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Thema: Dunkle Materie: Alles nur falsch gerechnet?

  1. #1

    Standard Dunkle Materie: Alles nur falsch gerechnet?

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    Galaxien, so die Lehrmeinung der Astronomen, bestehen zu einem erheblichen Teil aus so genannter Dunkler Materie. Nur so lasse sich nämlich das Rotationsverhalten dieser Sternsysteme verstehen. Was Dunkle Materie ist, wissen die Astronomen bis heute allerdings nicht. Kein Wunder, meinen zwei kanadische Forscher: Dunkle Materie braucht man gar nicht, man muss nur richtig rechnen.
    mehr: http://www.astronews.com/news/artike...0510-007.shtml

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von astronews.com Redaktion
    Galaxien, so die Lehrmeinung der Astronomen, bestehen zu einem erheblichen Teil aus so genannter Dunkler Materie. Nur so lasse sich nämlich das Rotationsverhalten dieser Sternsysteme verstehen. Was Dunkle Materie ist, wissen die Astronomen bis heute allerdings nicht. Kein Wunder, meinen zwei kanadische Forscher: Dunkle Materie braucht man gar nicht, man muss nur richtig rechnen.
    mehr: http://www.astronews.com/news/artike...0510-007.shtml
    Im Artikel wird ja ausgesagt, dass eine Vorabveröffentlichung im Internet vorhanden sein soll. Schade, diesen Link zu dieser Veröffenlichung hätte dem Artikel gut getan, denn dann hätte man sofort mal nachschauen können, wie die Forscher zu ihrer Behauptung kommen. Schließlich gilt natürlich auch im Sonnensystem nicht uneingeschränkt Newton, wie man anhand der Merkurbahn zeigen kann. Das alles ist aber hinreichend bekannt und wird m.E. auch auf größere Systeme, wie das einer Galaxis, berücksichtigt.

  3. #3
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    Standard

    Also, ich würde auch gerne mal anhand der angeblichen Veröffentlichung nachvollziehen, wie diese Wissenschaftler zu ihrer These kommen. Es würde mich schon ein wenig wundern, wenn so viele Forscher sich in dieser Sache so getäuscht haben, schließlich ist die Dunkle Materie ja mehr oder weniger anerkannt. Vielleicht könnte ja jemand mal den Link hier posten.

    mfg ryan

  4. #4

  5. #5
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    Standard Sensation ?

    Wenn das stimmt, das wäre eine Sensation (in die richtige Richtung) !
    Dennoch rate ich zu Zurückhaltung; der Artikel muss zunächst studiert werden.

  6. #6
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    Zitat Zitat von ralfkannenberg
    Wenn das stimmt, das wäre eine Sensation (in die richtige Richtung) !
    Dennoch rate ich zu Zurückhaltung; der Artikel muss zunächst studiert werden.
    Beidem kann man nur zustimmen! Ich hab den Artikel schon gelesen, ist zumindest vielversprechend, aber man muss wohl mindestens abwarten wie der Artikel den Gutachterprozess bei ApJ uebersteht.

  7. #7
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    Standard

    Ja, ich habe zwar Mathematik studiert, aber ich verstehe nur "Bahnhof".
    Ich werde mir heute abend den Artikel also mal "anschauen", aber nicht nachrechnen; dazu fehlt mir der Background.

    Vielleicht aber soviel:

    1.) Oftmals werden vielversprechende Artikel veröffentlicht, die dann aber solche Randbedingungen haben, dass sie zwar in sich konsistent sind, aber auf die Realität nicht anwendbar sind. Ich sage folgendes nicht gerne, aber selbst zahlreiche "Beweise" von Stephan Hawkings sind so gemacht und Stephan Hawkings hat immerhin die Fieldsmedaille (entspricht dem Nobelpreis für Mathematik !) bekommen.

    2.) Auch in der Vergangenheit wurden bereits zahlreiche alternative Vorschläge zur dunklen Materie veröffentlicht, die zwar oftmals akademisch hochstehend waren, jedoch alle irgendwelche "Haken" hatten.

    3.) Selbst wenn der vorliegende Artikel die Rotationen der Galaxien "klassisch" beschreiben kann, so sollte man den Ansatz, dass die leichtesten supersymmetrischen Partikel die dunkle Materie bilden könnten, unbedingt weiterverfolgen.

    4.) Auf Seite 11 wird eine integrierte Masse von 21 mal 10**10 Sonnenmassen angegeben, welche im geschätzten Bereich von 20 bis 60 mal 10**10 Sonnenmassen drinliegt. Das ist ja durchaus ok, aber man beachte, dass der berechnete Wert sehr nahe an der unteren Grenze liegt, d.h. sowas sollte zu einer gewissen Vorsicht mahnen.

  8. #8
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    Standard Massive Sdchwarze Löcher machen das System zentral gravitationsgebunden

    Erst mal: Danke für den Link.

    Skizze einer Widerlegung:
    Die main arguments sind ja bezüglich der Betrachtung des Gesamtsystems. Sind im Sytem freie Gravitationselemente oder sind sie alle im Mittel gravitativ ans Zentrum gebunden?

    Die Überlegungen basieren nun darauf, dass sie als freie Elemente zu betrachten sind und somit als gravitativ unabhängige Bezugssyteme in die Rechnung eingehen, was ja die einzelnen Gravitationsbeiträge nichtlinear verknüpft.

    Ok, aber ich denke hier den Pferdefuß gefunden zu haben: Warum beobachten wir massive Schwarze Löcher im Zentrum der Galaxien und nicht auch noch in den Scheiben?

    Ich meine, dass diese Zentralstellung der supermassiven sL in Gal-zentren tatsächlich ausreichen ein gravitativ gebundenes System zu haben.

    Wir müssen ja die Bestandteile der Scheibe stets in relation zur Zentrumsmasse sehen, und da sehe ich zumindest bei supermassiven sL die Grundlagen der Überlegungen der beiden Kanadier nicht als gegeben an.

  9. #9
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    Standard

    Hallo,

    Erinnert ihr euch nicht an diesen Artikel nach dem eine ganze Galaxie nur aus Dunkler Materie gefunden wurde?
    Sowas kann man denke ich weder mit Supersymmetrischen Teilchen noch mit der nichtlinearität der Gravitation erklären. Da muss schon was exotischeres her
    Dennoch eine sehr interessanter Artikel...
    Geändert von Sky Darmos (12.10.2005 um 22:55 Uhr)

  10. #10
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    Zitat Zitat von prim_ass

    Wir müssen ja die Bestandteile der Scheibe stets in relation zur Zentrumsmasse sehen, und da sehe ich zumindest bei supermassiven sL die Grundlagen der Überlegungen der beiden Kanadier nicht als gegeben an.
    Soviel ich weiß hat das zentrale SL unserer Gx eine Masse von 3Mio SM, die Anzahl ller Sterne wird auf über 100Mrd Sterne geschätzt. Selbst wenn man nun annimmt, das ein Durchschnittsstern nur 1/10SM hat, dann beträgt das Verhältnis SL/Sterne 3:10.000, also ist die Hauptmasse keineswegs im Zentrum.

    Martin

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