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Thema: SpaceX - Ankündigungen, Realität, Zukunft

  1. #221
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    https://twitter.com/elonmusk/status/875913504451985411

    In diesem Tweet, in dem Elon Musk auf den oben verlinkten Artikel verweist, erwähnt er auch, dass es bald eine "neue Version" des Mars-Plans geben soll. Gemunkelt wird, dass diese an der ISS R&D-Konferenz (17.-20. Juli) veröffentlicht werden soll, bei der Elon Musk als Keynote-Speaker auftritt. Dabei soll es vor allem darum gehen, die Vision "finanzierbarer" zu machen, vermutlich, in dem man die Mars-Rakete (und das Raumschiff) kleiner macht, zumindest für die erste Zeit. Dann könnte man die Rakete auch brauchen, um andere Nutzlasten zu starten, wie etwa die enormen Satellitenkonstellationen, die SpaceX plant (mit bis zu 11000 Satelliten - drei Mal mehr als heute insgesamt in der Erdumlaufbahn sind...), oder Nutzlasten für die NASA. Eine etwas kleinere Mars-Rakete wäre natürlich auch eine direkte Kampfansage an das SLS. Denn was viele nicht wissen: ein Gesetz von 1998 zwingt die NASA, so viel Nutzlasten "wie möglich" (to the extent possible) auf dem freien Markt einzukaufen. Bis jetzt konnte sich die NASA beim SLS immer darauf berufen, dass es keine Rakete gibt, die z.B. die Orion-Kapsel auf einen Mondkurs schicken kann. Existiert eine solche Rakete aber plötzlich, könnte dies das sofortige Ende für das SLS bedeuten (darüber wäre wohl auch viele innerhalb der NASA nicht ganz unglücklich). Dass Elon Musk auch schon mal angedeutet hat, man schaue sich die Nutzung der Michoud-Fabrik (bei New Orleans, in dem früher die Shuttle-Tanks und heute die SLS-Kernstufe gebaut werden) für eine Nutzung durch SpaceX an, darf man in diesem Zusammenhang als politischen Schachzug deuten, um den Unterstützern des SLS beim wichtigsten Argument - die verlorenen Arbeitsstellen bei einer Einstellung des SLS - den Wind aus den Segeln zu nehmen.
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  2. #222
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    Elon Musk will erst mal nicht mehr so richtig - zu teuer und zu kompliziert
    Die Pessimisten haben wohl recht behalten.

    Neue Entwicklungen müssen her http://spacenews.com/spacex-drops-pl...agon-landings/

    Grüße Dip

  3. #223
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    Zitat Zitat von Herr Senf Beitrag anzeigen
    Elon Musk will erst mal nicht mehr so richtig - zu teuer und zu kompliziert
    Gute Entscheidung.

    Die Menschheit hat schon auf der Erde so viele ernste Probleme (Elektro-Mobilität, Verschmutzung der Ozeane, Klimawandel, Atommüll, "Überbevölkerung", usw.), die bewältigt werden müssen, dass man die Reise zum Mars locker ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte verschieben kann.

    Zudem ist auch der Mond (vermutlich) leichter zu besiedeln, als der Mars.
    Freundliche Grüße, B.

  4. #224
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    Mit dem Dragon wollte doch auch niemand den Mars besiedeln.
    101010

  5. #225
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    Musk hat zwei Dinge gesagt, und bei keinem davon geht es darum, die Marspläne aufzugeben.

    1) Dragon 2 wird bis auf weiteres nicht auf Raketentriebwerken landen. Es ist zu teuer und zu kompliziert, das von der NASA für Besatzungen zertifizieren zu lassen. Entsprechend fällt auch Red Dragon (die Dragon 2, die auf dem Mars hätte landen sollen) weg, die ohne diese Triebwerke natürlich nicht auf dem Mars landen kann.

    2) Es soll eine etwas kleinere Version des ursprünglich 2016 vorgestellten Mars-Raumschiffs (+Booster) entwickelt werden, mit kommerziellen Anwendungen im cislunaren Raum, die dann für die Entwicklung des Systems bezahlen sollen. Red Dragon wird dann durch ein grösseres Marsraumschiff ersetzt.

    Aus meiner Sicht ist es schade, dass man die Raketenlandung der Dragon 2 und die Red Dragon aufgibt. Damit hätte man sicher wertvolle praktische Erfahrungen gewinnen können, die dann in die nächste Generation SpaceX-Raketen eingeflossen wären. Lieber zwei kleine, "verdaubare" Schritte als ein grosser Schritt, bei dem man sich übernehmen könnte. Anderseits sind dies "verlorene" Ausgaben (die Kosten von Red Dragon hätten sich wohl auf 200-300 Mio USD belaufen), die genau so gut direkt in die Entwicklung eben dieser nächsten Generation fliessen könnten - dann sind die praktischen Erfahrungen gleich viel relevanter. Trotzdem ist dieser grosse Schritt vorwärts bei den Plänen auch ein grosses Risiko für die Firma und ihre Marspläne.

    Die Menschheit hat schon auf der Erde so viele ernste Probleme (Elektro-Mobilität, Verschmutzung der Ozeane, Klimawandel, Atommüll, "Überbevölkerung", usw.), die bewältigt werden müssen, dass man die Reise zum Mars locker ein paar Jahrzehnte oder Jahrhunderte verschieben kann.
    Ob zu Hause noch Probleme zu lösen waren, hat bei der Erschliessung neuer Lebensräume für die Menschheit noch nie eine Rolle gespielt. Ganz im Gegenteil: die Flucht vor Problemen war oft ein Grund für Auswanderungswellen. Zudem bezweifle ich, dass "die Probleme der Erde" jemals gelöst sein werden (die von dir genannten werden irgendwann gelöst sein, aber es wird immer wieder neue geben). Und schliesslich kann gerade die Besiedlung des Mars neue Lösungen für diese Probleme hervorbringen (z.B. müssen solche Habitate nahezu geschlossene Kreisläufe für sehr viele Stoffe haben, sie müssen also ultimativ nachhaltig sein). Interplanetare Raumfahrt und Lösung der Umweltprobleme der Erde können problemlos Hand in Hand gehen. Da gibt es viel grössere fragwürdige Ausgabenposten in den Budgets irdischer Regierungen, die man zuerst kürzen könnte (z.B. Rüstungsausgaben).

    "Überbevölkerung" ist - möglicherweise mit Ausnahme Afrikas - kein echtes globales Problem mehr (die Menschheit wächst immer langsamer), im Gegenteil dürfte die Überalterung von Gesellschaften ein ernstes Problem der Zukunft werden.

    Zudem ist auch der Mond (vermutlich) leichter zu besiedeln, als der Mars.
    Abgesehen von der geringeren Distanz zur Erde spricht nichts für den Mond.
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  6. #226
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Musk hat zwei Dinge gesagt, und bei keinem davon geht es darum, die Marspläne aufzugeben.
    Vielen Dank für die Erläuterungen.

    Abgesehen von der geringeren Distanz zur Erde spricht nichts für den Mond.
    Ich wollte auch auf die möglichen Wasservorkommen an den Polen anspielen. Diese würden eine permanente Mondstation schon interessanter machen.
    Freundliche Grüße, B.

  7. #227
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen

    Abgesehen von der geringeren Distanz zur Erde spricht nichts für den Mond.
    Mission mit Mondlandung: 8 Tage.
    Mission mit Marslandung: 520-700 Tage.

    Die geringe Distanz zur Erde, reduziert den Aufwand für eine Mission.

    ESA Mars500

  8. #228
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    Die Eisvorkommen machen den Mond definitiv interessanter für eine wissenschaftliche Station und vielleicht ein paar Hotels und Bergbau-Projekte. Aber als zweite Heimat für die Menschheit taugt er nicht. Im Gegensatz zum Mond kann man auf dem Mars, zumindest theoretisch, lebensfreundlichere Bedingungen (v.a., dichtere, wärmere Atmosphäre) künstlich herbeiführen. Beim Mond müsste man wohl eine Hülle rundherum bauen, was weit über unsere gegenwärtigen Fähigkeiten hinaus geht.

    Deshalb: ja, die Distanz macht den Mond etwas interessanter als er in Mars-Entfernung wäre. Aber wenn die mal überwunden ist (und genau dafür hat Musk SpaceX gegründet), dann ist der Mars mit Sicherheit des bessere Ziel für eine langfristige Besiedlung.
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  9. #229
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    Zitat Zitat von Bynaus Beitrag anzeigen
    Deshalb: ja, die Distanz macht den Mond etwas interessanter als er in Mars-Entfernung wäre. Aber wenn die mal überwunden ist (und genau dafür hat Musk SpaceX gegründet), dann ist der Mars mit Sicherheit des bessere Ziel für eine langfristige Besiedlung.
    Der Mond hat hier den Vorteil, das es zumindest denkbar wäre, in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich Rohstoffe zu exportieren. Was die Finanzierung von lunaren Unternehmungen erheblich erleichtern würde. Das ist sicher noch ferne Zukunftsmusik, aber eine ähnliche wirtschaftliche Option für den Mars kann ich mir nicht vorstellen. Schlussendlich muss eine Besiedlung auch finanziert werden, und hier würde ich dem Mond wesentlich bessere Chancen einräumen.

  10. #230
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    Zitat Zitat von Enas Yorl Beitrag anzeigen
    und hier würde ich dem Mond wesentlich bessere Chancen einräumen.
    Weiterer Vorteil einer Station auf dem Mond im Vergleich zum Mars:

    Die Sonneneinstrahlung ist deutlich höher und damit kommt man mit weniger Solarzellen für die nötige Energieversorgung aus. Die nötigen Pflanzen für ein stabiles Ökosystem profitieren auch von der höheren Sonneneinstrahlung.

    Die mögliche Größe einer Kolonie hängt damit u.U. nur noch von der Menge des vorhandenen Wassers ab und das versucht man ja schon mit zukünftig geplanten Satellitenmissionen zu ermitteln.

    Zuletzt steht ein Mond-Projekt auch nicht unbedingt in Konkurrenz zu einer Besiedelung des Mars. Geld steht sicher für beide Möglichkeiten zur Verfügung. Ob es für eine Realisierung dann auch reicht, möchte ich hier nicht weiter beurteilen .
    Freundliche Grüße, B.

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