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Thema: Gravitationswellen: Neuer Beobachtungslauf beginnt

  1. #11
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    Zitat Zitat von pane Beitrag anzeigen
    was passiert denn, wenn sich die beiden SL im Zentrum unserer Milchstrasse vereinen?
    Die Amplitude der Welle wäre um einen Faktor von etwa 2.5e9 stärker. Bei einer gemessenen Amplitude von 1.0e-21 ergibt das 2.5e-12, was immer noch ziemlich klein ist. Für den Alltag auf der Erde hätte das meiner Meinung nach keine direkten Auswirkungen.
    Freundliche Grüße, B.

  2. #12
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    Zitat Zitat von DELTA3 Beitrag anzeigen
    Weisst du, wieviel Energie 3Mo entspricht?
    Ehrlich gesagt hat mich dieser Wert auch etwas geschockt. Andererseits habe ich momentan keinen Grund, den Wert ernsthaft anzuzweifeln.
    Freundliche Grüße, B.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Die Amplitude der Welle wäre ... 2.5e-12, was immer noch ziemlich klein ist. Für den Alltag auf der Erde hätte das meiner Meinung nach keine direkten Auswirkungen.
    Das zentrale SL hat 4,3 Mio So, der intermediäre "Begleiter" in 200 Lj Entfernung wird auf 100.000 So geschätzt, Massenverhältnis 43:1,
    das gibt eine Schramme beim Einparken.

    Ich hab mal für einen maximalen Merger 2*2,2 mit einer Endmasse von 4,4 Mio So abgeschätzt mit der Amplitude a < 10-17 (10kpc/D)*(M/Mo).

    Bei einer Sonnenentfernung von 26.000 Lj = 8 kpc kommt eine maximale Amplitude von a < 5*10-11 für das "schlimmste" Ereignis raus.
    Das ist weniger als 1 mm Längenänderung auf den Durchmesser der Erde, der Mond macht mehr Gezeitenkräfte (Auslenkung 30 cm).

    Grüße Dip

    PS: die Venus schafft es in unterer Konjunktion bis 0,02 mm Auslenkung auf der Erde
    eine "ordentliche" Gravitationswelle von 10-12 wäre also mit dem Einfluß der Venus vergleichbar
    Geändert von Herr Senf (04.02.2017 um 21:56 Uhr)

  4. #14
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    Zitat Zitat von DELTA3 Beitrag anzeigen
    Wie konnte man überhaupt die Massenveränderung messen, wenn da nur noch ein einzelnes SL war?
    Die LIGO-Daten werden mit Computersimulationen interpretiert: http://www.nature.com/news/3d-simula...ic-yet-1.17360
    Freundliche Grüße, B.

  5. #15
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    Zitat Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
    Das zentrale SL hat 4,3 Mio So, der intermediäre "Begleiter" in 200 Lj Entfernung wird auf 100.000 So geschätzt
    Danke für den Hinweis. Von dem Begleiter hatte ich noch nichts gelesen. Bei meiner Abschätzung bin ich von dem Merger des LIGO-Nachweises ausgegangen.

    BTW: Was ist der Unterschied zwischen So und Mo? Scheinbar wird das hier synonym verwendet.
    Freundliche Grüße, B.

  6. #16
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    Zitat von DELTA3
    Weisst du, wieviel Energie 3Mo entspricht?
    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Ehrlich gesagt hat mich dieser Wert auch etwas geschockt. Andererseits habe ich momentan keinen Grund, den Wert ernsthaft anzuzweifeln.
    Vor allem, wenn man bedenkt, dass der größte Teil der Gravitationswellenenergie beim 'Spiral in' aus dem Verlust an Bewegungsenergie stammt. Nach welcher Theorie entsteht denn dieser Massenverlust beim 'Merging'?

    Dieser Massenverlust von 3Mo wurde ja offensichtlich auch nicht tatsächlich gemessen, wie du schreibst:

    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Die LIGO-Daten werden mit Computersimulationen interpretiert: http://www.nature.com/news/3d-simula...ic-yet-1.17360
    Gruß, Delta3

  7. #17
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Die Amplitude der Welle wäre um einen Faktor von etwa 2.5e9 stärker. Bei einer gemessenen Amplitude von 1.0e-21 ergibt das 2.5e-12, was immer noch ziemlich klein ist. Für den Alltag auf der Erde hätte das meiner Meinung nach keine direkten Auswirkungen.
    Die Amplitude geht mit 1/r, wäre also nur 50000 mal größer und hier also nur 5e-17.
    Zitat Zitat von DELTA3 Beitrag anzeigen
    Vor allem, wenn man bedenkt, dass der größte Teil der Gravitationswellenenergie beim 'Spiral in' aus dem Verlust an Bewegungsenergie stammt. Nach welcher Theorie entsteht denn dieser Massenverlust beim 'Merging'?
    Letztendlich kommt alles aus potentieller Energie, wenn man so will. Und die Theorie ist natürlich die ART.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
    Das zentrale SL hat 4,3 Mio So, der intermediäre "Begleiter" in 200 Lj Entfernung wird auf 100.000 So geschätzt, ...

    Ich hab mal für einen maximalen Merger 2*2,2 mit einer Endmasse von 4,4 Mio So abgeschätzt mit der Amplitude a < 10-17 (10kpc/D)*(M/Mo).

    Bei einer Sonnenentfernung von 26.000 Lj = 8 kpc kommt eine maximale Amplitude von a < 5*10-11 für das "schlimmste" Ereignis raus. ...
    Gucken wir uns mal die Verhältnissen beim Inspiralen "Abbau von Epot" kurz vor dem schon relativistischen Zusammensturz an:

    Das zentrale SL mit 4,3 Mio So hat einen Schwarzschildradius von Rz = 13 Mio km.
    Das begleitende "kleine" SL hat 100.000 So und damit einen Rb = 300.000 km.
    Die marginal stabile Umlauf-Bahn ist für ein nichtrotierendes SL bei Rms = 6*Rz, also im Abstand von 78 Mio km.

    Die Amplitudenformel ist einfach a = (Rz*Rb) / (R*D) mit R = Bahnradius (hier 6*Rz) und D = 26.000 Lj zur Erde.

    Die Amplitude wird demnach a = 2*10-13 sein, kurz vor der Berührung bei R = 1,2*Rz ansteigen bis a = 10-12 .

    Grüße Dip

  9. #19
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    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    Die Amplitude geht mit 1/r,
    Ja, Danke.

    EDIT: Es ist so ähnlich, wie bei den Radiowellen. Die Energiestromdichte der Welle nimmt mit r² ab (das habe ich in der Rechnung verwendet), die Energiestromdichte ist aber proportional zum Quadrat der Amplitude und damit ist die Amplitude umgekehrt proportional zu r.
    Geändert von Bernhard (05.02.2017 um 20:51 Uhr)
    Freundliche Grüße, B.

  10. #20
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    Zitat von DELTA3
    Vor allem, wenn man bedenkt, dass der größte Teil der Gravitationswellenenergie beim 'Spiral in' aus dem Verlust an Bewegungsenergie stammt. Nach welcher Theorie entsteht denn dieser Massenverlust beim 'Merging'?
    Zitat Zitat von Ich Beitrag anzeigen
    Letztendlich kommt alles aus potentieller Energie, wenn man so will. Und die Theorie ist natürlich die ART.
    Das muss dann wohl so sein. Aber kann in einer einzigen Gravitationswelle tatsächlich die gewaltige Energie von 3Mo stecken? Leider weiss ich nicht, wie das nach der ART berechnet wird und muss es also wohl glauben.

    Freundliche Grüße
    Delta3
    Ich glaube nicht, dass derselbe Gott, der uns mit Sinnen, Vernunft und Verstand begabt hat, von uns verlangt, dass wir auf ihren Gebrauch verzichten! Galileo Galilei

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