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Thema: TRAPPIST: Drei rote Welten um nahen kühlen Stern

  1. #1

    Standard TRAPPIST: Drei rote Welten um nahen kühlen Stern

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    Mithilfe des TRAPPIST-Teleskops haben Astronomen drei Planeten um einen nur 40 Lichtjahre entfernten extrem kühlen Zwergstern entdeckt. Damit ist es erstmals gelungen, Planeten um eine Sonne dieses Typs nachzuweisen. Alle ähneln in ihrer Größe der Erde, dürften sich ansonsten allerdings deutlich von unserer Heimatwelt unterscheiden. (3. Mai 2016)

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  2. #2
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    Hängen die Verhältnisse auf der Oberfläche der Planeten nicht auch wesentlich von der jeweiligen Atmosphäre ab?

    Venus-Erde-Mars...
    Alle in der "habitablen Zone".

  3. #3
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    Natürlich. Das ist auch die berechtigte Kritik, die man an der Art und Weise, wie das Paper "verkauft" wird, anbringen kann.

    Interessant ist aber, dass die Planeten ausserordentlich gut für eine Atmosphären-Charakterisierung geeignet sind. Man kann an ihnen vermutlich auch diese einzigartige Methode der Massenbestimmung anwenden, bei der man spektroskopisch die Skalenhöhe der Atmosphäre bestimmt. Diese hängt von der Gravitation (und der zumindest teilweise bekannten Molekularen Masse der Atmosphäre) ab, und kann deshalb gebraucht werden, um die Planetenmasse zu bestimmen.

    Venus-Erde-Mars...
    Alle in der "habitablen Zone".
    Nicht in der klassischen "habitablen Zone", die von etwa 0.95 bis 1.38 AU geht. In einigen erweiterten HZ-Modellen ist der Mars drin (aber seine Masse ist zu gering, um eine so dichte Atmosphäre wie erforderlich zu halten), aber die Venus eigentlich nie. Und genau deshalb sollte man bei den inneren beiden Planeten nicht zu sehr auf eine erdähnliche Umgebung hoffen. Der mittlere der drei ist schon fast ein perfektes Venus-Analog: ~1 Erddurchmesser, ~2 fache Solarkonstante.
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  4. #4
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    Bei einem M8-Stern ( 83,8 JupM/Durchmesser ca 160.000km, 2500 K) und der höchstwahrscheinlich gebundenen Rotation der beiden inneren Planeten, ist eigentlich nur der äußere wirklich interessant. Bei der engl wiki wird auch der Vergleich zwischen Jupiter und den Gallileischen Monde gezogen. Evtl sollte man mal anhand von Resonanzen nach einem, der dem 3. Gallileischen Mond entprechen würde, suchen, denn da ist zwischen den beiden inneren und dem äußeren doch schon eine Lücke. Außerdem soll der Zwergstern erst 0,5 Gyr jung sein.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  5. #5
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    http://arxiv.org/abs/1605.01564

    Der Stern, um den diese Planeten kreisen, ist im UV-Bereich ähnlich hell wie die Sonne. Das scheinen mir keine guten Voraussetzungen für Leben zu sein.
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  6. #6
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    Da bliebe dann, zur Vermeidung zu hoher Mutationsraten, nur eine Zone auf der sternabgewandten Seite oder bleihaltige Exoskelette.
    Das Probleme beträfe auch den äußersten Planet, wenn dieser wirklich einen 73d-Orbit (fast so lang wie Merkur) hätte?
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  7. #7
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    Ja, auch dann. Aber dichte Atmosphären könnten auch helfen. TBD.
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  8. #8
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    Laut exoplanet.eu ist für 1-d ein Orbit von 18 Tagen am wahrscheinlichsten und dann dort eine Temperatur von 180 K. Also wieder nur ein auf wenige Kriterien beschränkter "erdähnlicher" Planet.
    Nun gut, wer sich für Exos interessiert, der ist in Geduld geübt und betrachtet die Erd-Cousins 2. oder 3. Grades mit angebrachter Skepsis bei reißerischen Titelzeilen.
    Als engagierter und faszinierter Laie freue ich mich über Hinweise, die meinen Horizont erweitern.

  9. #9
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    Nun gut, wer sich für Exos interessiert, der ist in Geduld geübt und betrachtet die Erd-Cousins 2. oder 3. Grades mit angebrachter Skepsis bei reißerischen Titelzeilen.
    Ja. Wobei dieser Fall besonders interessant ist, weil die Atmosphären-Zusammensetzung (Zumindest für b und c) mit heutigen oder nah-zukünftigen Instrumenten (JWST) bereits untersucht werden kann. Wir werden also ziemlich bald mehr über die "Bewohnbarkeit" von angeblich "bewohnbaren" Exoplaneten erfahren. Ich würde vermuten, dass die beiden Welten eine Atmosphären-Zusammensetzung ähnlich wie die Venus haben dürften: vorwiegend CO2 und N2, kein Wasser. Andererseits könnte es durchaus sein, dass die Planeten reich an Wassereis sind und hohe Albedos haben - in diesem Fall könnten die Oberflächentemperaturen vergleichsweise tief und die Atmosphären-Zusammensetzung u.a. reich an Sauerstoff sein (von verdampftem Wasser/Eis, das dann durch den UV-Flux des Sterns gespalten wurde).

    Interessant ist der Fall auch, weil künftige Beobachtungen es erlauben werden, die Massen genauer zu bestimmen, und wir damit interessante zusätzliche Informationen über die Masse-Radius-Relation in diesem interessanten Massenbereich erhalten. Und auch, weil Beobachtungen dieser Planeten helfen könnten, die Frage zu klären, ob Planeten, die ihrem Stern stets die gleiche Seite zuwenden stabile Klimata haben können.
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  10. #10
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    In diesem Zusammenhang ist auch interessant, dass abgesehen von der Erde, der “habitabelste” Platz für uns Menschen weit ausserhalb der habitablen Zone liegt.
    Auf Titan könnten wir – leicht übertrieben – mit ‘ner warmen Unterhose und etwas Sauerstoff picknicken.

    Na gut vielleicht nicht ganz – aber zumindest ohne schweren Druckanzug.

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