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na klar....gewaltige Wasserkraftwerke sind entstanden, das bedeutendste ist der Drei-Schluchten-Staudamm
das dünnbesiedelte Hochland von Tibet, in dem fast ständig ein kräftiger bläst, bietet sich geradezu für Windräder an....
aber die Millionenstädte und die Industriekomplexe...die erfordern Großkraftwerke![]()
Grüße von Ispom
zum Thema Endlagerung eine Frage an die Experten:
soviel ich weiß, werden die nach einer Wiederaufarbeitung zur Endlagerung bestimmten Überreste in Keramikkokillen eingegossen. diese Kokillen sind säure-und laugenbeständig, erst recht nicht in Wasser löslich...und der darin eingeschlossene stark radioaktive Müll ist auch sehr schwer wasserlöslich.
Was spricht dagegen, diese Kokillen an einem tektonisch inaktiven Gebiet in der Tiefsee zu versenken?
Grüße von Ispom
Vor der Katastrophe in Tschernobyl wurde dieser Reaktortyp auf dem deutschen Atomforum und in deren Publikationen als besonders sicher bezeichnet.
http://www.bund-naturschutz.de/fakte...icherheit.html
Und was heißt es wirklich, wenn immer wieder behauptet wird "deutsche Kernkraftwerke sind so viel sicherer"?Wie glaubwürdig Darstellungen der Reaktorsicherheit sind, zeigt ein Beispiel aus der atomwirtschaft, Dez. 1983.
Dort beschreibt Dipl. Ing. H.-P. Born, VEW, Vereinigte Elektrizitätswerke Westfalen AG, Dortmund (Vortrag beim Deutschen Atomforum in Bonn) die
"Hauptmerkmale (Vorteile)"
des RBMK-Reaktors (Anm. Tschernobyl-Typ):
- der Reaktor ist nicht von einem tonnenschweren Hochruckbehälter umschlossen
- die Verlässlichkeit des ganzen Systems ist sehr hoch dank der Überwachungs- und Kontrollmöglichkeit der einzelnen horizontal liegenden Kanäle aus Zirkon
- die Nachladung erfolgt "on-load" mit Brennstoffstäben
- der Kühlkreislauf kann in kleinere isolierte Gruppen von Kanälen aufgespalten werden (beim RBMK- 1000 sind hierzu acht Kreislaufpumpen vorhanden),
- die Möglichkeit, den Reaktor während des Betriebes in jede beliebige Anzahl getrennter Sektionen zu unterteilen und
- die Möglichkeit der nuklearen Dampfüberhitzung
Der erste große Block RBMK-1000 (1000 MW) ging 1974 im KKW Leningrad in Betrieb und wurde inzwischen dort um drei weitere gleich große Blöcke ergänzt.
Außerdem wurde dieser Reaktortyp auch in den Kernkraftwerken Kursk (2 Blöcke), Tschernobyl (3 Blöcke) und Smolensk (1 Block) installiert."
3 Jahre später wollte niemand mehr dieses Sicherheitslob wahrhaben.
Drei Jahre nach Tschernobyl hat einer der Hauptbefürworter der Atomenergie, Prof. Birkhofer, die „deutsche Risikostudie Kernkraftwerke“ vorgestellt. Nach seinen Angaben läuft die Katastrophe in einem deutschen AKW anders ab. Die Wahrscheinlichkeit einer Kernschmelze mit Beschädigung des Containments wird zwar als geringer anzusehen. Wenn sie eintritt, sei aber ein weit schlimmeres Ausmaß als in Tschernobyl zu erwarten, da in unseren Reaktoren größere Mengen an radioaktiven Spaltprodukten enthalten sind. Prof. Birkhofer geht von bis zu 14.000 Soforttote, und ca. Hunderttausend Langzeittoten aus. Das hängt mit der größeren Menge an freigesetzter Radioaktivität und einer etwa zehnmal dichteren Besiedlung Deutschlands im Vergleich zur Ukraine und Weißrussland zusammen.
Alle bisherigen Sicherheitsstudien gehen davon aus, daß der Bedienungsmannschaft des Reaktors keinerlei Fehler unterlaufen!
In Tschernobyl war dies aber der maßgebliche Grund der zur Katastrophe führte.
http://wissen.spiegel.de/wissen/doku...49&top=SPIEGEL
Allerdings hat sich gezeigt, daß die Ausmaße der Todesfälle in den bisherigen theoretischen Studien überschätzt wurden. So zeigte sich bei einer Untersuchung westlicher Experten, das die Auswirkungen auf die umliegende Bevölkerung des russischen Kernwaffenproduktionszentrums Majak weit weniger stark waren als von den westlichen Atomexperten zuvor erwartet.
http://wissen.spiegel.de/wissen/doku...ml?id=54002273
Gruß Helmut
Geändert von Aragorn (15.09.2009 um 11:29 Uhr)
hallo viod,
die in die Glaskeramik eingegossenen Spaltprodukte sind stark radioaktiv und es ist erforderlich, daß man Leute davon abhält, sich dort vielleicht anzuketten
Und dann ist dann noch die Gefahr der Selbstmordattentäter, die sprengen sich samt Kokillen in die Luft----sie selbst kommen dann ins Paradies...aber den Überlebenden hinterlassen sie die Strahlenhölle
in einigen 1000 m Meerestiefe aber liegen die Kokillen dann ganz harmlos und friedlich, und weit vor dem Jüngsten Tag ist die Radioaktivität abgeklungen![]()
Grüße von Ispom
Hallo ispom
... hmm, also daß es Diskussionen um unterirdische Zwischen- und Endlager gibt ist ja doch lästig, und diese zu umgehen, indem man das Zeug einfach ins Wasser schmeißt, ist auch ne gute Idee -- aber die hatte schon jemand vor dirdie in die Glaskeramik eingegossenen Spaltprodukte sind stark radioaktiv und es ist erforderlich, daß man Leute davon abhält, sich dort vielleicht anzuketten
Bezüglich anketten, naja, man könnte ja 'ne Hütte rundrumbauen um diese Kokillen.
Muß mich korrigieren, man sollte ein Häuschen rumbauen.Und dann ist dann noch die Gefahr der Selbstmordattentäter, die sprengen sich samt Kokillen in die Luft
Grüße
void
Es gibt dümmliche, überflüssige und hohle Beiträge oder nervige; aber solche Beiträge wie der letzte von ispom sind einfach widerlich und sollten in einem Forum nicht geduldet werden.
Orbit
Hallo Orbit,
wenn's um Attentate etc. geht, sind solche flapsige Anmerkungen vielleicht nicht ganz so feinfühlig plaziert, aber sooo streng mußt du auch nicht sein.
Mal abgesehen von der Wortwahl geht es um die nicht uninteressante Frage der Endlagerung, speziell um folgende Alternativen: Salzstöcke, Meeresgrund, auf der Erdoberfläche (natürlich geschützt).
Grüße
void
Geändert von void (15.09.2009 um 21:56 Uhr)
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Zunächst freue ich mich über die in Gang gekommene Diskussion (immerhin bereits 13 Antworten).
Zu deinem Beitrag, galileo2609, möchte ich Folgendes bemerken.
Ja, mir geht es tatsächlich vor allem um die Zukunft der Fissionskraftwerke in den nächsten Jahrzehnten, die für die Begrenzung des Klimawandels von besonderer Bedeutung sind. Ein kommerzielles Fusionskraftwerk wird es voraussichtlich nicht vor 2050 geben.
Du hast recht damit, dass keine Form der Energieerzeugung CO2-neutral ist. Mein Statement, dass die Kernenergie klimaneutral sei, bezieht sich nur auf den Betrieb der KKW. Das entspricht der 'Ideologie', wonach z. B. Wind- oder Solarkraftwerke auch kein CO2 erzeugen. Es geht aber, wie du sagst, um die 'relative Position der Kernenergie zu den anderen Energieerzeugungen'.Was ich mir aber wünschen würde, ist eine entideologisierte Diskussion, zu der statements wie das folgende nicht recht passen:
Keine Form der Energieerzeugung ist CO2-neutral und die AKW mit Sicherheit auch nicht. Die Frage, die sich hier stellt, ist die relative Position der Kernenergie zu den anderen Energieerzeugungen.Zitat von hardy
Ich möchte vor allem auf den zweiten Link eingehen, weil er auf Untersuchungen am schweizerischen Paul Scherrer Institut (PSI) verweist, das ich ziemlich gut kenne.Ich verlinke mal zwei (oberflächlich gesuchte) Quellen aus dem Jahr 2007:
http://gabe.web.psi.ch/research/lca
Die PSI-Forscher berechnen und vergleichen unter möglichst realistischen Bedingungen die Umweltbelastungen der verschiedenen Stromerzeugungstechniken. Sie betrachten dabei die gesamte Energiekette 'von der Wiege bis zur Bahre', bei der Kernenergie also vom Abbau des Uranerzes in den Minen über die Herstellung des Kernbrennstoffs bis und mit dem Bau der geologischen Tiefenlager für die Entsorgung der radioaktiven Abfälle und dem Rückbau der Kernkraftwerke.
Die Ergebnisse der PSI-Forscher für Europa zeigen, dass die Kernenergie im Vergleich zu den regenerativen Stromerzeugungstechniken sehr gut abschneidet. Pro Kilowattstunde (kWh) werden folgende Mengen an CO2 erzeugt:
- Wasserkraft: 4 g CO2/kWh
- Kernenergie: 8 g CO2/kWh
- Windkraft: 17 g CO2/kWh
- Fotovoltaik: 78 g CO2/kWh
Untersuchungen anderer Institutionen, wie z. B. des Öko-Instituts, kommen auf CO2-Emissionen durch Kernkraft, die mehr als einen Faktor 10 über den Werten des PSI liegen.
Dazu ist zu sagen, dass die CO2-Bilanz der Kernenergie in erster Linie von der Urananreicherung bzw. von dem dafür benötigten Strom abhängt. Die KKW der meisten westeuropäischen Länder beziehen ihren Kernbrennstoff vorwiegend aus Anreicherungsanlagen mit Zentrifugen oder aus der französischen Gasdiffusionsanlage EURIDIF in Tricastin (F). Letztere benötigt pro kg angereichertes Uran etwa 40mal mehr Energie als eine moderne Zentrifugenanlage. EURODIF bezieht den Strom jedoch aus den benachbarten KKW, die praktisch CO2-frei produzieren, und nicht etwa aus Kohlekraftwerken.
Im ungünstigsten Fall – etwa bei der alten energieintensiven Gasdiffusionsanlage Paducah in den USA, die von einem Steinkohlekraftwerk versorgt wird – können die CO2-Emissionen der Energiekette auf rund 60 gCO2/kWh ansteigen, also etwa in die Grössenordnung der Energiekette der Solarzellen.
Mit den vorstehenden Bemerkungen wird auch klar, weshalb das Öko-Institut deutlich höhere CO2-Emissionen durch Kernenergie berechnet: Man unterstellt die jeweils ungünstigsten Bedingungen (Urananreicherung durch Gasdiffusion, Stromversorgung dieser Anlagen durch Kohlekraftwerke, ...). Ist das nicht auch 'Ideologie', galileo?
Gruss
hardy
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