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Thema: Breakthrough-Starshot: Abbremsen im Alpha-Centauri-System

  1. #1

    Standard Breakthrough-Starshot: Abbremsen im Alpha-Centauri-System

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    Im Rahmen der Breakthrough-Starshot-Inititiative sollen winzige Sonden entwickelt werden, die unseren Nachbarstern Alpha Centauri in nur zwei Jahrzehnten erreichen können. Zwei deutsche Forscher haben sich nun Gedanken darüber gemacht, wie man diese Sonden dort auch sinnvoll einsetzen könnte. Ihr Lösung hat einen Nachteil: Die Reisezeit würde sich merklich verlängern. (6. Februar 2017)

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  2. #2
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    Als interessierter Laie habe ich einmal eine Frage an die Experten:

    Man benötigt ja dem Artikel nach ein Segel einer bestimmter Größe, um entsprechend zu beschleunigen - und später wieder abzubremsen.

    Was würde eigenlich passieren, wenn diese Segel doppelt belegt wäre, das heißt, dass es sich zum Abbremsen auffalten und größenmäßig verdoppeln würde. Das würde doch eine Verkürzung des Bremsweges zur Folge haben?

    Ist mein Gedankenfehler, dass die doppelte Belegung das Segels aufgrund des dann ja doppelten Gewichtes die Beschleunigung entsprechend verängern würde und somit das Ergebnis neutral wäre?

  3. #3
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    Sowohl beim Beschleunigen als auch beim Abbremsen gilt: Je größer das Segel ist, desto besser. Der Gedankenfehler ist eher, dass es keinen Sinn machen würde, das Segel beim Beschleunigen halb zusammengefaltet zu lassen.

  4. #4
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    Wenn es auch nicht mehr zu unseren Lebzeiten ankommen wird,
    so fände ich es dennoch beeindruckend, wenn noch zu meiner Lebzeit eine interstellare Mission gestartet werden würde.

    Schön auch zu sehen, dass es - neben vielen, noch zu lösenden Problemstellungen- langsam greifbarer wird!

  5. #5
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    Was könnte man von einem solchen Unternehmen eigentlich im Hinblick auf die Beobachtungsmöglichkeiten erwarten - im Vergleich mit einem in 100 Jahren weiter fortgeschrittenen Teleskopbau (einschl. Gravitationslinsen-Teleskop )?

  6. #6
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    Bis dahin können sicherlich Exoplaneten schon ähnlich gut abgebildet werden,
    wie derzeit das Hubble Planeten unseres Solarsystems abbildet.

  7. #7
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    Vielleicht, vielleicht auch nicht. Tendenziell macht die Astronomie Fortschritte durch den Bau größerer Teleskope. Eine 30 Meter-Schüssel mag in Ordnung sein, 30 km wären aber doch ziemlich viel Aufwand für eher praxisferne Wissenschaft. Die besten Bilder von Planeten des Sonnensystems wurden alle mit Raumsonden gemacht. Alpha Centauri ist etwa 6000 mal weiter von der Erde entfernt als Pluto.

  8. #8
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    Vielleicht lohnt sich das Hinfliegen wirklich nicht.
    Der Planet ist 20 mal näher am roten Zwergstern als die Erde an der Sonne und läuft in 12 Tagen um.
    Das wäre zwar eine habitable Zone, aber die harte Stahlung läßt Sauerstoff und Wasser verschwinden.
    Nach Computerrechnungen würde der Sauerstoffverlust innerhalb 10 Mio Jahren abgeschlossen sein.
    http://iopscience.iop.org/article/10...-8213/836/1/L3

  9. #9
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    Angenommen alles klappt, die Sonden haben ihr Ziel erreicht, konnten verzögern, etc., wie wollen die geringen Nutzlasten uns ihre Missionsdaten schicken? Wie stark können die Sender sein? Selbst bei Lasern dürfte die Strahlauffächerung nach über 42 Billiarden Kilometer (4,5 Lichtjahre) dermaßen groß sein, dass das Signal/Rausch-Verhältnis indiskutabel ist.
    Geändert von Gernot (11.02.2017 um 15:45 Uhr)

  10. #10
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    Die von Breakthrough Starshot anvisierten Sonden nach Alpha Centauri sind nicht ohne wissenschaftliche Fortschritte zu machen. Bei der Kontrolle der Laser-Phase und Ausrichtung, beim Segel und bei der Sone selbst müssten ein paar technische Probleme gelöst werden die über die Skalierung von heutiger Technologie hinausgehen. Darum ist auch kaum vorherzusagen, wann das Projekt verwirklicht werden kann. Die Daten zurückzukriegen ist dagegen letztlich nur eine Frage der Teleskopgröße. Im Prinzip kann man auch in regelmäßigen Abständen eine Sonde schicken und die Daten von Sonde zu Sonde zurückleiten.

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