Kohlenstoffes, gegen das die Pflanzen bisher nicht schnell genug an arbeiten können und wohl auch durch eine unverhältnismäßig hohe Nutztierhaltung.
    Das bringt es auf den Punkt.
    Freundliche Grüße, B.

  6. #6
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    das was wir, und alle anderen Pflanzen- und Fleischfresser an CO2 ausatmen, haben wir vorher durch Nahrung aufgenommen. Erst wenn unser biologischer Energiebedarf nicht mehr durch die Pflanzen erstellt werden könnte, würden wir einen neutralen, biologischen CO2 Kreislauf verlassen
    [...]
    und wohl auch durch eine unverhältnismäßig hohe Nutztierhaltung.
    widerspricht sich das nicht?

  7. #7
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    Hallo zabki,

    Zitat Zitat von zabki Beitrag anzeigen
    widerspricht sich das nicht?
    je nachdem, wie das was ich beim Schreiben meinte, von Dir interpretiert wird.

    Wir Menschen haben diesen natürlichen Kreislauf schon verlassen, als wir anfingen Kunstdünger mit Hilfe von fossilen Energieträgern herzustellen. Ganz drastisch verlassen haben wir ihn, als wir unseren Energiebedarf für Herstellung und Nutzung technischer Produkte mit diesen Energieträgern verwirklichten.

    Die Nutztierhaltung als solche ist nicht unbedingt negativ, nur ihr Ausmaß sprengt den natürlichen Rahmen bei Weitem und dann spielen eben auch hier die Stoffwechselprodukte (Methan) eine, verglichen mit dem natürlichen Ausmaß, erheblich übersteigerte Rolle bei den Treibhausgasen.

    Herzliche Grüße

    MAC

  8. #8
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    Zitat Zitat von mac Beitrag anzeigen
    Hallo zabki,

    je nachdem, wie das was ich beim Schreiben meinte, von Dir interpretiert wird.
    ich hatte so verstanden, daß du vom "ausgeatmeten" CO2 sprachst- dies wäre klimaneutral, solange die Menschen und Tiere den Nahrungsbedarf durch Pflanzen decken würden. Dann wäre - unter diesem Gesichtspunkt(!) - aber doch auch unsere Nutztierhaltung nicht bedenklich.

  9. #9
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    Naja, es gibt natürlich auch andere Aspekte als die Atmung (die CO2-neutral ist). Wenn man z.B. Urwald roden muss, um dort Soja anzupflanzen, der dann wieder Tieren verfüttert wird, dann wird natürlich das Sojafeld weniger CO2 binden als der Urwald zuvor. Deshalb tritt "Land Use" als beträchtliche Quelle von CO2-Emissionen in entsprechenden Statistiken auf.
    Planeten.ch - Acht und mehr Planeten...
    Final-Frontier.ch - Kommentare vom Rand des Universums

  10. #10
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Naja, es gibt natürlich auch andere Aspekte als die Atmung (die CO2-neutral ist).
    ja sicher, aber in #3 war ja speziell die Frage nach dem ausgeatmeten CO2 aufgeworfen worden.

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