Hallo,
vielleicht kann man auf die alte Röhrentechnik zurückgreifen, das mit dem Vakuum ist ja kein Problem.
Mit freundlichen Grüßen Ollyti
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Integrierte Schaltungen gibt es überhaupt ja erst seit 1958 also 51 Jahren was alles in den nächsten 50 Jahren möglich sein könnte kann ich mir garnicht vorstellen^^
Hallo,
vielleicht kann man auf die alte Röhrentechnik zurückgreifen, das mit dem Vakuum ist ja kein Problem.
Mit freundlichen Grüßen Ollyti
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Geändert von ollyti (30.10.2009 um 21:18 Uhr)
Ja, das ist eine Idee:
Alte Schaltkreise sind noch aus massiv viel Material, heutzutage wird sehr viel gespart.
Darum sind sie 1) gegen Strahlung resistenter als moderne Chips,
und 2) wenn man minimalistische Schaltungen einbaut könnten sie sich auch automatisch ersetzen, mehrfache Redundanz wäre wohl auch nicht von Nachteil
Ja, das glaube ich auch.
Je länger eine Technik bekannt ist, und je einfacher sie ist, desto störunanfälliger ist sie.
Bei 3K geht nichts so schnell kaputt, aber die Strahlung kann Chips mit ihrer hohen Informationsdichte leichter beschädigen als mechanische oder elektrische (Röhren-) Technik.
And now for something totally different:
Was sollte so eine Sonde eigentlich erforschen?
In 1000 Jahren werden da keine Astronomen die Ergebnisse der Mission auswerten, sondern Wissenschaftshistoriker.
And now for something totally different:
Mars, das war dein 333. Beitrag.
Herzlichen Glückwunsch!
^_^
=^.^=
Cool, dankeMars, das war dein 333. Beitrag.
Herzlichen Glückwunsch!
Ich weiß nicht welche Geschwindigkeiten man mit Atom-VASIMR erreichen könnte... Aber mit Jupiter-Swing-by, und so vielen Swing-bys wie möglich....Was sollte so eine Sonde eigentlich erforschen?
Wie lange könnte ein halbwegs realistischer Flug zum nächsten Stern (36 oder 40 Lichtjahre) dauern? 0,25 c ist wohl nicht erreichbar, oder doch? Sonst könnte man gar in 160 Jahren hin... (Und wie gesagt, mit Quantenkommunikation könnten 'wir' in 160 Jahren dann live die Planeten optisch sehen, anstatt 40 Jahre später...)
Eines habt ihr aber vergessen: es muß keine digitale "Uhr" sein, es gibt durchaus chemische oder sogar mechanische Möglichkeiten einen Zeitablauf zu messen.
Ich denke sogar daß man das koppeln müßte: eine Mechanik, die nach Ablauf einen chemischen Prozess startet, der die Energie für das "Booten" der Restsysteme zur Verfügung stellt. Dies ist ja mit einer Brennstoffzelle leicht möglich...aber kriegen wir auch die Behälter so langfristig dicht? Sollte eigentlich möglich sein.
Wenn ich mir das recht überlege ist wahrscheinlich die beste Variante ein lang laufender chemischer Prozess, der am Schluß eine Brennstoffzelle anwirft - völlig ohne irgendeine digitale Logik.
Was die Prozessoren angeht, es gibt durchaus Techniken einen Prozessor langlebig und robust zu machen. Eine Möglichkeit ist, ihn "plattzuwalzen" und auf einen Film aufzubringen. Die Leiterbahnen werden dann so breit, daß selbst ein Teilchendurchschlag überlebt wird. Die andere Möglichkeit wäre die fehlertolerante Selbstorganisation von vielen Mikroprozessoren. Das Programm kann durchaus hart kodiert sein, im Sinne von "eingeätzt", "gedruckt" oder ähnlichem. Das gesamte System würde sich beim "booten" letztlich wie die fetale Entwicklung aus wenigen Stammzellen verhalten.
Alles Science Ficton? Nein. Das geht.
Grüße,
Frankie
Geändert von Frankie (01.11.2009 um 13:33 Uhr)
Mechanik ist eine gute Idee, man könnte den Temperaturanstieg bei der Annäherung an den Zielstern benutzen, um den Start der Sondensysteme auszulösen. Z.B. Bimetalle lösen einen chemischen Prozess aus, der die Elektronik der Sonde langsam auf Betriebstemperatur erwärmt, und anschließend eine elektrische Energiequelle startet.
Ich glaube ihr macht euch zu viele Sorgen um die Prozessoren, Bauelemente aus Halbleitern sind chemisch sehr stabil und deshalb eigentlich recht langlebig. Das trifft leider nicht auf andere elektronische Bauelemente wie Kondensatoren zu (was die Alterung angeht sind diese ein echtes Sorgenkind in der Elektronik). Hier wird man wohl noch einige Probleme lösen müssen. Auch fehlen uns noch echte Erfahrungswerte, welche Folgen das Abkühlen auf wenige Grad Kelvin und anschließende Erwärmen, auf die komplexen chemischen Verbindungen haben die in der Elektrotechnik eingesetzt werden.
Ich glaube nicht, dass so eine interstellare Sonde sonderlich kalt werden würde. Erstens ist die Wärmeableitung in den Weltraum nicht sehr effizient. Alle Energie muss als Strahlung abgegeben werden. Außerdem wird der Sonde Energie zugeführt, wenn die Teilchen des interstellaren Mediums mit einem wesentlichen Bruchteil von c auf sie auftreffen.
Das wesentliche Problem ist meiner Meinung nach die Diffusion im Festkörper. Die schönste robuste Elektronik oder ein Bimetallstreifen ist nach tausend Jahren eine sauber durchmischte Legierung seiner ursprünglichen Bestandteile.
Edit: Eine kleine Rechnung zur Energiezufuhr durch Strahlung hat ergeben, dass die Sonde wohl doch ziemlich kalt wird.
Geändert von MGZ (01.11.2009 um 18:47 Uhr)
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Tja dann sieht es wirklich schlecht aus, die einzige Möglichkeit den Schaden durch atomare Diffusion klein zu halten, wäre eine möglichst niedrige Temperatur während der Reise. Gelingt das nicht, kann man sich auf Elektronik heutiger Bauart, nach hundert Jahren Reisezeit ganz sicher nicht mehr verlassen.
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