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Thema: Junges Universum: Drei Quasare, die es nicht geben sollte

  1. #1

    Standard Junges Universum: Drei Quasare, die es nicht geben sollte

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    Quasare sind hell leuchtende, weithin sichtbare kosmische Objekte, in deren Zentren sich supermassereiche Schwarze Löcher verbergen. Jetzt haben Astronomen extrem junge und massereiche Quasare aufgespürt, deren Existenz sich mit den gängigen Theorien nur schwer erklären lässt. Hat man hier also Ausnahmefälle entdeckt oder stimmt etwas mit den Modellen nicht.*(12. Mai 2017)

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  2. #2
    Registriert seit
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    Frage Superschwere Teilchen in jungen Quasaren?

    Mit großem Interesse habe ich die Mitteilung über die jungen Quasare gelesen,"die es nicht geben dürfte".
    Ist es denkbar, dass im jungen Universum höhere Dichten an besonders schweren Elementarteilchen existierten (WIMPs, Superwimps) und die frühen Quasare diese aus dem noch relativ engen Universum weggesaugt haben? Dann könnte man darüber spekulieren, dass die schweren schwarzen Löcher in alte Galaxien ursprünglich auf ähnliche Weise gespeist worden sein könnten.

  3. #3
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    Standard

    Namaste,

    im Text steht, es gäbe keine Theorien, die das erklären könnten.
    Ich kann mich aber an einige ältere Theorien erinnern, die vorausgesagt haben, daß es sehr massereiche SL kurz nach dem Urknall entstanden sein müßten. Leider weiß ich nicht mehr wie oder von wem diese Theorie ist. Die Theorie wurde aber fallen gelassen, weil damals kein so schweres SL zu entdecken war.
    Kann sich noch jemand hier an diese alte Theorie erinnern?
    Die das Privileg haben zu wissen, haben die Pflicht zu handeln.
    (A.Einstein) zum Thema Ethik und Glauben
    Namaste

  4. #4
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    Standard

    ist nicht denkbar
    meine Signatur

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von pauli Beitrag anzeigen
    ist nicht denkbar
    Zur Erklärung: Die kosmische 3K-Hintergundstrahlung und Messungen, wie diese: Dunkle-Materie-Einfluss-im-jungen-Universum-geringer zeigen sehr deutlich, dass das frühe Universum in doppelter Hinsicht (baryonische und dunkle Materie) sehr homogen war.

    Deshalb bleiben die Ergebnisse von hier: Junges-Universum-Drei-Quasare-die-es-nicht-geben-sollte erstaunlich. Ich könnte mir hier eher vorstellen, dass bei den sehr "jungen" Quasaren der Löwenanteil der em-Strahlung aus Schichten kommt, die deutlich näher am Ereignishorizont liegen, als bei den späteren Quasaren. Damit käme zur Rotverschiebung aufgrund der Expansion des Universums auch noch ein Anteil vom Quasar selbst hinzu. Diese Quasare wären damit gar nicht so "jung" wie vermutet.
    Geändert von Bernhard (14.05.2017 um 15:03 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  6. #6
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    Standard

    Lieber Bernhard,
    herzlichen Dank für Deine freundliche und hilfreiche Erklärung!
    Hat man eine Vorstellung davon, was bei Quasaren unterschiedlich sein müsste, damit der Hauptanteil der ausgesandten Strahlung aus unterschiedlicher Nähe zum Ereignishorizont kommt? Können dabei spektral unterschiedliche Strahlen (Gamma, X, UV, IR) aus unterschiedlicher Tiefe kommen und deshalb die Rotverschiebungen in verschiedenen Spektralkanälen unterschiedlich sein?
    Viele Grüße
    Jomi

  7. #7
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    Standard

    Hallo Jomi,

    Zitat Zitat von Jomi Beitrag anzeigen
    herzlichen Dank für Deine freundliche und hilfreiche Erklärung!
    sehr gerne geschehen.

    Hat man eine Vorstellung davon, was bei Quasaren unterschiedlich sein müsste, damit der Hauptanteil der ausgesandten Strahlung aus unterschiedlicher Nähe zum Ereignishorizont kommt?
    Es gibt da natürlich Spezialisten (=Astronomen), die mehr zu den Quasar-Modellen wissen als ich. Insofern muss ich diese Frage nach diesem Detail weitergeben oder auf so Seiten wie arxiv.org und deren Suchmaschine verweisen. Inwieweit mein Vorschlag einer ernthaften Überprüfung standhält interessiert mich selber.

    Können dabei spektral unterschiedliche Strahlen (Gamma, X, UV, IR) aus unterschiedlicher Tiefe kommen und deshalb die Rotverschiebungen in verschiedenen Spektralkanälen unterschiedlich sein?
    Eine interessante Frage. Meines Wissens nach wird die Rotverschiebung des Quasarlichtes vor allem an den Linien des Wasserstoffs gemessen. Ob man in den Spektren auch noch andere Elemente nachweisen kann entzieht sich leider meiner Kenntnis.
    Freundliche Grüße, B.

  8. #8
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    Standard

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    Wahrscheinlich gibt es doch eine Erklärung https://www.nature.com/nature/journa...ture22358.html
    "Rapidly star-forming galaxies adjacent to quasars at redshifts exceeding 6"
    Mit ALMA wurden benachbarte Galaxien mit nicht aktiven SMBHs verglichen mit dem überraschenden Befund,
    daß die Sternentstehungsrate die heutige um das 100-fache übertraf, erklärt durch einen hohen Zufluß kalter Materie.

    Davon dürfte auch das kollapsähnliche Wachstum der SMBHs aus einer Wasserstoffwolke und Dunkler Materie profitiert haben.

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