Wieso man die Erde immer als "Halberde" sieht hat einen einfachen Grund:
Ein Mondtag dauert 28 Erdtage. Das heißt die Tagseite erhitzt sich recht stark.
Nachts hingegen fällt die Temperatur auf bis zu Minus 100°C da keine Atmosphäre vorhanden ist. Eine Landung auf der Nachtseite wäre wohl auch relativ langweilig gewesen.
Also wurden Landeplätze ausgesucht die für die paar Tage auf der Tagseite sind, aber eben doch eher im "Abendbereich".
Noch dazu braucht man ja eine Position die die bestmögliche Verbindung zur Erde hat.
Ergo braucht man eine Position die, von oben gesehen, ein rechtwinkliges Dreieckbildet mit Sonne, Erde und Mond als Eckpunkte und der Erde am rechten Winkel. Und aus dieser Mondposition aus sieht man die Erde als Halberde.
Und da die Mondlandungen Äquatornah waren "liegt" die Erde folglich genauso wie man z.B.in Äquatorial-Afrika den Mond sieht. Auf der Südhalbkugel der Erde ist er genau andersherum als wir ihn sehen. Genauso verhält sich das auf dem Mond.
Was die Fotos angeht: die bekanntesten sind vom Erdaufgang den Apollo 8 fotografierte, sie zeigen den Pazifik weil Apollo 8 den Mond genau zu dem Zeitpunkt erreichte als der Mond über dem Pazifik stand, ich meine man erkennt da aber ein Stück von Australien am Rand.
Auf diesem Bild hier , das ebenfalls von Apollo 8 ist, ist z.B.Indien zu sehen.
Auf diesem Bild von Apollo 10 ist Afrika deutlich zu erkennen.
Gruß Alex


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