Ich wollte nochmal die Folgeuntersuchungen zusammenfassen.
1. Es gab durch das Big Ear selbst ca. 50 Folgeuntersuchungen, jeweils ca. 2 * 72sec.
2. Harvard/Smithsonian META-Center beobachtete 1987/1989 die Position am Himmel für 2 * 4h.
3. Das VLA beobachtete 1995/1996 für 1*5min, 1*20min.
4. Mit einem 12m Teleskop ebenfalls 1995 am NRAO Green Bank. Konnte leider keine genaueren Angaben dazu finden.
5. 1999 am 26m Radio Teleskop, 6*14h, keine genaueren Angaben gefunden.
Diese Auflistung ist meines Wissens nach komplett.
zu 1: Das Problem dabei ist, das originale Wow wurde in Kanal 2 des 50 Kanal-Receivers empfangen, wobei jeder Kanal 10kHz breit ist. Das bedeutet, sollte später das Signal nur ca. 20kHz weiter unten gelegen haben, wäre es schon aus dem Empfangsfenster gewesen. Ursache: Die Quelle ändert die Bewegung (Planetenumlauf etc...)
zu 2. Die Receiverkanäle waren extrem schmalbandig, 0,05Hz um genau zu sein. Dafür war der Receiver selbst mit 400kHz nicht breitbandiger als das Big Ear (500kHz).
Wäre ein Signal breiter als ca. 10Hz gewesen, so hätte der Detektor, aufgrund seiner selektiven Schmalbandigkeit, dieses schon nichtmehr erkannt. Somit wäre ein Signal im Bereich "etwas kleiner als 10kHz", mit diesem Detektor nicht sichtbar gewesen.
zu 3. Das VLA (und wahrscheinlich 4 und 5) hätte das ursprüngliche Signal erkannt, auch wenn es Frequenzdrift gegeben hätte. Der Receiver beobachtete 1,5Mhz mit wesentlich höherer Genauigkeit als Big Ear.
Fazit: Insgesamt wurden ca 94,5h plus (4) Folgebeobachtungen unternommen.
Einfach viel zu wenig! 
PS: Ich habe jetzt die Formel gefunden um die Empfindlichkeit einer Anlage (Antenne+LNB+Verstärker+Receiver) zu errechnen. Ich komme danach zu dem Ergebnis, dass eine Messung des Signal möglich ist, sogar mit kleinen Schüsseln, wenn man die Integrationszeit hoch ansetzt, dann geht halt der Inhalt der Nachricht verloren; wie beim original Wow, wo jeweils über 10sec integriert wurde.
Edit: Womit sich folgende 2 Kreise zum ursprünglichen und später wiederbelebtem Thema schließen:

Zitat von
PlanetHunter
Kann es sein, dass durch diese Bewegung die Erde zufällig im "Empfangsbereich" des Wow-Signals, damals 1977, war und sich danach weiterbewegt hat, sodass es nicht mehr zu empfangen ist?
Ja, denn durch Dopplerdrift (verursacht durch Bewegung/Beschleunigung) könnte das Signal bspw. beim Big Ear aus dem Empfangsbereich gerutscht sein. Zwar nicht Örtlich aber in der Frequenz.

Zitat von
captain kirk; Threadersteller
warum haben die seti-leute nur die stärke und die frequenz des wow-signales aufgezeichnet? jedes signal hat doch auch einen Inhalt?
Weil sie dadurch ihren Empfänger wesentlich genauer gemacht haben. Sie wussten ja nicht, dass ein Wow kommt, welches 30 Standartabweichungen über der Toleranzgrenze landet. Außerdem sollte möglicherweise Papier gespaart werden
Geändert von SRMeister (03.03.2012 um 01:04 Uhr)
Absence of evidence does not mean evidence of absence. - Dan Werthimer
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