Ich will noch etwas zur Dekohärenztheorie sagen:
im Grunde bringt es uns nichts wenn wir
IΨ> IMensch> = IA>IMensch sieht A> + IB>IMensch sieht B> + IC>IMensch sieht C> + ID>IMensch sieht D> + ...
schreiben, ohne einen Kollaps anzunehmen. Wir müssten zwar nicht vorhersagen dass wir sowas wie Katzen die gleichzeitig tot und lebendig sind beobachten, doch es gäbe ein anderes Probleme: Wir könnten die Wahrscheinlichkeiten nicht erklären! Die unwahrscheinlichen Zustände würden genauso gemessen werden wie die Wahrscheinlichen. Also gäbe es praktisch gar keine Wahrscheinlichkeiten. Oder man müsste sie irgendwie postulieren. Also postulieren dass nur wahrscheinliche Zustände erlebt werden dürfen und die anderen nur unerlebt existieren dürfen. Aber das führt natürlich zu nichts und kann auch nicht begründet werden.
Abschließend lässt sich also sagen dass es egal ob es zum Kollaps kommt oder nicht, es nicht möglich ist eine tote und eine lebende Katze gleichzeitig zu sehen. Andererseits muss man eine Kollaps annehmen, damit nicht alle Zustände gleich wahrscheinlich sind. Damit hat man aber das Problem dass man diesen Kollaps nicht aus der Theorie ableiten kann! Außerdem weiss man nicht wann dieser Kollaps eintreten muss. Man weiss etwas dass er Eintritt wenn ein Messaperat aufgestellt wird, doch tritt er nicht ein wenn etwa 3 Teilchen zusammenstoßen - und sich ja eigentlich auch gegenseitig messen.
Dazu kommt noch dass ein Solcher Kollaps in der gegenwärtigen QT gegen die Regeln der RT verstößt. Das liegt daran dass er vom Begriff der Gleichzeitigkeit gebrauch macht, der in der RT nicht zulässig ist.
Also egal wie, mit oder ohne Kollaps, die QT hat fundamentale Probleme die sich nur durch eine völlig neue Theorie lösen lassen!
SKY


Zitieren

Lesezeichen