| Werbung |
Hi Leute..
Ich bin zwar nur selten als "Schreiber" hier, doch dazu wollte ich auch mal was loswerden...
Ich finde, die Atomenergie muß nicht unbedingt "gebraucht" werden, da wir bei entsprechender Infrastrukturierung und entsprechend der "natürlichen" Möglichkeiten auch eine ganze Menge Energie erzeugen könnten..
Aber das ist nicht das Entscheidende, WAS zählt, ist das, das die "Reste von gestern" uns nicht mal irgendwann eine fette Rechnung präsentieren..
Und ICH finde, das die hochradioaktiven Abfälle(und auch die mittelaktiven) nicht "versteckt" werden sollten, da ich doch der Ansicht bin, das es durchaus in den nächsten 50-100 Jahren geeignete Verfahren geben wird, den Radioaktivitäts-Faktor durch künstliche elektromechanische Prozesse künstlich und kontrolliert zu verringern und im Optimalfalle sogar dazu verwenden, um seinerseits aus diesem "Abfall" noch Energie zu gewinnen..
Aber egal, welche Methoden da gefunden werden, wichtig ist, irgendwann WERDEN sie auch gefunden. Und dann wäre es doch echt fatal, wenn der ganze bisher unzugänglich vergrabene Atommüll nicht mehr oder nur unter sehr erschwerten Umständen wieder geborgen werden kann..
So gesehen halte ich es für sehr vermessen und gefährlich, bestimmen zu wollen, WO sich ein Endlager finden ließe, welches tatsächlich über 10tausende von Jahren "sicher" ist(wie das Beispiel ASSE II schon zeigt)
Was würde denn dagagensprechen, wenn man den hochradioaktiven Müll unter "Beobachtung" lagert? So, das jederzeit eine Kontrolle und ein eventuelles, effizientes und schnelles Eingreifen zu jeder Zeit gewährleistet ist...
Mir ist nicht wohl dabei, den Atommüll auf "Nimmerwiedersehen" zu versenken.
Würde DAS geregelt, dann würde ich auch nicht wirklich gegen Atomkraft sein, zumindest für SO lange, wie es aus wirtschaftlicher/ökologischer Sicht notwendig und verträglich wäre.
Ein Risiko gibt es immer, egal bei welcher Technologie...
Wichtig erscheint mir daher, das Risikopotential SO zu streuen, das es sich nicht eines Tages zu einem Bumerang entwickelt, den unsere Nachfahren nicht mehr beheben können.
JGC
Geändert von JGC (28.09.2009 um 06:18 Uhr)
JGC sollte in die Politik einsteigen.
Der Satz, dem sich SpiderPig so vollumfänglich anschliessen kann, ist nämlich ein Beispiel für vollkommene Politikersätze, welche zum Ziel haben, ein Problem elegant aus der Welt zu schnorren.
Der Satz enthält nicht den Hauch eines Ansatzes einer praktikablen Lösung.
Seit Tschernobyl verzehren die Lappen verseuchtes Rentierfleisch und die Italiener strahlende Pilze und Fische. In Italien hat man das Problem mit einem Federstrich gelöst: Man setzte einfach die Grenzwerte höher an.
Orbit
Hallo hardy,
vielleicht können wir deine Eingangsfrage nun abschließend mit ja beantworten.
Nachdem alle Welt in großer Zahl neue atomkraftwerke bauen will und schon baut, sich das übrige Europa für eine Renaissance der Atomenergie entschlossen hat,
insbesondere Finnland
http://de.wikipedia.org/wiki/Kernkraftwerk_Olkiluoto
beispielhafte Schritte unternommen hat,
ist nun in D politisch der Weg frei um die bestehenden KKW länger laufen zu lassen,
und auch an den alten Standorten Ersatzinvestitionen zu tätigen,
dh. den modernsten Druckwasserreaktor, der jetzt in Finnland in Betrieb gehen soll, auch bei uns einzusetzen.
Ich will nur hoffen, daß sich die sachliche Argumentation der Kernkraftbefürworter hierzulande gegen die
ideologisch vernagelten Antiatom-Teufelsaustreiber durchsetzen wird, damit die sonst zu erwartenden Randale ausbleiben.
ps
ich wills mal anders formulieren, damit Orbit sich nicht wieder veranlasst sieht mir unanständige PNs zu schicken,
oder eine Erwiderung wie die Nr. 13 in diesem thread loszulassen.
Ich kann verstehen, wenn viele junge Leute mangels Sachkenntnis in Sturm-und Drang-Manier gegen die Atomenergie protestieren,
weil sie sich nicht von Fachleuten, die etwas von der Sache verstehen (wie zB hardy), beeinflussen lassen, sondern von Leuten, "die sich darauf verstehen",
aber nicht mal den Unterschied zwischen Dosisleistung und Aktivität kennen.
Und ich hoffe, daß sich diese Situation auch in Deutschland noch ändern kann, damit man hier nicht mit religiösem Eifer gegen die Atomenergie zu Felde zieht,
sondern so nüchtern und sachlich wie etwa in Schweden oder oder Frankreich darüber diskutiert.
Geändert von ispom (28.09.2009 um 11:40 Uhr)
Grüße von Ispom
Orbit, ich weiß, das dieses Manchem nicht schmeckt, aber wir haben wie schon festgestellt bald an die 500 KKW´s auf der Erde.. Und deren Müll fällt auf jeden Fall noch an..
Deshalb will ich einfach nicht, das dieser auf Nimmerwiedersehen irgendwo verbuddelt wird.. Ich hab nicht gesagt, das wir "dringend" Neue brauchen..
Aber bei einer "aktiv gesicherten" Lagerung (jederzeit überwacht und kontollierbar, damit Undichtigkeiten auch schnell wieder beseitigt werden können),wäre es eine Option..
Doch wird sich die Sonnenenergie auf lange Sicht hin auf jeden Fall durchsetzen, wer also jetzt noch Atomaktien kauft, der setzt aufs falsche Pferd.
JGC
Was ist denn mit dem Prozess, der in Wikipedia unter Transmutation beschrieben wird? Es gab doch da mal einen Professor, der ein Verfahren mit Laser vorgestellt hatte. Irgendwie fände ich es unglaublich faszinierend, wenn am Ende des ganzen Ärgers Gold oder Platin übrig bleiben würden.![]()
Hallo SpiderPig,
also wenn man die Diskussionen rund um den Klimawandel verfolgt, dann ist doch offensichtlich, dass es schneller Alternativen zur CO2 Reduktion bedarf. Bei dieser Sachlage aus der Kernenergie auszusteigen (wie D), ist keine vernünftige Strategie.
Auch wenn die Kernenergie allein nicht ausreicht, um den Klimawandel ausreichend zu mildern, so leistet sie dazu doch einen nicht zu vernachlässigenden Beitrag:
Kernenergie: Weltreport 2008
Daraus das folgende Zitat:
Im Hinblick auf den Klimaschutz haben Kernkraftwerke etwa 2,43 Mrd. t Kohlendioxidemissionen in 2008 vermieden. Die durch Kernenergie vermiedenen Emissionen entsprechen rund 8 % der derzeit jährlichen weltweiten Emissionen von ca. 30 Mrd. t CO2. Dies ist eine Menge, die deutlich höher liegt, als die in den vorliegenden internationalen Protokollen und Vereinbarungen zum Klimaschutz (Kyoto-Protokoll)
vereinbarten weltweiten Reduktionsziele für den Zielzeitraum 2008 bis 2012!
Gruss
hardy
Hi Luzifix..
So direkt lässt sich das noch auf keinen Fall wirtschaftlich umsetzen, doch glaube ICH daran, das bald endlich klar wird, das Skalarwellen- Technologien zum Einsatz kommen könnten(auch wenn noch immer in praktisch jedem Forum vehement bestritten wird, das es longitudinale Wellen im Vakuum gibt, und selbst die meisten "anerkannten Wissenschaften dies strikt ablehnen..)
Ich seh das nämlich so, wenn diese Technologie endlich richtig begriffen wurde, dann lassen sich nämlich ganz neue Methoden anwenden, die weit über die Transmutation hinaus gehen..
Das wäre dann in etwa so, das mit hochfrequentigen Longitudinalwellen die instabilen Atome mechanisch so "geschüttelt werden könnten, das sie praktisch dann von alleine zu stabileren Elementen zerfallen...(und vielleicht sogar noch seinerseits genügend Energie erzeugen)
JGC
Hallo ispom,
ich erachte es auch als sinnvoll, die in D bestehenden KKW länger laufen zu lassen und nicht bereits nach durchschnittlich 32 Jahren stillzulegen. Die neue Regierung in D wird sicher für längere Laufzeiten plädieren.
Um mal einen Blick in die Schweiz zu werfen:
Dort gibt es keine Laufzeitbeschränkung für KKW. Die KKW werden so lange betrieben wie sie sicher sind. Und die nukleare Aufsichtsbehörde entscheidet darüber, was sicher ist.
Die 5 Schweizer KKW haben folgende Alter:
KKW Beznau Block 1: 40 Jahre
KKW Beznau Block 2: 38 Jahre
KKW Mühleberg: 38 Jahre
KKW Gösgen: 30 Jahre
KKW Leibstadt: 25 Jahre
Der Neubau von KKW ist eine Frage, die sich derzeit in D nicht stellt, wohl aber in der Schweiz, wo drei derartige Anträge vorliegen.... und auch an den alten Standorten Ersatzinvestitionen zu tätigen,
d.h. den modernsten Druckwasserreaktor, der jetzt in Finnland in Betrieb gehen soll, auch bei uns einzusetzen.
Die Erfahrungen von Finnland mit dem Bau des EPR sind bisher nicht gerade berauschend. Es gibt derzeit Verzögerungen von etwa zwei Jahren.
Mal sehen, wie es mit dem Bau des ersten AP1000 (innovativer Druckwasserreaktor von Westinghouse) in China vorangeht.
Gruss
hardy
| Werbung |
Hallo zusammen,
JGC, einmal teile ich deine Meinung. Jede Zwischen- oder Endlagerung sollte kontollierbar und rückführbar bleiben. Vor allem, was die Wertstoffe aus den Brennstäben betrifft. Schwach aktive Putzlappen kann man meinetwegen verfüllen. Und zu dem Rest deiner pseudowissenschaftlichen Vorstellungen schweige ich hier mal. Die gehören nämlich eindeutig nach 'GdM'.
Na ja, wenn Olkiluoto 3 wirklich 'beispielhaft' ist, dann gute Nacht! Und mit der hier so gern zitierten 'Renaissance der Atomenergie' sieht es auch eher düster aus.
Dem möchte ich mich ausdrücklich anschliessen. Leider ist dieser Thread in den letzten Tagen doch deutlich abgedriftet. Ich bin neugierig, wie sich die neue 'Gestaltungsmehrheit' in Deutschland zu diesem Thema entscheiden wird. Die Diskussion hier zeigt ja, dass das Thema Fissionsenergie primär ein politisches und kein wissenschaftliches ist. Sigmar Gabriel, der bisherige Bundesumweltminister, der auf der Zielgeraden noch einmal den Atom-Ausstieg forciert hat, wurde gestern gegen den Trend mit einem Direktmandat belohnt. Die Republik ist gespalten und daher wird es auch interessant sein, wie die neue Bundesregierung mit den zusätzlichen Gewinnen aus den zu erwartenden Laufzeitverlängerungen umgehen wird. Und ob diese politisch, aber auch betriebswirtschaftlich sinnvoll, in regenerative Energien investiert werden, oder nicht.
Eine sachliche Diskussion zum Thema wird in diesem Thread aber nur schwer umsetzbar sein. Vielleicht muss man ihn auch splitten. Ob Befürworter oder Gegner von AKW, um die Entsorgungsfrage z. B. kommen beide nicht herum. Vielleicht kann man diese Diskussion gesondert führen, ohne ständig in der Polarisierung um den Kernenergieausbau zu scheitern.
Grüsse galileo2609
RelativKritisch | Pseudowissenschaft auf dem Sezierteller
|
|
| Copyright Stefan Deiters und/oder Lieferanten 1999-2013. Alle Rechte vorbehalten. W3C |
Lesezeichen