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Thema: Weltraumlift in Helixform

  1. #1
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    Standard Weltraumlift in Helixform

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    Hallo,

    ich hatte gerade die Idee, dass ein Weltraumlift - wöfür es ja schon Konzepte gibt - nicht unbedingt gerade zu sein bräuchte, sondern auch in einer leichten Helixform realisiert werden könnte. Vielleicht wurde dies schon diskutiert, ich habe nichts gefunden.

    Das hätte den Vorteil, dass beispielsweise zu hohe Zugkräfte ihn nicht gleich reißen lassen würden, da die Helix wie ein Puffer funktioniert.

    Natürlich würde auch die transportierte Last dran ziehen, sie dürfte nicht so schwer sein, dass sie die Helix gleich ganz gerade zieht. Ich könnte mir vorstellen, dass es dazu einen austarierten gangbaren Bereich gibt.
    Eben so, dass die Last die Helix in vorgesehener Weise nicht zu sehr streckt, so dass immer noch Puffer übrig bleibt.

    Denn, was gibt es schlimmeres, als dass so ein "Seil" reißt?

    Quelle der Inspiration waren Pflanzen, die auch nicht schnurgerade wachsen für gewöhnlich. Überhaupt kennt die Natur gerade Linien eher nicht. Von daher warum nicht abgucken?

    Die Extrakosten für die längere Strecke sind, solange dies die dauerhafte Funktionstüchtigkeit überhaupt erst herstellt, natürlich einfach nötig dann.

    Gruß,
    Dgoe


    Edit: Ach ja, ich habe noch etwas vergessen zu erwähnen. Die oben befindliche Endstation zerrt natürlich auch nach oben zentrifugalkraftmäßig, die Helix einer Feder gleich etwas streckend. Letztlich sollte die ganze Konstruktionsstruktur, die die Helixform vorgibt so flexibel sein, dass sie nachgeben kann, gleichzeitig eine gewisse Grundspannung aufweisen, die zum Gewicht oben passt und dennoch noch Spielraum hätte.
    Hoffe man versteht, was ich meine.
    Geändert von Dgoe (10.08.2016 um 00:41 Uhr)

  2. #2
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    Hallo,

    ich kann mir vorstellen, dass die Idee so verschroben ist, dass niemand auch nur eine Antwort übrig hat. Muss ja auch nicht. Ob nur eh noch lange utopisch oder gar unmöglich wird mir dadurch nicht klarer.

    Ich selber denke immer wieder mal darüber nach.

    Es ist ja klar, dass wenn ein Gewicht (Payload/Nutzlast) von unten hinauf will, dieses die Helix langzieht. Eine strukturelle Eigenschaft sollte natürlich der Art sein, dass die Helixform eine gewisse Steifigkeit birgt, die bei Überschreitung des Gewichts nicht mehr nur nachgibt, sonder bricht.

    Ähnlich eines Gummis vertikal gespannt. Daran kann sich auch ein Gewicht hochziehen (mit eigenem Motor), das Gummi länger ziehend. Ist es nur zu schwer und zieht damit das Gummi zuu lang, dann reißt das Gummi.

    Hier soll nur statt einem Gummi, die Helixform den gleichen Effekt mit steifen/steiferen Materialien ersetzen.
    Die vielen Einzelkomponenten mechanisch so ineinandergesetzt, dass es dies bringt (also nicht nur 'nen Knoten, sondern geschickt entgegen Scherkräften verbunden - einzelnd, aber vor allem in Summe Toleranz mitbringend).

    Sinn der Übung natürlich, dass im Gegensatz zu einem straff gepannten Seil, nicht mehr nur die Zugfestigkeit des Seilmaterials die Obergrenze vorgibt, sonder etwas dazugewonnen wird an Flexibilität. Im Sinne dessen, dass so ein Megaaufwand möglichst nicht kaputtgehen/reißen soll.

    Gruß,
    Dgoe
    Geändert von Dgoe (05.01.2017 um 21:00 Uhr)

  3. #3
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    Zitat Zitat von Dgoe Beitrag anzeigen
    Eine strukturelle Eigenschaft sollte natürlich der Art sein, dass die Helixform eine gewisse Steifigkeit birgt, die bei Überschreitung des Gewichts nicht mehr nur nachgibt, sonder bricht.
    Argh, nein, sorry. Sie soll natürlich nicht brechen, sondern als Fallback erst wenn auch die langgezogene Form auch noch die Zugfestigkeit überschreitet bricht/reißt es erst.

  4. #4
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    Hi Dgoe,

    Habe mich bisher noch nie intensiver mit solchen Lifts beschäftigt, deshalb nur ein spontaner Einfall dazu.

    Bei den Lifts sollte die Corioloskraft eine Rolle spielen. Das könnte bei der "Rotation" entlang der Helix interessant sein. Eventuell würde ein Lift eh die Bahn einer Helix entlang fahren, auch wenn das Seil "gerade" wäre.

    Gruß,
    Christian

    Meine Astro-Page: www.Jeffer.de

  5. #5
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    Hm,

    Du meinst die Corioliskraft könnte abseits des Äquators ein Seil zu einer Helix zwingen?

    Hat das einen Vorteil?

    Wie auch immer, sagen wir Äquator auf Nummer sicher. Das verflixte Seil soll nun mal nicht reißen. Daher hatte ich mir Komponenten vorgestellt, die es etwas verdrillen, eine Helix ergebend. In der Hoffnung, dass dadurch der Spielraum größer wird.

    Nur eine Laienidee, eine Spirale (Helix) ist flexibler als ein gerader Schaft. Muss aber auch etwas hochtransportieren können, mit Vorteil, wäre ja sonst sinnfrei.

    Gruß,
    Dgoe

  6. #6
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    Wobei....

    Wenn die Helix abseits des Äquators quasi umsonst entstünde, auch nicht schlecht.

    ...*grübel*

  7. #7
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    Die Helix-Form hilft dir beim Weltraumlift nichts, oder auf jeden Fall nicht viel. Da ist einfach eine enorme Zugkraft drauf, stärker als alles, was bekannte und real existierende Materialien leisten können: alles, was passieren würde, ist, dass die Helix bis zum Maximalen ihrer Länge gespannt würde. Die Helix würde zwar wohl immer noch einen kleinen Teil der auf sie wirkenden Zugkraft in eine zentrale Kompression umwandeln, aber bei maximaler Streckung ist dieser Teil minimal klein.
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  8. #8
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    Das ist ja schade.

    Danke für die Info.

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