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Thema: ISS: Russland will ISS nur bis 2020 betreiben

  1. #1

    Standard ISS: Russland will ISS nur bis 2020 betreiben

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    Im Erdorbit läuft noch alles rund: Am Morgen kehrten ein Amerikaner, ein Russe und ein Japaner an Bord einer Sojus-Kapsel von der Raumstation ISS zurück. Auf der Erde jedoch nehmen die Spannungen zu: Gestern erklärte der russische Vizepremierminister, dass Russland die ISS nur bis 2020 benötigt. Die NASA will sie mindestens bis 2024 betreiben. Und auch an anderen Stellen knirscht es. (14. Mai 2014)

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  2. #2
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    Kein Problem: die drei Space Shuttles reaktivieren. Das dürfte immer noch billiger kommen als alle anderen "Optionen", ganz zu schweigen davon, dass es wohl auch schneller gehen würde.


    Freundliche Grüsse, Ralf

  3. #3
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    Na also bis 2020 wird ja wohl der bemannte Transport für die USA wieder möglich sein. Trotzdem ist das dann immernoch problematisch, der russische Teil der ISS will ja auch gewartet werden. Ich denke, das sind jetzt eh strategische Spielchen, bis dahin wird man sich doch hoffentlich wieder zusammen raufen.
    101010

  4. #4
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    Die Spaceshuttles sind Geschichte. Die wurden bereits ausgeschlachtet (z.B. wurden die Triebwerke entfernt und durch Nachbildungen ersetzt) und "stillgelegt", so dass sie als Museumsstücke dienen können. Ebenso all die Technologie, die zu ihrer Wiederinstandsetzung diente. Ich glaube, sogar der Startturm in Cape Canaveral wurde abgebaut. Dieser Zug ist definitiv abgefahren.

    Natürlich sind das alles politische Spielchen. Bis 2020 ists noch lange hin. Anderseits ist es natürlich schon so, dass die ISS das Produkt einer früheren Generation ist. Sie ist ein Symbol für internationale Zusammenarbeit, aber so wie sie im Moment genutzt wird, wird sie nie einen signifikanten Beitrag zur bemannten Raumfahrt und insbesondere zur Erschliessung des Sonnensystems leisten. Es ist gut, sie bis 2020 zu behalten, von mir aus auch noch ein wenig darüber hinaus. Nur schon, um der bemannten privaten Raumfahrt in den USA auf die Beine zu helfen. Danach brauchen wir aber, wenn schon, etwas anderes: eine Station in einem der Lagrange-Punkte des Erde-Mond / Erde-Sonne Systems. Diese Station dient als Warenlager, Treibstofflager, Testbasis für eine Menge von Deep Space Technologien (Strahlenschutz, Recycling, aufblasbare Module, rotierende Module etc.) und Startpunkt für bemannte interplanetare Missionen. Zu ihrer Versorgung mit Fracht und Crew könnte man wieder auf das mittlerweile bewährte kommerzielle Modell zurückgreifen. Insofern: so tragisch ist das nicht, wenn die Ära der ISS sich auch irgendwann zum Ende neigt.
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  5. #5
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    1

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    Nachnutzung ISS:
    Nachdem jetzt schon soviel Aufwand getrieben wurde, die Module der ISS da hochzubekommen, kann man den ganzen Haufen nicht zu einem Lagrange-Punkt bringen?
    Oder ist es energetisch wirklich sinnvoller, die ISS verglühen zu lassen und nochmal ganz von vorne anzufangen?
    Mfg Christian
    (Astro Laie)

  6. #6
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    Das würde sehr viel Energie und Treibstoff benötigen - und die Entwicklung eines Moduls erfordern, welches das kann. Weiter ist die ISS nicht dafür gebaut, stark (oder lang) beschleunigt zu werden.

    Die Aufgabe 2020 ist mittlerweile vom Tisch. Im Moment redet man von 2024 oder gar 2028.

    Die Module der ISS haben eine begrenzte Lebensdauer. Von dem her muss früher oder später ohnehin was neues her. Aber ob es nochmals eine grosse internationale Station geben wird ist fraglich. Wenn schon, dann im Mondorbit (das ist jetzt der Plan).
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  7. #7
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Wenn schon, dann im Mondorbit (das ist jetzt der Plan).
    Welche konkreten Vorteile brächte das im Vergleich zum wesentlich billigeren Erdorbit? Oder ist das doch, bzw. sogar die Vorbereitung einer Mondbasis?
    Freundliche Grüße, B.

  8. #8
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    @Christian, die ISS bringt derzeit 450 t auf die Waage.
    Um die hinter die Mondbahn in einen (instabilen) Lagrange-Punkt anzuheben, bräuchte man pi*Daumen eine doppelt so schwere Raketenstufe - 900 t!

    Für den Deorbit der MIR-Station mit 140 t hat man einen Progress-Transporter mit 2,7 t Treibstoff gebraucht, für die ISS wären es dann 9 t = 1/100.

    MfG Dip

    PS: die ISS ist ja wieder zerlegbar, Rußland möchte eigene Teile vlt "für sich" weiternutzen, die bleiben für einen neuen Zusammenbau noch oben;
    für zwei große Reste a 150 t würden dann 2 Progress wie 2001 reichen, man hat die Technologie bereits, kleine Einheiten dürfen auch alleine abstürzen.
    Geändert von Herr Senf (13.08.2017 um 22:43 Uhr)

  9. #9
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    Zitat Zitat von Bernhard Beitrag anzeigen
    Welche konkreten Vorteile brächte das im Vergleich zum wesentlich billigeren Erdorbit? Oder ist das doch, bzw. sogar die Vorbereitung einer Mondbasis?
    Der Mondorbit ist eine gute Zwischenstation für interplanetare Raumschiffe, wie die NASA sie dereinst einmal bauen will. So denkt man, ein grosses Modul bzw. eine kleine Station (das Mars-Transit-Hab) zu entwickeln, das mit einem solar-elektrischen (SEP) Antrieb zum Mars und zurück fliegen soll. Nach dem Flug zum Mars wird das Modul in einen Orbit um den Mond eingefangen und dockt mit der Station, um dort für die nächste Mission ausgerüstet zu werden. Das spart gegenüber dem Flug aus dem Erdorbit viel Kosten und Energie (auch weil SEP so effizient ist). Denn würde das gleiche Raumschiff aus dem tiefen Erdorbit aus zum Mars fliegen, müsste es mit dem (langsamen) SEP durch die Van Allen Gürtel, was gefährlich für die Crew wäre (bzw., man müsste mit dem Crew-Transfer warten, bis das Raumschiff sich jenseits der Gürtel befindet, was energetisch fast auf das selbe heraus kommt wie wenn es im Mondorbit startet).

    Und natürlich gibt es mit einer Station im Mondorbit immer die Möglichkeit, auch Landungen auf der Oberfläche des Mondes zu unterstützen, sollte das politisch opportun werden. Oder Treibstoffladungen von der Mondoberfläche zu empfangen. Und die Aussicht ist sicher unschlagbar!
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