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Thema: SpaceX - Ankündigungen, Realität, Zukunft

  1. #11
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    Zitat Zitat von TomTom333
    Ich halte das für eine herausragende Leistung
    Ich auch. Aber jetzt lass mal die Kirche im Dorf : ich sehe nicht, warum du mir "fehlenden Respekt" attestieren müsstest, wenn ich nur ganz einfach und neutral auf einen Fakt hinweise: Es hiess, dass dieses Jahr 6 Starts stattfinden würden - es waren aber nur deren zwei.

    (Siehe Rede von Kennedy)
    Warum? Der 21. Juli 1969 war definitiv vor dem Ende des Jahrzehnts.

    Der Antrieb soll nach meinen Infos auf Sauerstoff und Methan basieren, beides nicht gerade reichlich auf dem Mars zu finden.
    Dafür gibts dort jede Menge CO2 und H2O. Die beiden lassen sich unter Energieaufwand rekombinieren zu CH4 und O2.

    Ein Weltraumlift auf dem Mars ist wegen seiner Drehung nicht zu realisieren.... Richtig ??
    Warum nicht? Das ist nur bei Venus ausgeschlossen, da dort der "geostationäre" Orbit grösser ist als die grosse Halbachse... Auf dem Mars gäbe es soweit kein Problem für einen Weltraumlift, bloss dass der etwas schwingen muss um Phobos nicht in die Quere zu kommen.

    Zitat Zitat von Kibo
    Musk hat aber bei Weitem kein Monopol auf private Raumfahrt
    Natürlich nicht. Aber bisher hab ich noch nie jemanden von, sagen wir, Sierra Nevada mutige Visionen zur Besiedlung des Mars formulieren hören. Bei Musk kommt dazu, dass es ihm in der Vergangenheit immer wieder gelungen ist, seine Kritiker zu überraschen. Deshalb kauft man ihm das mit der Mars-Mission viel eher ab als jedem anderen PowerPoint-Visionisten...
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  2. #12
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Es hiess, dass dieses Jahr 6 Starts stattfinden würden - es waren aber nur deren zwei.
    2 von 6 finde ich eine super Quote! Woher hast du das mit den 6 ???


    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Dafür gibts dort jede Menge CO2 und H2O. Die beiden lassen sich unter Energieaufwand rekombinieren zu CH4 und O2.
    Ups, Ok, nicht bedacht. Aber das ist sehr viel Energie die ich da für eine Tankfüllung brauche

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    bloss dass der etwas schwingen muss um Phobos nicht in die Quere zu kommen.
    Den lassen wir vor dem Bau mal gezielt abstürzen. Würde den "Geologen" (bist du nicht einer?) sicher gefallen ...


    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Deshalb kauft man ihm das mit der Mars-Mission viel eher ab als jedem anderen PowerPoint-Visionisten...
    Sehe ich genau so. Wenn nicht ihm dann vielleicht noch Branson und dann laaaaaange keinem

  3. #13
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    2 von 6 finde ich eine super Quote! Woher hast du das mit den 6 ???
    Nein, das ist keine besonders gute Quote, gerade für ein kommerzielles Unternehmen. 6 Leute einen Internetanschluss innerhalb eines bestimmten Zeitraumes bestellen und nur 2 erhalten ihn, dann sind die anderen 4 ziemlich verärgert und könnten über einen Wechsel zu einem anderen Provider nachdenken...

    Die 6 Starts standen Anfang Jahr im Launch Manifest auf der SpaceX-Webseite.

    Den lassen wir vor dem Bau mal gezielt abstürzen. Würde den "Geologen" (bist du nicht einer?) sicher gefallen ...
    Nein, das würde zumindest mir nicht gefallen! Phobos ist ein Archiv, das 4.5 Mrd Jahre Marsgeschichte bewahrt hat (Auswurfgesteine durch Einschläge auf der Oberfläche; gilt auch für den Mond, aber in etwas geringerem Masse).

    Ausserdem dürfte es keinesfalls so leicht sein, Phobos abstürzen zu lassen...
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  4. #14
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Beim Weltraumaufzug ist die Technologie einfach noch nicht da, und zwar grundsätzlich: wir können einfach keine 100000 km langen Nanoribbons mit der nötigen Zugfestigkeit herstellen.
    Das ist mir bewusst. Ich meinte mit "investieren", dass er in die Forschung investieren soll, eben diese langen Nanoröhren herstellen zu können. Bei sich bei SpaceX, und nicht irgendwo an einer Uni. Das sollte wahrscheinlich billiger kommen als tatsächlich eine Rakete in den Orbit oder noch weiter zu schießen.

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Mars ist in gewisser Hinsicht "lebensfreundlicher" als der Mond: so gibt es eine Atmosphäre, die immerhin einen Teil der Strahlung (und das ganze Mikrometeoritenbombardement) abschirmt. Es gibt deutlich mehr Wasser, und die Gravitation ist höher. Ausserdem gibts einen 24.6h-Tag. Beim Mond hat man auch ganz andere, zusätzliche Probleme, wie z.B. elektrostatischer Staub, den es so auf dem Mars nicht gibt.
    Klar, der Mars ist einfach für den Menschen passender. Auch ich würde lieber zum Mars als zum Mond! Aber mein Argument war ganz sprichwörtlich: "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?"
    Auf einer Mondstation hätte ich nicht das Problem des 20- bis 40-minütigen Kommunikationslags, ich bin schneller (und damit günstiger) da. Aus rein wissenschaftlicher Sicht würde ich mir erst einmal eine "einfache" Experimientierplattform suchen, bevor ich zu den richtig großen Sprüngen ansetze.

    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Ich denke, es ist tragisch, dass so eine Entwicklung gegenwärtig von einer einzigen Person abhängt (man stelle sich vor, Musk baut in seinem Tesla einen Unfall...). Wir bräuchten fünf, zehn "Musks" weltweit, damit wir einigermassen sicher sein können, dass diese Visionen Realität werden können.
    Da stimme ich dir voll und ganz zu. Vielleicht schafft es Musk ja, ein paar mehr Menschen seines Kalibers mit ins Boot zu holen. Eventuell sogar Branson, auch wenn ich ihn für zu exzentrisch für einen solchen Job halte. Musk gefällt mir diesbezüglich sehr. Er wirkt immer sehr bodenständig und bei seinen Präsentationen sogar ein wenig schüchtern. Sehr sympathisch.
    Stolzer Finder eines Exoplaneten!

  5. #15
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    Das sollte wahrscheinlich billiger kommen als tatsächlich eine Rakete in den Orbit oder noch weiter zu schießen.
    Ich glaube nicht: Bei der Rakete weiss er, dass es funktionieren kann. Beim Lift wissen wirs nicht, wir wissen nicht einmal, ob es grundsätzlich möglich ist, dieses Material überhaupt herzustellen.

    Auf einer Mondstation hätte ich nicht das Problem des 20- bis 40-minütigen Kommunikationslags, ich bin schneller (und damit günstiger) da.
    Ich weiss, was du sagen willst, und stimme dir auch grundsätzlich zu. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass jemand in einem von SpaceX gebauten Gefährt seinen Fuss auf den Mond setzt, lange bevor jemand anders dies auf dem Mars tut. Ganz egal, was Musk sagt (die mit der Falcon 9-Oberstufe integrierte "Dragon 2", die ich im Eingangspost angesprochen hatte, sollte durch Wiederbetankung im Orbit in der Lage sein, zumindest zur Mondumlaufbahn und wieder zurück zu fliegen - ein weiteres Tankdepot im Mondorbit sollte dann Landungen möglich machen - ich kann mir sehr gut vorstellen, dass die USA, kurz bevor die Chinesen (nach 2025 oder so) dort oben landen, doch noch eine kleine Mission aus diesen Stücken zusammenzimmern...).

    Aber Nähe kann auch ein Nachteil sein: Beim Mars muss man es wirklich darauf anlegen, so unabhängig wie möglich von der Erde zu sein. Alle Planung muss auf diesen Fakt ausgerichtet werden. "Failure is not an option", auf die Spitze getrieben.
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  6. #16
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Das würde ich jetzt auch wieder nicht sagen. Die Mondlandung etwa [...].
    Wobei der Ressourceneinsatz bei einer Marsreise ja noch ungleich größer ist. Oder meinst du jetzt ein "Discounter-Projekt" à la Mars One?

  7. #17
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    Wobei der Ressourceneinsatz bei einer Marsreise ja noch ungleich größer ist.
    Klar - wobei natürlich auch die positive Wirkung ungleich grösser, und auch langanhaltender sein könnte. Ein günstiger Zugang zum Weltraum könnte z.B. zur Erschliessung von Weltraumrohstoffen führen, zu Solarsatelliten (langfristig die beste Energiestrategie überhaupt), zu einem vertieften Verständnis von geschlossenen Ökologien, zu neuen Wasser- und Nahrungsaufbereitungstechniken, Fernmedizin, etc.

    Und nein, nicht unbedingt Mars One. Wo (angeblich) nichts mehr wirklich entwickelt werden muss, sind auch keine grossartigen Innovationen zu erwarten.
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  8. #18
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    Zitat Zitat von PlanetHunter Beitrag anzeigen
    Das ist mir bewusst. Ich meinte mit "investieren", dass er in die Forschung investieren soll, eben diese langen Nanoröhren herstellen zu können. Bei sich bei SpaceX, und nicht irgendwo an einer Uni. Das sollte wahrscheinlich billiger kommen als tatsächlich eine Rakete in den Orbit oder noch weiter zu schießen.
    Das ist an für sich eine gute Idee, aus der Sicht des Unternehmers ist es leider kaum zu kalkulieren, wann und ob überhaupt, man hier ein verwertbares Produkt hat. Für Musk wäre das eine zusätzliche Option, aber nichts worauf man sich verlassen kann um mit SpaceX im Geschäft zu bleiben.

    Zitat Zitat von PlanetHunter Beitrag anzeigen
    Klar, der Mars ist einfach für den Menschen passender. Auch ich würde lieber zum Mars als zum Mond! Aber mein Argument war ganz sprichwörtlich: "Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah?"
    Auf einer Mondstation hätte ich nicht das Problem des 20- bis 40-minütigen Kommunikationslags, ich bin schneller (und damit günstiger) da. Aus rein wissenschaftlicher Sicht würde ich mir erst einmal eine "einfache" Experimientierplattform suchen, bevor ich zu den richtig großen Sprüngen ansetze.
    Nur das eine wissenschaftliche Experimentierplattform als Begründung heute nicht ausreicht, um das Geld für bemannte Flüge zum Mond locker zu machen. Der Nutzen den heute so ein Unternehmen für die Politik hat, ist weitaus geringer als zu Zeiten des Apollo-Programms, und für einen kommerziellen Nutzen ist es zu früh. Ich bin ehrlich gesagt nicht allzu optimistisch, was die Verwirklichung solcher Projekte in den nächsten zehn oder zwanzig Jahren angeht.

  9. #19
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Auf dem Mars gäbe es soweit kein Problem für einen Weltraumlift, bloss dass der etwas schwingen muss um Phobos nicht in die Quere zu kommen.
    Interessant... Ich hätte ja eher an eine "Bodenstation" gedacht, die ein paar Kilometer auf dem Äquator hin und her fahren kann, um Phobos nicht in die Quere zu kommen. Da die Raumstation nicht vom Seil "festgehalten" wird dürfte das ja eigentlich auch recht einfach sein, denn es sollten eigentlich nicht all zu viele Kräfte am Seil ziehen.

  10. #20
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    Man findet wirklich erstaunlich wenig zu einem Weltraumlift auf dem Mars, ich jedenfalls gar nichts. Müsste man mal wirklich nachrechnen.

    Also der Mars-stationäre Orbit ist 17.055 km entfernt wobei hier die höchste Kraft wirkt (Zugraft aus beiden Richtungen), Fallbeschleunigung is 3,69 m/s² auf Nullniveau. Ich nehme jetzt mal als Beispiel ein Dyneemaseil

    Daten von Wikipedia auf der Erde bei Raumtemperatur 8 mm 5800 daN 50 g/1m

    Bei -30°c Steigt die Zugfestigkeit um 30%

    17.055 Km Dyneemaseil dieser Dicke haben also eine Masse von 85275 Kg.
    Diese Masse verteile ich jetzt gleichmäßig von Marsoberfläche bis zum Marsstationären Orbit.

    1.Berechnung der Zugkraft ohne Einbeziehung der Fliehkraft, zB Aufteilung des Seils in abschnitte von 1m
    f(r)=G* 50g*6,419 * 1023 kg/r²
    Tja, wie bilde ich denn jetzt das integral um dann die fläche unter der Funktion zu berechnen...


    2. Subtraktiion der auf die Abschnitte wirkenden Fliehkraft?
    Irgendwas mit Winkelgeschwindigkeit? vielleicht eher mit der Formel: m*v²/r das entsprechend wieder integriert ergibt glaube Ich 1/6*m²*v³
    komischerweise ist da dann r raus aus der Funktion, damit wäre die Fliehkraft nur noch von v also der Geschwindigkeit abhängig?

    Tja wie man sieht, bin ich etwas zu lange aus dem Mathematikstoff raus... Hat wer ein paar Tips?
    101010

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